
Knochenzüngler
Silber-Arowana
Osteoglossum bicirrhosum
- Endgröße: bis 120 cm
- Becken: ab 4500 l
- Temperatur: 24-30 °C
- pH-Wert: pH 5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
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Zierfische, Familie Protopteridae
Lepidosiren paradoxa
Lepidosiren paradoxa ist der einzige südamerikanische Lungenfisch und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 125 cm. Der Körper ist langgestreckt und aalähnlich, mit einem deutlich verlängerten Rumpfabschnitt. Die paarigen Flossen sind fadenförmig reduziert und erinnern an tentakelartige Strukturen. Der Kopf ist gedrungen, die Augen relativ klein.
125 cmEndgröße
über 20 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6-8pH-Wert
2-20 dGHGesamthärte
ab 5000 lBeckengröße
Jungtiere zeigen eine kontrastreiche Färbung: schwarz mit leuchtend goldenen Punkten. Bei adulten Exemplaren verblasst diese Zeichnung zu einem weniger kontrastreichen Graubraun.
Im Aquarium zeigt Lepidosiren paradoxa ein ruhiges, überwiegend zurückhaltendes Verhalten. Die Art ist ein obligater Luftatmer und besitzt zwei Lungen: Wird der Oberflächenzugang verwehrt, ertrinkt das Tier. Die Kombination aus extremer Endgröße, einem Beckenbedarf von mehreren Tausend Litern und einer Lebenserwartung von über 20 Jahren macht diesen Fisch zu einem Langzeitprojekt für erfahrene Großfischhalter. Die Art kann bei Störung kräftig beißen.
Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 6,0–8,0, GH 2–20 °dGH.
Beckengröße: Ab 400 cm Kantenlänge, ca. 5.000 Liter für ein ausgewachsenes Exemplar. Systeme unter 1.500 Liter sind für adulte Tiere nicht artgerecht.
Einrichtung: Offene Schwimmflächen mit strukturreichen Randbereichen. Sandiges oder schlammiges Substrat mit tieferen Mulden. Verstecke in Form von großen Höhlen und Wurzelholz. Leistungsfähige, aber nicht übermäßig starke Filterung (Sumpffilter ideal). Die Art bevorzugt stehende bis langsam fließende Wasserbewegung.
Oberflächenzugang: Als obligater Luftatmer muss zwischen Wasseroberfläche und Deckel ein Luftspalt von mindestens 15 cm bestehen. Die Wasseroberfläche darf nicht durch dichte Vegetation blockiert sein.
Sicherheit: Stabiler, engmaschiger Deckel ist Pflicht (Ausbruchssicherung). Beim Hantieren Handschuhe tragen (Bissrisiko).
Die Haltung ist ein langfristiges Spezialistenprojekt mit über 20 Jahren Verantwortung.
Lepidosiren paradoxa ist als Adulttier ein Einzelgänger. Auf engem Raum können Konkurrenz und Stress zunehmen. Kleine, lebhafte Beifische können gestört oder gefressen werden.
Garnelen und Schnecken sind als Mitbewohner ungeeignet.
Mitbewohner sind nur in Systemen von mehreren Tausend Litern möglich: große, robuste südamerikanische Arten wie Doradidae, Cichla oder Arowana.
Lepidosiren paradoxa ist omnivor mit deutlicher Präferenz für tierische Kost. Jungfische fressen Insektenlarven und Schnecken; adulte Exemplare nehmen Garnelen, Muscheln, Regenwürmer und hochwertige Raubfischpellets an. Jungfische täglich füttern; adulte Tiere maximal einmal wöchentlich. Säugetierfleisch und lebende Futterfische vermeiden. Überfütterung verschlechtert die Wasserqualität erheblich.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (Erdbau-Nest). Zuchtschwierigkeit: im Aquarium nicht realisierbar.
Im Aquarium sind bislang keine Nachzuchten dokumentiert. In der Natur laicht die Art während der Regenzeit. Das Männchen legt ein Nest in Form eines tiefen Erdbaus an und entwickelt temporäre kiemenartige Strukturen an den Beckenflossen, die aktiv Sauerstoff an die Eier abgeben. Jungfische besitzen ausgeprägte äußere Kiemen bis die Lungenatmung vollständig ausgebildet ist (ca. 2 Monate).
Lepidosiren paradoxa bewohnt langsam fließende und stehende Gewässer Südamerikas: krautreiche Bäche, Sumpfgebiete sowie Nebenarme und Zuflüsse größerer Flusssysteme. Die Biotope zeichnen sich durch reichlich Vegetation, weiche Substrate und saisonale Schwankungen (Regen- und Trockenzeiten) aus.
Verlässliche äußere Merkmale zur Geschlechtsbestimmung sind nicht bekannt. Männchen entwickeln während der Brutpflege temporäre kiemenartige Strukturen an den Beckenflossen.
Die Art benötigt 24–28 °C, pH 6,0–8,0 und GH 2–20 °dGH. Stabile Wasserqualität mit leistungsfähiger Filterung ist Pflicht.
Nur in sehr großen Systemen mit großen, robusten südamerikanischen Arten wie Doradidae, Cichla oder Arowana. Kleine Fische, Garnelen und Schnecken sind ungeeignet.
Für adulte Tiere ab 400 cm Kantenlänge und ca. 5.000 Liter. Die enorme Endgröße von 125 cm erfordert entsprechend dimensionierte Anlagen.
Omnivor mit Fleischbetonung. Garnelen, Muscheln, Regenwürmer und Raubfischpellets. Adulte Tiere nur einmal wöchentlich füttern.
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