Hier findest du alle Informationen über Zierfische und was ihre Gesunderhaltung betrifft. Sie sind meist die Stars des Aquariums, es sei denn man ist Fan von reinen Pflanzenaquarien oder hält Wirbellose. Aber welche Fische kann man eigentlich in das Becken setzen, und was muss man tun, um sie gesund und glücklich zu erhalten? Wie viele dürfen hinein, und verträgt sich jeder mit jedem?
Da gibt es viel zu wissen!
Unsere Zierfische leben in der Natur in den unterschiedlichsten Gewässern wie Seen, Flüssen, Bächen oder Tümpeln, und sie kommen aus ganz verschiedenen Bereichen der Welt. Somit hat jede Art ihre eigenen Ansprüche an ihre Umwelt, sodass wir bei der Einrichtung unseres Aquariums Faktoren wie Wasserzusammensetzung, Temperatur, Besatzdichte, Artenvielfalt, Sozialstrukturen und Dekoration beachten müssen.
Fischgruppen
Hier findest du für einzelne Gruppen ausführliche Beschreibungen. So kannst du dich über Bereiche informieren, die dich speziell interessieren.

Lebendgebärende Zahnkarpfen
Sie kommen aus Mittelamerika und sind sehr beliebte Aquarienfische. Sie sind robust, vermehren sich willig, sind bunt und haben geringe Ansprüche. Tendenziell mögen sie eher härteres Wasser, auf Grund ihres großen Verbreitungsgebiets muss man hier aber Art für Art recherchieren.
Ananas – Quelle: Höner

Salmler
Die große Gruppe der Salmler umfasst überwiegend Schwarmfische, die aus Südamerika kommen. Einzelne Arten gibt es auch in Afrika. Sie brauchen zumeist wärmeres und weiches Wasser und viele Artgenossen. Viele sind bunt und zeigen schön anzusehendes Imponierverhalten, die Zucht ist jedoch nicht ganz einfach.

Karpfenartige
Zu den Karpfenartigen gehören die in der Aquaristik sehr beliebten Barben und Bärblinge. Sie sind sehr muntere Schwarmfische aus Asien, die meist eher kühlere Temperaturen bevorzugen. Von winzigen Boraras bis zu riesigen Rotstrichbarben ist für jede Beckengröße etwas dabei. Die Ansprüche an die Wasserparameter variieren je nach Art, die „gebräuchlichen“ lassen sich aber gut in normalem Leitungswasser halten.
Keilfleckbarbe

Welse
Zu der Ordnung der Welse gehören so unterschiedliche Tiere wie der winzige Otocinclus bis zum riesigen europäischen Flusswels. In der Aquaristik sind besonders die südamerikanischen Arten beliebt, die sich grob in zwei Gruppen aufteilen: Harnischwelse mit „Saugmaul“ und Panzerwelse mit „Bartelmaul“. Auch einige meist asiatische Welse mit langen Barteln werden in Aquarien gepflegt. Welse sind zumeist genügsam, haben aber je nach Herkunft unterschiedliche Bedürfnisse.
Foto: Aquarium Glaser – Frank Schäfer

Labyrinth- / Fadenfische
Die meisten Labyrinthfische stammen aus Asien, nur einige Arten hat es beim Auseinanderdriften der Kontinente nach Afrika geführt. Sie können über das Zusatzorgan „Labyrinth“ Luft atmen. Das führte zu einer Lebensweise, die sich überwiegend an der Wasseroberfläche abspielt. Sie sind mehr oder weniger friedlich, es gibt aber zahlreiche Arten, die sich gut für das Gesellschaftsbecken eignen. Sie warten mit bunter Schönheit und sehr interessantem Brutverhalten auf.
Foto: Aquarium Glaser – Frank Schäfer

Zwergbuntbarsche
Die Familie der Buntbarsche umfasst über 900 Arten und ist damit eine der größten und zugleich vielfältigsten Fischfamilien. Besonders interessant an ihnen ist ihr Brutpflegeverhalten. Sie kommen überwiegend aus Afrika und Asien, wobei sich einige Arten erstaunlich ähnlich sehen (zum Beispiel der amerikanische und der afrikanische Schmetterlingsbuntbarsch). Sie bevorzugen wärmere Haltung. Die meisten sind recht friedlich und können vergesellschaftet werden, außerdem präsentieren sie, wie der Name schon sagt, oft spektakuläre Farben und Flossenformen.
Bild: Ingo Seidel

Eierlegende Zahnkarpfen – „Killifische“
Killifische, auch „eierlegende Zahnkarpfen“ genannt, sind mit den lebendgebärenden Zahnkarpfen, also Guppy und Co. verwandt. Sie haben jedoch eine andere Methode der Nachwuchssicherung entwickelt. Viele Fische dieser Gruppe legen harte, dauerhafte Eier, teilweise im Bodengrund, die eine Trockenphase überdauern können und teilweise sogar müssen. Neben Saisonfischen, die eine sehr kurze Lebensdauer haben, gibt es aber auch Killifische, die ganz normal im Gesellschaftsbecken gehalten werden können und mehrere Jahre alt werden. Sie sind oft fantastisch bunt, können bedingt vergesellschaftet werden und weisen teils besondere interessante Körperformen auf.
Bild: Aquarium Glaser

Diskus
Der Diskusfisch gehört zur Gattung der Buntbarsche und kommt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet in Südamerika. Der „König der Süßwasseraquaristik“ ist allerdings zum einen ein großer Fisch, der entsprechend große Aquarien benötigt, und zum anderen auch nicht ganz einfach zu halten. Vor der Anschaffung unbedingt informieren, nachfolgend findest du detaillierte Haltungsanleitungen.

