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Xiphophorus hellerii – Schwertträger

Quelle Willi Heidbrink FA Honer

Herkunft

Nord- und Zentralamerika

Lebensraum

Flüsse und Bäche

Beschreibung

Hochzuchten der Urform, des grünen Schwertträgers, wurden allesamt mit anderen lebendgebärenden Zahnkarpfen gekreuzt. Hier wären der Platy, Xiphophorus maculatus sowie der Papageienplaty, Xiphophorus variatus zu nennen. Die Wildform ist bereits recht farbenprächtig, bei den Hochzuchten wurde versucht, die Farbgebungen zu stabilisieren. Typische Farben sind Rot, Weiß und Gelb wobei sich beim Schwertträger nicht viele Grenzen finden lassen. Häufig beginnt jedoch hinter den Augen ein Längsstreifen bis zur Schwanzflosse. Fließende oder prompte Farbübergänge oder gefleckte Bereiche sind zu finden. Sie werden 12 bis 15 cm groß

Weibchen können 20 bis über 150 Jungtiere gebären, die Nachzucht ist sehr einfach. Wer ein Gesellschaftsbecken hat, sollte schauen, ob sich der Schwertträger vielleicht mit anderen lebendgebärenden Zahnkarpfen der Gattungen Schwertträger und Platys kreuzen wird oder er sollte nur die schönsten Exemplare im Becken lassen. Die Spermien der Männchen bleiben nach einer Befruchtung für Monate aktiv und genügen einem Weibchen für mehrere Würfe. Ein Wurf alle vier Wochen ist keine Seltenheit aber die Schwertträger fressen ihre Nachkommen. Die Weibchen sollten vor der Geburt in ein Nachzuchtbecken und dann wieder zurück gesetzt werden oder es sollten Laichroste aufgestellt werden.

Der Schwertträger hat eine Besonderheit: Es gibt wenige Männchen, die wie Weibchen aussehen und sozusagen Spätzünder sind. Die Weibchen (seltener auf Fotos zu sehen) haben sozusagen gewöhnliche Fischkörper, die Männchen verlängern jedoch den unteren Teil der Schwanzflosse zu dem „Schwert“. Dieses spitz zulaufende Schwert ist länger als der restliche Körper. Bei den Schwertträgern liegen die Erbinformationen für männliche oder weibliche Nachkommen nicht so überschaubar auf den X und Y Chromosomen wie bei Säugern. Deswegen sind je nach Zuchtform Männchen und Weibchen im Verhältnis von 1 zu 1 oder von 1 bis zu 4 möglich. Neben den sich spät zu erkennen gebenden Männchen soll es auch Exemplare geben, die wirklich ihr Geschlecht wechseln, jedoch nur von einem Weibchen zu einem Männchen.

Schwertträger brauchen Beckenlängen von wenigstens einem Meter, da sie bei der Balz sehr aktiv sind und im Kampf Männchen gegen Männchen auch aus dem Wasser springen können. Deswegen sollte eine Aquariumabdeckung verhindern, dass sie aus dem Becken springen. Zudem sollte die Wassertemperatur etwas schwanken ohne die Extremwerte nach unten oder oben zu durchbrechen. Zudem werden Fließgewässer mit reich bepflanzten Abschnitten bevorzugt.

Temperatur: 19- 29°C
pH: 7-8,5
KH:
GH: 25°dGH
Leitwert:
 
Ernährung
 
C, O; LF, TF, Algen, Pflanzliche Zusatzkost
Die Fütterung sollte täglich erfolgen. Als Allesfresser kann dieser Art sowohl pflanzliches Trockenfutter, als auch Frostfutter wie gefrorene Mückenlarven oder Artemia gereicht werden. Um die richtige Menge zu finden, sollte etwa 10 Minuten nach der Fütterung kontrolliert werden, ob die Tiere alles aufgenommen haben, denn durch Futterreste kann die Wasserqualität stark gemindert werden.
 
 Zucht:

Diese Tiere können gut mit anderen friedlichen Arten vergesellschaftet werden, die ähnliche Ansprüche an die Wasserwerte stellen.
 
Besonderheiten
Diese Art ist in vielen Farbvarianten erhältlich, die problemlos gemeinsam gehalten werden können.
 
Weitere Infos zu Schwertträgern
http://www.aquarium-ratgeber.com/fische/lebendgebaerende/schwerttraeger.html
Kreuzt sich mit allen Gattungen der Schwertträgern oder mit Platys:
http://www.aquarium-ratgeber.com/fische/lebendgebaerende/platy.html

 

 

Quelle:
Bernd Silbermann (Silbermann Aquaristik)

Robert Brungert

G. Höner GmbH & Co. KG

 

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