Quelle: Willi Heidbrink G.Höner

Herkunft:

Fließgewässern der Insel Sulawesi

Beschreibung:

Oryzias woworae ist eine Art, die erst 2010 wissenschaftlich beschrieben wurde und wegen ihrer für Reisfische ungewöhnlichen intensiven Färbung und der unkomplizierten Haltung zu großer Aufmerksamkeit gelangte. Das Männchen ist an den Seiten herrlich metallischblau gefärbt, während die oberen und unteren Strahlen der Schwanzflosse blutrot leuchten. Das Weibchen ist deutlich schlichter und heller, doch die Rotfärbung, die sich bei beiden Geschlechtern bis zur Afterflosse ziehen kann, trägt auch sie. Wie es für Reisfische typisch ist, leuchten die Augen je nach Lichteinfall in einem hellen Blau. Je nach Stimmung ist besonders die Färbung des Männchens unterschiedlich intensiv.

Bisher bekannte Reisfische der Gattung Oryzias konnten zwar mit einer sehr interessanten Fortpflanzungsbiologie aufwarten, doch aufgrund ihrer schlichten Färbung beschränkte sich ihre Verbreitung meist nur auf Liebhaber. Mittlerweile hat der Neon Reisfisch viele Aquarianer in seinen Bann gezogen: die Art hat sich im Handel rasch verbreitet und es ist anzunehmen, dass sie auch so schnell nicht wieder verschwindet. Denn neben ihrem tollen Aussehen kann Oryzias woworae auch in anderen Bereichen Punkten: Sie ist aufgrund ihrer unkomplizierten Haltung leicht zu pflegen und deshalb auch sehr gut für Anfänger geeignet. Mit einer Maximallänge von nur etwa 4-5 cm kann der Neon Reisfisch auch in kleineren Aquarien gepflegt werden. Da es sich um einen Gruppenfisch handelt, sollten jedoch immer mehrere Tiere zusammen gehalten werden. Die Vergesellschaftung mit kleinen friedlichen Arten ist problemlos möglich und auch für die Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen sind sie bestens geeignet.

Möchte man die natürliche Umgebung ihrer Heimat nachempfinden, sollte man das Aquarium mit feinkörnigem Untergrund ausstatten. Ein paar Pflanzen zum Schutz sollten natürlich auch nicht fehlen.

Zucht:

Ein weiterer Pluspunkt von Oryzias woworae ist die oben bereits angesprochene, für Reisfische typische und gleichzeitig einzigartige Fortpflanzungsbiologie. Nach einer intensiven Balz folgt die Paarung, bei der das Männchen das Weibchen umschlingt. Dabei gibt das Weibchen ihren gesamten Eivorrat in Form einer Laichtraube ab. Diese Laichtraube trägt sie nach der Paarung noch für einige Zeit an ihrem Hinterleib mit sich herum, bevor sie die Eier schließlich an Pflanzen oder anderen Substraten abstreift. Als Ablaichsubstrat eignen sich besonders gut so genannte Wollmopps, wie sie oft von Killi- und Regenbogenfischzüchtern verwendet werden. Dieser wird von den Reisfischen sehr gut angenommen und kann, sobald sich genügend Eier angesammelt haben, auch in ein Aufzuchtbecken umgehangen werden. Die Eier können sich dort ungestört entwickeln und nach ein bis zwei Wochen erfolgt der Schlupf der Jungfische. In den ersten fünf bis sechs Tagen sollte mit feinem Trockenfutter und Pantoffeltierchen gefüttert werden, anschließend mit Artemia Nauplien. Da die Neonreisfische einfach zu vermehren und gleichzeitig recht produktiv sind, kann schon nach kurzer Eingewöhnungszeit nach dem Einsetzen das Balzverhalten und die anschließende Paarung beobachtet werden.

Haltung/Herkunft    aus langjähriger Erfahrung gut haltbar bis
T: um 26°C T: 23-26°C
pH: 6-7 pH: 6 – 7,5
Härte:  Härte: weich-mittelhart

Ernährung:

Artemia, Cyclops und auch pflanzlichem Trockenfutter.

 

Quelle:

Zierfischgroßhandel G.Höner