Was bedeuten Leitwert und Dichte des Wassers? Dieser Versuch erklärt es.

Was bedeuten Leitwert und Dichte des Wassers? Dieser Versuch erklärt es.

11 Kids Versuch DichteIn der Aquaristik werden dir oft Angaben zu Leitwert und Dichte des Aquarienwassers begegnen. Aber was ist das eigentlich? Der Leitwert beschreibt alle gelösten Teilchen im Wasser, er misst also die Dichte des Wassers. Jedes gelöste Teilchen Salz, das im Wasser gelöst ist, erhöht diesen Wert. Welche Salze es sind, verrät der Leitwert nicht. Er gibt die Summe aller Salze wie Calcium, Magnesium, Kalium, Sulfate und viele mehr an.

Um das zu verstehen, basteln wir einen Versuch mit einem kleinen Seeungeheuer, der genau das erklärt und die Dichte des Wassers sichtbar macht. Der Versuch erklärt übrigens auch, warum man im Toten Meer so gut oben treibt, ohne sich zu bewegen.

Das brauchst du dafür:

  • ein Stück Styropor
  • ein Messer
  • einen Trinkhalm
  • einen wasserfesten Stift
  • eine kleine Kerze
  • Reißzwecke oder Schrauben
  • ein Glas mit Wasser
  • Salz

Versuchsbeschreibung

Für das Gesicht des Monsters schneiden wir ein rundes Stück aus einem Styroporteil.
Das Monster bekommt mit einem wasserfesten Stift ein Gesicht.
Der Trinkhalm dient als Hals des Monsters und als Verbindungsstück. Wir schneiden ein Stück von dem Trinkhalm ab, stecken es in das Styroporteil und die andere Seite über den Docht der Kerze. Wenn du die Kerze auf die Heizung legst oder mit den Händen erwärmst, geht es etwas leichter.
Damit das Monster später sinkt, beschweren wir es am anderen Ende der Kerze mit Reißzwecken oder kleinen Nägeln.

Wir stellen das Monster in ein Glas mit Wasser, nur der Kopf darf heraus gucken, schwimmt es zu hoch, bringe noch eine Reißzwecke an, sinkt es zu tief, nimmst du eine wieder heraus.
Wenn du nun Salz ins Wasser schüttest, steigt das Monster nach oben. Es schwimmt höher im Glas und streckt den Kopf heraus.

Warum schwimmt das Monster in dem Salzwasser plötzlich oben? Das hängt mit der Form und vor allem mit dem Gewicht im Verhältnis zum Wasser zusammen. Wenn wir Salz ins Wasser geben, erhöht sich die Dichte des Wassers, mehr Teilchen schwimmen im Wasser.

Das Wasser wird durch das Salz schwerer. Im Verhältnis ist das Monster nun leichter, während es im Süßwasser schwerer war und unterging. Dieses Phänomen beschreibt man mit dem Leitwert bzw. der Dichte: Je dichter der Salzgehalt im Wasser ist, desto besser ist der Auftrieb anderer Gegenstände.

Leitwert misst die Dicht des Wassers

Der Leitwert beschreibt alle gelösten Teilchen im Wasser, er misst also die Dichte des Wassers. Jedes gelöste Teilchen Salz, das im Wasser gelöst ist, erhöht diesen Wert. Welche Salze es sind, verrät der Leitwert nicht. Er gibt  die Summe aller Salze wie Calcium, Magnesium, Kalium, Sulfate und viele mehr an.

Fügen wir Salz hinzu, werden viele Teile im Wasser gelöst, die Dichte der Wasserteilchen hat sich um die Salzteilchen erhöht. Man kann sich die im Wasser gelösten Teilchen als kleine Punkte vorstellen, die alle dicht zusammen halten und gegen Gegenstände drücken. Sind mehr Punkte oder Teilchen im Wasser, drücken mehr Teilchen gegen den Gegenstand und haben mehr Kraft.

Auch Mineralien im Wasser erhöhen die Dichte. Das zeigt ein Versuch mit Aufhärtesalzen, das sind Mineralien, mit denen man das Aquarienwasser anreichern kann, wenn man ganz weiches Leitungswasser hat, oder vorher dem Wasser alle Mineralien entzogen hat.

Das beschriebene Phänomen aus dem Versuch kannst du auch im toten Meer beobachten: Dort gelangt aus Zuflüssen Wasser mit Salzgehalt in den Salzsee. Da es im Toten Meer nur Zuflüsse gibt und keine Abflüsse, fließt immer wieder Salzwasser in den See, aber  nicht ab. Das Wasser verdunstet, das Salz bleibt zurück. Die Folge: Der Salzgehalt steigt und steigt, das Wasser wird dichter und schwerer – deswegen kann man mühelos auf dem Rücken liegen, weil das Salz einen trägt.

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