
Harnischwelse
Struppiger Haischilderwels (L 108)
Aphanotorulus horridus
- Endgröße: bis 22 cm
- Aquarium: ab 600 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittelschwer
Einzelgänger, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Leopard-Schilderwels (Aphanotorulus ammophilus, L094/L123) ist ein mittelgroßer Harnischwels aus der Familie Loricariidae mit bis zu 20 cm Gesamtlänge (ca. 16 cm SL). Der Grundkörper ist hell bis gelblich-weiß und mit zahlreichen dunklen Punkten übersät, die sich über den gesamten Körper und die Flossen erstrecken; der Bauch ist unpigmentiert.

bis 20 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Der Körperbau ist typisch für schildertragende Harnischwelse: abgeflachter Kopfbereich, breiter Rumpf mit starren Platten und ein kräftiger Schwanzstamm. Die Mundpartie ist als Saugrüssel ausgebildet. Im Aquarium zeigt der Leopard-Schilderwels ein ruhiges, bodenorientiertes Verhalten. Er verbringt viel Zeit auf Sand oder feinem Substrat und sondiert den Bodengrund nach Aufwuchs und Futter. Tagsüber sucht er oft Unterschlupf in Höhlen, zwischen Wurzeln oder unter flachen Steinen. Der Artname „ammophilus“ bedeutet wörtlich „sandliebend“ – die Bindung an sandige Substrate ist artprägend. Geschlechtsreife Männchen entwickeln markante Odontoden am hinteren Körperbereich.
Wasserwerte (Aquarium): Temperatur 25–29 °C, pH 6,5–7,5, GH 2–15 dGH. Mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter. Feiner bis mittelfeiner Sand als Substrat ist Pflicht – die Art ist sandliebend. Reichlich Höhlen (Ton- oder Natursteinhöhlen, Wurzeln, Keramikunterstände), Wurzelholz und flache Steine. Wurzelholz dient als Aufwuchsfläche und muss im Becken vorhanden sein. Mäßige bis starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung sind wichtig. Kupferhaltige Medikamente sind für Loricariidae gefährlich und dürfen nicht eingesetzt werden. Aphanotorulus ammophilus ist eine Art für erfahrene Aquarianer, die ein gut strukturiertes Becken mit sandigem Substrat, starker Strömung und hoher Sauerstoffversorgung bieten können.
Aphanotorulus ammophilus kann in kleinen Gruppen oder als Einzeltier gehalten werden. Die Art ist im Allgemeinen friedlich gegenüber anderen Arten, kann jedoch gegenüber Artgenossen oder ähnlich aussehenden Welsen territorial reagieren, besonders wenn Höhlen knapp sind. Männchen verteidigen in der Fortpflanzungszeit Bruthöhlen intensiv. Sehr kleine Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden, adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert. Bodenbewohner wie Corydoras sind verträglich, solange Platz und Höhlen ausreichend sind. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine bis mittelgroße Buntbarsche aus dem Orinoco-Einzugsgebiet. Ausreichend Höhlen müssen vorhanden sein.
Aphanotorulus ammophilus ist ein Aufwuchsfresser mit omnivorer Tendenz. Im Aquarium: pflanzliche Grundernährung mit Algen-Wafers, sinkenden Tabletten und frischem Gemüse (Zucchini, Gurke). Wurzelholz als Aufwuchsfläche ist Pflicht im Becken. Ergänzend proteinreiches Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia und Krill. Ausreichend Nahrung muss am Boden ankommen, da die Art primär bodenorientiert frisst.
Für Aphanotorulus ammophilus liegen keine dokumentierten Zuchtberichte aus Aquarienhaltung vor. Die Art wird als Höhlenlaicher eingeschätzt – Männchen bewachen vermutlich die Eier in einer geschützten Höhle. Dies basiert auf Gattungsmerkmalen und nicht auf bestätigten Zuchtberichten. Konditionierungshinweise (basierend auf verwandten Arten): Reichhaltige Fütterung mit proteinreichen Futtermitteln und Simulation einer Regenzeit durch Wasserwechsel und Erhöhung der Strömung. Sehr lange Höhlen und weiches Wasser werden für potenzielle Zuchtversuche empfohlen. Die Zucht ist als sehr schwierig bis undokumentiert einzustufen.
Aphanotorulus ammophilus stammt aus dem Einzugsgebiet des Río Orinoco in Venezuela, insbesondere aus Flüssen wie Río San Carlos, Río Portuguesa und Río Apure. Die Tiere bewohnen flache, fließende Weißwasserbäche und Flussabschnitte im unteren Vorland des Orinoco-Beckens. Typisch sind sandige oder leicht felsige Bodengründe – die Art hat eine starke Präferenz für sandigen Untergrund. Das Habitat ist durch mäßige bis starke Strömung, sauberes, sauerstoffreiches Wasser und strukturelle Elemente wie verstreute Steine und Wurzeln gekennzeichnet.
Männchen entwickeln in Fortpflanzungsbereitschaft sehr ausgeprägte, borstenartige Odontoden, die sich über den gesamten hinteren Körperteil sowie die Flanken hinter der Rückenflosse erstrecken. Diese Odontoden sind lang und nadelartig und dienen der Revier- und Paarungsverteidigung. Weibchen bleiben deutlich glatter und wirken fülliger im Bauchbereich.
Die empfohlenen Werte sind Temperatur 25–29 °C, pH 6,5–7,5 und GH 2–15 dGH. Die Art stammt aus Weißwasserhabitaten des Orinoco-Beckens und bevorzugt wärmere Temperaturen.
Ja, mit südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen bis mittelgroßen Buntbarschen aus derselben Region. Ausreichend Höhlen müssen vorhanden sein.
Dokumentierte Zuchtberichte aus Aquarienhaltung liegen nicht vor. Die Art wird als Höhlenlaicher eingeschätzt. Die Zucht ist als sehr schwierig bis undokumentiert einzustufen.
Als Aufwuchsfresser mit omnivorer Tendenz benötigt er pflanzliche Kost wie Algen-Wafers und Gemüse, ergänzt durch proteinreiches Frostfutter. Wurzelholz dient als zusätzliche Nahrungsquelle und ist Pflicht im Becken.
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