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Anablebsoides aff ornatus “Peru Glaser CI-2011″

Anablebsoides aff ornatus “Peru Glaser CI-2011″

Foto: Rudolf Pohlmann
Foto: Rudolf Pohlmann

Synonym: Untergattung Rivulus

Anablepsoides, Atlantirivulus, Laimosemion, Melanorivulus und Cynodonichthys, früher als Untergattungen von Rivulus betrachtet , werden nunmehr als valide Gattungen angesehen;

Eine neue Einteilung der Rivulus – Killifische

Phylogenetic position and taxonomic status of Anablepsoides, Atlantirivulus, Cynodonichthys, Laimosemion and Melanorivulus (Cyprinodontiformes: Rivulidae)

Wilson J. E. M. Costa / Ichthyol. Explor. Freshwaters, Vol. 22, No. 3, pp. 233-249, 1 fig., 1 tab., September 2011 Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München.– ISSN 0936-9902

 

Herkunft: Amazonas River Beckens in Peru

Lebensraum: Die Arten der Anablepsoides bewohnen meistens die flachsten Teile von Fließgewässern und Sümpfen in dichten Wäldern oder offenen Savannen, häufig weniger als 20 cm tief.

 

Beschreibung:

Bei den Killifischliebhabern werden diese Fische oft als graue Mäuse bezeichnet. Die Farbentwicklung variiert mit dem Wechsel der Stimmung. In einer Gruppe dieser Anablepsoides ornatus sieht man im Aquarium oft einen Teil in gräulicher und den anderen Teil in gelblicher Färbung. Werden nun die hellwirken Fische mit einer Taschenlampe angestrahlt, entdeckt man erst die schöne Farbzeichnung. Die roten Punkte auf dem Körper sind nun deutlich zu erkennen. Alle Flossen sind schwarz gesäumt. Diese kleinen Fische haben etwa eine Gesamtlänge von 4 cm.

Haltung: Die Pflege von Anablepsoides ornatus in einem Artenbecken ist wahrscheinlich empfehlenswert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie sich mit den kleinen Hechtlingen Pseudepiplatys annulatus gut vergesellschaften lassen. Als Bodengrund benötigt man eine etwa 3 bis 4 cm hohe Fasertorfschicht, in der sie ihren Laich ablegen. Je nach Belieben kann man auch Pflanzen mit ins Becken geben. Die Anablepsoides ornatus sind gute Springer und finden jede kleinste Öffnung, eine Abdeckung ist deshalb sehr wichtig. Nur eine Pflanzendecke, wie von einigen Autoren behauptet, halten Killifische nicht vom Springen ab.

 

Temperatur: 22° – 24° C
pH: 6-7
KH:
GH: 4 °- 10° dGH
Leitwert:
 
Ernährung:Erstfutter: Essigälchen, Artemia-Nauplien

Futter: Lebendfutter (Mückenlarven, Daphnien, Drosophila, Grindal, Springschwänze und Tubifex) eventuell Frost- und Trockenfutter

 

Zucht:

Zur Zucht fängt man ein Paar aus dem Aquarium und überführt es in ein kleines 10 Liter Becken (2/3 Aquarienwasser und 1/3 weiches Wasser). Für den Zuchtansatz eignet sich ein Becken von 20 x 20 x 30 cm, gut abgedeckt mit einem Innenfilter. (Wer keinen Filter zur Hand hat, muss entsprechend Wasser wechseln.) Das Wasser sollte etwa 200 bis 300 μs betragen (Gesamthärte bis 6° dGH), der pH- Wert etwa 6,5 und die Temperatur bei 22 bis 24 C ° liegen. Da das Stadtwasser meist höhere Werte aufweist, mischt man es mit weichem Wasser, z.B. mit Osmose – Wasser. Gutes Ablaichmaterial ist Fasertorf. Bei der Verwendung von Fasertorf und weichem Wasser mit wenig Karbonathärte lässt sich der pH – Wert gut senken. Auch die Verwendung eines Wollmops ist möglich, er sollte aber auf dem Boden liegen. Durch die veränderten Wasserwerte wird die Laichbereitschaft angeregt. Tiere im Zuchtansatz sollten grundsätzlich mit Lebendfutter versorgt werden. Nach einer Woche wird ein Drittel des Wassers gewechselt. Nach einer weiteren Woche entfernt man das Zuchtpaar mit 2/3 Wasser aus dem Ansatz und bereitet damit einen neuen Ansatz vor. Beim Wechseln der Zuchtpaare zurück ins Aquarium müssen die Wasserwerte beachtet und angepasst werden. Der alte Ansatz wird mit dem Fasertorf in einen neuen Behälter (eine etwa 7 Liter Kühlschrankdose) gegossen.. Auf den Ansatz kommen 2 Liter weiches Wasser, etwa 100 μs. Nach einigen Tagen kann man die ersten Jungfische an der Oberfläche des Wassers entdecken, sie verschwinden dann aber wieder schnell im Torf. Die Larven sind im Verhältnis zu anderen kleinen Killifischen sehr groß. Sie werden nun sofort mit Essigälchen und frisch geschlüpften Artemia gefüttert. Abgestorbene Futterreste werden abgesaugt und eine Kahmschicht auf dem Wasser vorsichtig entfernt. Gut gesiebtes Tümpelfutter bei regelmäßigem Wasserwechsel fördert das Wachstum dieser Fische.

Ablaichverhalten: Haftlaicher, nichtannuell / Inkubationszeit: 14 Tage

Schlupf: Wasserlagerung ca. 2 Wochen

Nach einen Zuchtansatz in Fasertorf von 14 Tagen sind einige Tage später die ersten Jungfische geschlüpft (Wasserlagerung).

 

Besonderheiten:

Diese Fische sind durch die Firma Aquarien Glaser 2011 ins Hobby gekommen.

Weitere Informationen:

DKG Deutsche Killifisch Gemeinschaft

http://www.killi.org/

facebook: DKG AG Chromaphyosemion

https://www.facebook.com/pages/DKG-AG-Chromaphyosemion/100233743500568

 

 

Quelle: Rudolf Pohlmann

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