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Aphyosemion (Chromaphyosemion) pamaense – Pamaense Zweistreifen Prachtkärpfling

Aphyosemion (Chromaphyosemion) pamaense – Pamaense Zweistreifen Prachtkärpfling

Foto: Pohlmann
Foto: Pohlmann

Synonyme: Eine neue Chromaphyosemion – Art “pamaense” aus Kamerun

Herkunft:

Kamerun, 1,6 km östlich des Dorfes Pama Richtung Bèla. Ein kleiner Bachlauf, der den oberen Teil des Flusses Pama bildet, Nyong Becken, 03°16.420N, 10°05.235E, 24. Feb. 2010, Code ADK-10-323 ADK-10-323, Sammler Jean-François Agnèse Cyrile Dening, Grégoire Kayoum.

 

Lebensraum:

Beschreibung des Biotops ADGP 11/18 / 05.01.2011 / 16.20 Uhr: (Angaben aus ADGP Fundortliste)

Wassertemperatur: 25,5° C ; pH: 5,92 ; Leitfähigkeit 8μS ; Wasserfarbe: bernsteinfarbig, leichte Trübung; Randbepflanzung: Anubias ; Bodengrund: Sand, Kies und Blätter.

 

Beschreibung:

Chromaphyosemion pamaense wird beschrieben vom Fluss Pama, einem kleinen Nebenfluss des Nyong River in der Umgebung von Pama, Kamerun. Er gehört zur Untergattung Chromaphyosemion, Radda, 1971 und ist in Abgrenzung zu verwandten Arten durch eine Kombination verschiedener Merkmale gekennzeichnet: orangefarbene unpaare Flossen, eine Afterflosse ohne Punkte, eine orange Kehle und violett bis blaugraue Flanken.

Die neue Art unterscheidet sich auch genetisch von den anderen Chromaphyosemion-Arten wie sich anhand der mtDNA (Cytochrom b) Untersuchung zeigt.

Charakteristisch für Aphyosemion pamaense ist auch ein Original-Karyotyp mit Geschlechtschromosomen und ein männlicher Karyotyp mit 2N=35 Chromosomen gegenüber 2N=36 bei den Weibchen.

http://dx.doi.org/10.11646/zootaxa.3670.4.6

 

Haltung:

Zucht

Im Gegensatz zu einigen anderen Killifischen haben Chromaphyosemion eine kurze, etwa 16 Tage Inkubationzeit je nach Temperatur. Die Zucht ist als Wasser- und Trockenlagerung möglich.

 

Für den Zuchtansatz benutze ich ein Becken 20x20x30cm, gut abgedeckt mit einem Innenfilter. Das Wasser wird durch eine Osmose – Anlage und Leitungswasser auf etwa 200-300 μs (4 °- 10° dGH) gemischt. Die Temperatur liegt bei 22 bis 24 C °, der pH -Wert etwa bei 6,0° bis 7,2° pH. Zur Zucht fange ich ein Paar Chromaphyosemion aus dem Aquarium und überführe es in ein kleines 10 Liter Becken (2/3 Aquarienwasser und 1/3 weiches Wasser). Da ich die Eier nicht absuche, benutze ich Fasertorf als Ablaichmaterial. Bei der Verwendung von Fasertorf und weichem Wasser mit wenig Karbonathärte lässt sich der pH – Wert gut senken. Durch die veränderten Wasserwerte wird die Laichbereitschaft angeregt. Tiere im Zuchtansatz bekommen grundsätzlich nur Lebendfutter, um zusätzliche Verschmutzungen in dem kleinem Becken zu verringern . Nach einer Woche wird ein Drittel des Wassers gewechselt. Nach einer weiteren Woche entfernt man das Zuchtpaar aus dem Ansatz. Beim Wechseln des Zuchtpaares zurück ins Aquarium müssen die Wasserwerte beachtet und dementsprechend angepasst werden. Der Ansatz wird mit dem Fasertorf in einen neuen Behälter (eine etwa 7 Liter Kühlschrankdose) gegossen. Auf den Ansatz kommen etwa 2 Liter weiches Wasser, 100 µs. Nach einigen Tagen kann man die ersten Jungfische an der Oberfläche des Wassers entdecken. Sie werden nun sofort mit Essigälchen und oder frisch geschlüpften Artemia gefüttert. Abgestorbene Futterreste werden abgesaugt und eine Kahmschicht auf dem Wasser vorsichtig entfernt. Nach etwa drei Wochen wird der Ansatz in größeres Becken überführt und innerhalb einiger Tage langsam mit frischem Wasser aufgefüllt. Zu schneller Wasserwechsel kann zu Oodinium führen.

 

Temperatur: 22-24°C
pH: 6 -7
KH:
GH: 4 °- 10° dGH
Leitwert: 200 bis 300 μs
 
Besonderheiten:

Chromaphyosemion haben zwei schwarze Längsbänder, bei beiden Geschlechtern sind dies je nach Stimmung deutlich erkennbar. Sie werden daher auch Stimmungsbänder genannt. Durch die beiden Längsbänder und das Ändern der Körperfarben je nach Stimmung, kann man Chromaphyosemion deutlich von anderen Aphyosemion -Arten unterscheiden.

 

Ernährung:

Erstfutter: Essigälchen, Artemia-Nauplien

Futter: Lebendfutter (Mückenlarven, Daphnien, Drosophila, Grindal, Springschwänze und Tubifex) eventuell Frost- und Trockenfutter

 

 

weitere Bemerkungen:

Killifische: DKG Deutsche Killifisch Gemeinschaft

DKG study group – Chromaphyosemion

facebook: DKG AG Chromaphyosemion

 

 

Quelle

Rudolf Pohlmann

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Franky Zöller
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Franky Zöller

Sehr schöner Beitrag!
Noch eine Frage: Wie groß werden die Tiere? Wahrscheinlich so wie die anderen Chromaphyosemion-Arten, aber wäre trotzdem gut, es noch einmal zu lesen.

Rudolf Pohlmann
Gast

Die Größe ist wie bei den meisten Chromaphyosemion etwa 5 cm, nur bei den Chromaphyosemion riggenbachi können einige Populationen bis 8 cm groß werden. Einige Chromaphyosemion können die Flossenspitzen lang ausziehen (wenn sie nicht von anderen gekappt werden), so dass sich die Gesamtlänge um etwa 2 cm verlängert.

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