Artboard 62
Hemigrammus cf. levis Gold

Hemigrammus cf. levis Gold

Hemigrammus cf. levis Gold

Synonym:

Herkunft:

Brasilien

Beschreibung:

Goldsalmler sind nicht leicht zu bestimmen. Die Goldfärbung ist eine Hautreaktion auf einen an sich harmlosen Parasitenbefall. Fressen Salmler den mit den Eiern des Parasiten – eines Wurms – befallenen Kot eines fischfressenden Vogels, so schlüpfen im Darm das Fisches Wurmlarven, die sich in der Muskulatur einkapseln und dort in ein inaktives Stadium fallen. Ihre Anwesenheit bewirkt die Bildung eines goldglänzenden Farbstoffes in der Haut des Fisches. Dadurch wird der Fisch für Fressfeinde leichter erkennbar und die Chance für den Wurm, in den Endwirt – einen fischfressenden Vogel – zu gelangen, steigt. Wenn der befallene Fisch wirklich von einem Vogel gefressen wird, erwachen die Larven, entwickeln sich zum geschlechtsreifen Wurm, produzieren Eier, die mit dem Vogekot ausgeschieden werden, und der Kreislauf schließt sich. Werden die goldglänzenden Fische nicht gefressen, so haben sie gegenüber ihren normal gefärbten Artgenossen keinen Nachteil und erreichen, wie man aus Aquarienbeobachtungen seit Jahrzehnten weiß, auch das gleiche Alter.
Zunächst kannte man nur einen Goldsalmler, nämlich Hemigrammus rodwayi, dessen Goldvariante als Hemigrammus armstrongi irrtümlich als eigene Art beschrieben wurde. Weil der Goldglanz viele für die Artbestimmung wichtige Zeichnungselemente überdeckt, ist die Artbestimmung so schwierig. Heute kennt man von einer großen Anzahl verschiedenster Salmlerarten auch eine Goldform, wobei es sich bei den meisten Arten um Einzelexemplare handelt.
Glaser erhielt nun aus Brasilien, große, rund 4-5 cm lange Goldsalmler, die sie auch zunächst nicht einordnen konnten. Die Körperform und die Tatsache, dass die Männchen Häkchen an der Afterflosse haben, mit denen sie im Netz hängen bleiben können, sprechen für die Gattung Hemigrammus. Bei bestimmtem Lichteinfall erkennt man ein Leuchtband, ähnlich wie beim Glühlichtsalmler, Hemigrammus erythrozonus. Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung zeigten die Tiere eine charakteristische Schwanzflossenzeichnung, wie sie für die Art Hemigrammus levis bekannt ist. Auch wenn sich hinter diesem Namen vermutlich mehrere, sehr ähnliche Arten verstecken, sind damit die Möglichkeiten der Bestimmung am lebenden Tier erschöpft.
Hemigrammus levis wird etwa 5 cm lang und ist ein friedlicher Schwarmfisch, vergleichbar dem Rotkopf-Salmler.

Temperatur:
pH:
KH:
GH:
Leitwert:
 
 

Ernährung:

Besonderheiten:

Quelle: Aquarium Glaser

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