In der Natur findet der Wasserwechsel automatisch statt. Durch Strömungen innerhalb der Gewässer wird den Tieren und Pflanzen ständig Frischwasser zugeführt. Neue Nährstoffe werden herangetragen und Stoffwechselprodukte der Fische, sowie Krankheitskeime und Parasiten werden fortgespült.

Quelle: JBL GmbH & Co. KG

Im Aquarium übernimmt der Filter einige dieser Aufgaben, doch nur ein Teilwasserwechsel sorgt für wirklich frisches Wasser. Er hilft organischen Abfall zu entfernen und die Keim- und Bakteriendichte deutlich zu senken. Gleichzeitig werden Gifte und gegebenenfalls Medikamentenreste verdünnt. Doch Vorsicht: Ein zu häufiger Austausch des Wassers verringert nicht nur die Dichte der krankheitserregenden Bakterien, sondern auch die der nützlichen, die helfen Stoffwechselprodukte der Fische wie Urin und Kot abzubauen. Unsere Empfehlung: tausche alle 1-2 Wochen ein Viertel des Aquarienwassers aus. Dabei gilt: lieber öfters kleinere Mengen austauschen und niemals mehr als die Hälfte des Wassers auf einmal. Außerdem solltest Du darauf achten, welches Wasser Du verwendest: Leitungswasser eignet sich nicht immer für einen Wasserwechsel, denn in manchen Gegenden unterscheidet sich die chemische Zusammensetzung deutlich von der, in der sich Deine Fische wohl fühlen. Wie Du mit diesem Problem umgehen kannst, erfährst Du im Teil „Wasserwerte“.

Um den Wasserwechsel durchzuführen, hast du mehrere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, das alte Wasser mit Eimern herauszuschöpfen und dann das neue nachzufüllen. Die bequemere (und meist auch trockenere) Möglichkeit ist, das alte Wasser mit einem Schlauch einfach abzusaugen. Dazu den Schlauch an einem Ende in das Aquarium halten und am anderen Ende mit dem Mund leicht ansaugen. Das angesaugte Ende sollte in einen möglichst tief stehenden Eimer gehalten werden, damit das Wasser schneller fließt und die Sogwirkung nicht nachlässt. Um keine Fische versehentlich anzusaugen, solltest du das Schlauchende im Aquarium mit einer Hand umfassen. So kannst du es jederzeit mit dem Daumen verschließen, ohne dass die Sogwirkung gestoppt wird.

Kurzanleitung

Und so geht es:

  1. Die Scheiben von innen mit einem weichen Schwamm bzw. einem Abzieher reinigen.
  2. Pumpe und Heizelement abschalten.
  3. Einen Eimer bereitstellen, in den das Wasser ablaufen kann (evtl. direkt in den Abfluss).
  4. Das eine Ende des Schlauchs in das Aquarium halten und am anderen Ende ansaugen. Den Rest der Arbeit übernimmt das Heberprinzip! Sehr gut eignet sich hierfür ein Stück Gartenschlauch.
  5. Frisches Wasser aus dem kalten Hahn nachfüllen, entweder mit einem Schlauch direkt aus dem Hahn oder mit einer großen Gießkanne. Es ist wichtig, das Wasser im Aquarium auf eine Untertasse oder Ähnliches zu gießen, damit der Kies nicht aufgewirbelt wird.
  6. Pumpe und Heizelement wieder einschalten und kontrollieren, ob die Pumpe läuft (oft muss etwas nachgeholfen werden, weil sie Luft angesaugt hat).

 

Zusatzinformationen

Foto: Kaufmann

Foto: Kaufmann

Permanenter “Wasserwechsel”, geringer Fischbesatz und üppiger Pflanzenwuchs unweit der Quelle eines Flusses.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei aquamax: http://aquamax.de/index.php/algwasserwechsel.html

 

Text Kurzanleitung: Tropica