Channa
Schlangenkopffische sind urtümliche, wuchtige Fische mit markanten langen Flossensäumen und dem namensgebenden schlangenartigen Gesicht. Es sind interessante Spezialisten, die sich auf Grund ihrer Größe, ihres Verhaltens und der räuberischen Ernährung nicht gut zur Vergesellschaftung eignen, im Artbecken aber umso interessantere intelligente Mitbewohner sind, die teils sogar ihren Pfleger persönlich erkennen.
Foto: Aquarium Glaser – Frank Schäfer

Hechte/Halbschnäbler
Die Familie der Hemirhamphidae, auch Halbschnabelhechte genannt, ist ebenfalls lebendgebärend, jedoch nicht mit den Lebendgebärenden Zahnkarpfen verwandt. Sie bestechen mit einer besonderen Körperform, viele haben auch schöne Farben zu bieten.
Foto: Aquarium Glaser – Frank Schäfer

Bärblinge – Danio, Devario & Co.
Eine große und bekannte Gruppe der Zierfische sind Barben und Bärblinge. Sie sind genügsam, munter, bunt und viele lassen sich auch im ungeheizten Becken halten, was sie zu Pionieren der frühen Aquaristik machte. Die meisten sind Schwarmfische und warten mit interessantem Verhalten auf. Mit Barben wird es nicht langweilig. Ihre Quirligkeit setzt allerdings auch der Vergesellschaftung Grenzen – ruheliebende Mitbewohner werden leicht durch sie gestört.

Schmerlen und Dorngrundeln
Die „Cobitidae“ sind eine recht kleine Fischfamilie mit nur etwa 100 Arten, sie sind alle im Süßwasser der alten Welt beheimatet. Sie sind bodenorientiert und es gibt sie in verschiedensten Größen, von winzigen Zwergschmerlen bis zu den bekannten sehr groß werdenden Prachtschmerlen. Viele sind Gruppentiere, einige aber auch zänkische Einzelgänger.

Regenbogenfische / Ährenfische und Blauaugen
Große, bunte Schwarmfische findet man in der Gruppe der Regenbogenfische, die in Australien und umliegenden Ländern beheimatet sind. Ihre eigenwillige Form fällt sofort auf – hochrückig und mit breiten unpaarigen Flossen, oft mit schillernden Farben kommen sie daher. Die kleineren Blauaugen bestechen mit fantastischen Mustern und Farben und einige mit spektakulär ausgezogenen Flossen.

Gartenteichfische
Aquaristik endet nicht an der Haustür – auch die Bewohner des Gartenteichs wollen wir erwähnen. Bunt und zutraulich sind viele, bekannt sind die groß werdenden Koi. Es gibt aber auch spannende einheimische Fische für den Gartenteich. Eine Kurzübersicht über Goldfisch und Co. findest du hier.
Text: Tropica, ZZF, Laura Heidbrink
Lesezeit: etwa 5 Minuten
Die Kapitel
Besatzwahl
Wer soll bei dir einziehen, wer verträgt sich, welche Voraussetzungen müssen im Aquarium für den Wunschbesatz gegeben sein. Hier findest du die wichtigen Informationen, die du dir anlesen solltest, bevor du dir Fische zulegest.

Verbreitungskarte und Fischentwicklung in der Erdgeschichte
Wo kommen die Pfleglinge eigentlich her? Warum sind sie so auf der Welt verteilt? Was sind Familien, Gattungen, Arten? Hier erklären wir die Hintergründe. Auf unserer Verbreitungskarte kannst du dich bequem durchklicken und bekommst eine tolle Übersicht, welche Fische sich in der Natur begegnen könnten, und welche auf völlig entgegengesetzten Erdteilen leben.

Eingewöhnung von Aquarientieren
Du hast dir die Fische ausgesucht und willst in den Laden gehen und sie kaufen. Was solltest du beachten, und wie ziehen die neuen Bewohner möglichst schonend bei dir ein? Hier wird’s erklärt.

Pflege für ein gesundes Fischleben
Damit die Fische gesund und glücklich sind, muss eine angemessene Pflege sein. Hier fassen wir die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gibt, zusammen.

Ernährung bei Fischen
Fische brauchen Futter. Aber welches eigentlich? Kann man allen Fischen das gleiche geben? Was ist FD Futter? Wie reicht man Frostfutter am besten? Warum gibt es Flocken, Granulat und Tabletten? Was genau ist darin enthalten? Hier findest du alle Antworten zum Thema Fischernährung.

Wahrnehmung bei Fischen
Was bekommen unsere Fische eigentlich von der Außenwelt mit? Mit welchen Sinnen sind sie ausgestattet? (Spoiler: Mehr als wir!)
Zucht
Unsere Zierfische verbringen meist ihr ganzes Leben bei uns. Wir kaufen sie als Jungtier, sie werden erwachsen, erfreuen sich hoffentlich eines langen und glücklichen…

Wie alt werden Fische?
Wie alt werden Zierfische? Welche äußere Einflüsse gibt es auf das Alter?

Algenfresser – nützliche Helfer im Aquarium
Hier findest du eine Auswahl verschiedener Algenfresser, die allesamt eine Bereicherung für jedes Gesellschaftsbecken darstellen. Da nicht alle Algenfresser gleich produktiv sind, einige auch…





















