Quelle: JBL GmbH & Co. KG

Unsere wechselwarmen Pfleglinge sind darauf angewiesen, dass wir mittels Heizung und Kühlung die Temperatur ihres Lebensraums auf ihre Bedürfnisse anpassen.

Ein Thermometer sollte dann nicht fehlen, damit die Temperatur auch kontrolliert werden kann, denn sie kann durch Verdunstung, Licht und sonstige Umstände beeinflusst werden.

Die Bedürfnisse unserer Fische können sehr unterschiedlich sein, informiere dich daher bitte vor dem Kauf und der Vergesellschaftung, was die Wohlfühltemperatur der speziellen Fische ist.

Zu niedrige Temperaturen machen die Tiere träge, lassen ihre Farben verblassen und machen sie anfälliger für Krankheiten, während zu hohe die Lebensdauer verkürzen und die Fruchtbarkeit mindern können. Hierbei können schon wenige Grad auf Dauer einen großen Unterschied machen.

Recht viele unserer Zierfische kommen aus tropischen Bereichen Südamerikas, Afrikas und Asiens, wo Wassertemperaturen um die 25° herrschen. Das heißt aber nicht, dass man einfach alle Fische über einen Kamm scheren sollte.

So freuen sich zum Beispiel die aus dem Hochland stammenden Kardinalfische über deutlich kühlere Temperaturen, während 25° für andere Kandidaten schon unangenehm kalt sind. Und das sind keine Einzelfälle. Manchen Bewohnern muss man eventuell sogar Kühlung per Lüftung verschaffen, da sie aus Bergbächen oder vom Äquator entfernten Bereichen stammen.

TIPP: Ausgesprochene Kaltwasserfische, die im Handel für den Teich angeboten werden, gehören nicht ins normale Zimmeraquarium. Sie überleben dort zwar ggf eine Weile, die dauerhaft verhältnismäßig hohe Temperatur strapaziert sie aber stark und führt zu einem deutlich kürzeren Lebenszyklus.

Schwankungen der Temperatur sind in der Natur völlig normal. Neben Jahrszeitlichen Schwankungen und der Abkühlung über Nacht führen auch starke Regengüsse zu einer recht abrupten Abkühlung der Heimatgewässer unserer Zierfische. Die kurzzeitigen Schwankungen kann man durchaus simulieren indem man zum Beispiel nicht nur das Licht, sondern auch den Heizer per Zeitschaltuhr über Nacht aus schaltet und bei Wasserwechsel leicht kühleres Wasser verwendet (nicht übertreiben, das Volumen eines Aquariums ist schließlich etwas kleiner, als das vom Amazonas ;) ) . Bei vielen Fischen regen solche Temperaturveränderungen die Vermehrung an. Ein kühler Wasserwechsel signalisiert ihnen zum Beispiel den Beginn der Regenzeit und damit gute Überlebenschancen für ihren Nachwuchs.

Anregung: Wie wäre es mal mit ungeheizt? Wenn man sich Fische aussucht, die man mit 20-23° glücklich macht, kann man sich im Wohnraum die Aquarienheizung sparen. Und das gibt es mehr Auswahl, als man denkt.