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Aphyosemion (Chromaphyosemion) bivittatum

Aphyosemion (Chromaphyosemion) bivittatum

Aphyosemion (Chromaphyosemion) bivittatum
Aphyosemion (Chromaphyosemion) bivittatum

Synonyme: Fundulus bivittatus, Fundulopanchax bivittatus coerulea, Aphyosemion bivittatum hollyi, Fundulus rubrostictus, Aphyosemion rubrostictus

Herkunft: Chromaphyosemion bivittatum ist zwischen den Cross River, Nigeria und Ndian – River, Kamerun zu finden.

 

Beschreibung:

Erstbeschreibung: Lönnberg, E (1895) Notes on fishes collected in the Comerouns by Mr. Y. Sjöstedt. Öfversigt of Kongl. Vetenskaps-Akademiens Förhandling ar 1895; 3, S 179-195

Bedeutung des Namens: Vorsilbe bi = (lat.) zwei oder doppelt vittatus = lat.) gebändert

Terra typica: Kamerun, Mundemba , Bächlein nahe der Wasserfälle des N’dian Flusses

 

Pflege und Zucht

Die Pflege von Chromaphyosemion bivittatum im Gesellschaftsbecken ist möglich. Vor allen bivittatum Funge passt sich mühelos verschiedenen Wasserwerten an und kann gut mit friedlichen Fischen vergesellschaftet werden. Wichtig ist es, dass das Aquarium gut abgedeckt ist. Chromaphyosemion sind gute Springer und finden jede kleinste Öffnung. Nach Möglichkeit sollte man es mit einer kleinen Gruppe von Jungtieren mit wenigsten drei Paaren probieren. Ein einzelnes Paar verkümmert oft in einer Ecke und bei zwei einzelnen Männchen kann es zum Ausfall eines Männchen kommen. In einer Gruppe zeigen diese, besonders beim Imponiergehabe, ihre schönen Farben. Da man auch Weibchen dieser Art gut von anderen Chromaphyosemion – Arten trennen kann, kann man zusätzlich eine zweite Chromaphyosemion –Art mitpflegen. In einem gut bepflanzten Aquarium entwickeln sich immer einige Jungfische . Zur Zucht kann man auch ein Paar bivittatum Funge aus dem Gesellschaftsaquarium fangen und es in ein kleines 10 Liter Becken (2/3 Aquarienwasser und 1/3 weiches Wasser führen. Für den Zuchtansatz eignet sich ein Becken von 20 x 20 x 30 cm, gut abgedeckt mit einem Innenfilter. (Wer keinen Filter zur Hand hat, muss im erforderlichen Umfang Wasser wechseln.) Das Wasser sollte etwa 200 bis 300 μs betragen (Gesamthärte bis 6° dGH), der pH- Wert etwa 6,5 und die Temperatur bei 22 bis 24 C ° liegen. Da das Stadtwasser meist höhere Werte aufweist, mischt man es mit weichem Wasser, z.B. mit Osmose – Wasser. Gutes Ablaichmaterial ist Fasertorf. Bei der Verwendung von Fasertorf und weichem Wasser mit wenig Karbonathärte lässt sich der pH – Wert gut senken. Auch die Verwendung eines schwimmenden Wollmops ist möglich. Bessere Erfolge hat man meist mit Fasertorf. Durch die veränderten Wasserwerte wird die Laichbereitschaft angeregt. Beim bivittatum Funge klappt die Zucht oft auch im hartem Wasser, man sollte aber bedenken, dass im zu harten und alkalischen Wasser die Eier schnell verpilzen. Im Zuchtansatz sollten diese Fische grundsätzlich mit Lebendfutter versorgt werden. Nach einer Woche wird ein Drittel des Wassers gewechselt. Nach einer weiteren Woche entfernt man das Zuchtpaar mit 2/3 Wasser aus dem Ansatz und überführt die Tiere wieder ins Gesellschaftsaquarium, Wasserwerte müssen beachtet und angepasst werden. Der Rest des Ansatzes wird mit dem Fasertorf in einen neuen Behälter (eine etwa 7 Liter Kühlschrankdose) gegossen. Auf den Ansatz kommen noch etwa 2 Liter frisch es Wasser. Nach einigen Tagen kann man die ersten Jungfische an der Oberfläche des Wassers entdecken. Sie werden nun sofort mit Essigälchen oder frisch geschlüpfte Artemia gefüttert. Abgestorbene Futterreste werden abgesaugt und eine Kahmschicht auf dem Wasser vorsichtig entfernt. Nach etwa drei Wochen wird der Ansatz in größere Becken überführt. Gut gesiebtes Tümpelfutter bei regelmäßigem Wasserwechsel fördern das Wachstum dieser Fische.

 

Temperatur: 22-24°C
pH: 6 – 7
KH:
GH: 4 – 10° dGH 
Leitwert: 200 bis 300 μs
 
Besonderheiten

Ablaichverhalten: Haftlaicher, nichtannuell

Inkubationszeit: 16 Tage

Schlupf: Wasser- und Trockenlagerung ca. 2Wochen

Chromaphyosemion haben zwei schwarze Längsbänder, bei beiden Geschlechtern sind dies je nach Stimmung deutlich erkennbar. Sie werden daher auch Stimmungsbänder genannt.

Obwohl sich die Populationen bivittatum durch das Erkennungszeichen gut von anderen Chromaphyosemion-Arten unterscheiden, können sie in einige biologische Arten eingeteilt werden.

Dies ergaben neuste Untersuchungen 2007 durch Völker, Sonnenberg, Ráb und Kullmann.

Cytogenet Genome Res 116:116–126 (2007)

Karyotype differentiation in Chromaphyosemion killifishes (Cyprinodontiformes, Nothobranchiidae). III: Extensive karyotypic variability associated with low mitochondrial haplotype differentiation in C. bivittatum

 

Ernährung

Erstfutter: Essigälchen, Artemia-Nauplien

Futter: Lebendfutter (Mückenlarven, Daphnien, Drosophila, Grindal, Springschwänze und Tubifex) eventuell Frost- und Trockenfutter

Quelle

Rudolf Pohlmann

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