Aphyocharax anisitsi

Deutscher Name: Rotflossensalmler

Herkunft:
Argentinien, Brasilien, Südamerika, Surinam
Farben:
grün, rot, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Aphyocharax anistisi
Gattung: Aphyocharax
Familie: Characidae

Beschreibung

Aphyocharax anisitsi ist ein bis zu 5,5 cm großer, stämmig gebauter Salmler aus Südamerika mit glänzend silberner bis champagnerfarbener Grundfärbung und einem feinen grünlich-bläulichen metallischen Schimmer. Namensgebend sind die intensiv roten bis rötlich-orangen unpaaren Flossen (Rücken-, After-, Fett- und Schwanzflosse), die dem Rotflossensalmler ein lebhaftes Erscheinungsbild verleihen. Im Aquarium zeigt der Rotflossensalmler ein sehr lebhaftes, aktives Schwarmverhalten. Die Tiere bewegen sich in größeren Gruppen dynamisch durch den Beckenvorder- und Mittelbereich. In zu kleinen Gruppen oder bei Unterbeschäftigung können sie an empfindlicheren, langsamer schwimmenden oder langflossigen Mitbewohnern Flossenbeißen zeigen. Als subtropische Art verträgt Aphyocharax anisitsi auch kurzzeitige Temperaturabsenkungen, die eine natürliche Überwinterung simulieren und sich positiv auf Vitalität und Laichbereitschaft auswirken können. Die Art ist als Springer bekannt – eine lückenlos schließende Abdeckung ist unbedingt erforderlich.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Intensiv rote Färbung der unpaaren Flossen (Rücken-, After-, Fett- und Schwanzflosse)
  • Stark ausgeprägter Schwarmfisch mit hoher Aktivität
  • Laichräuber: Eier und Larven werden von den Eltern gefressen
  • Verträglich mit Schnecken und größeren Garnelen; Junggarnelen gefährdet
  • Toleriert kurzzeitige Temperaturabsenkungen (subtropische Art)
  • Sehr sprungfreudig: lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht
  • Neigung zum Flossenbeißen bei zu kleinen Gruppen

Vergesellschaftungshinweise

Aphyocharax anisitsi ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6 Tieren gehalten werden. In dieser Gruppengröße zeigt die Art ihr natürliches Schwarmverhalten und wirkt am lebhaftesten. Kleinere Gruppen führen häufig zu Unruhe, Rangstreitigkeiten und zum Zupfen an den Flossen langsamerer Nachbarn. Das Temperament ist grundsätzlich friedlich und aktiv. Während der Fortpflanzungszeit treten intensive Laichaktivitäten auf; die Eltern fressen in der Regel eigene Eier und Larven. Größere Garnelen (Amano) und Schnecken werden toleriert. Bei Zwerggarnelen (Neocaridina) ist Junggarnelen-Nachwuchs gefährdet. Panzerwelse (Corydoras) sind unproblematisch. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche derselben Region. Langflossige, langsame Fische mit Vorsicht kombinieren (Flossenbeißen möglich). Ostafrikanische Hartwasserbuntbarsche (Malawi, Tanganjika) sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

W: insgesamt fülliger, besonders zur Laichzeit. M: schlanker, entwickeln zur Paarungszeit feine Häkchen an den Strahlen der Afterflosse sowie ausgeprägte Kiemendrüsen. Bei Männchen kann die Flossenfärbung während der Balz intensiver wirken.
Größe: ca. 5,5 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 18-28 °C, pH 6,0-8,0, GH 5-19 dGH. Die Art ist robust und anpassungsfähig. Beckengröße: ab 80 cm Kantenlänge, 112 Liter. Das Becken sollte eher lang als hoch dimensioniert sein, um längere Schwimmstrecken zu ermöglichen. Sand oder feiner Kies als Bodengrund; ein dunkler Untergrund hebt die Farben hervor. Offene Schwimmzonen mit dicht bepflanzten Randbereichen kombinieren. Feinfiedrige Pflanzen wie Javamoos, Wurzelholz als Verstecke. Mäßige Strömung, gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel. Lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht, da die Art sehr sprungfreudig ist. Kurzfristige Absenkungen auf etwa 19 °C können natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern. Der Rotflossensalmler ist ein robuster, pflegeleichter Schwarmfisch, der bei abwechslungsreicher Ernährung und sauberen Wasserbedingungen seine Farbenpracht und sein aktives Verhalten lange zeigt.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,0-8,0
Temperatur:
18-28 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Aphyocharax anisitsi ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und mittelschwer. Zuchtwasser: Temperatur 24-28 °C, pH 6,0-7,0, GH max. 12 dGH. Für das Ablaichen empfiehlt sich ein abgedunkeltes Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen oder Javamoos sowie einem Laichrost zum Schutz der Eier. Konditionierung mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter (Artemia, schwarze Mückenlarven). Das Ablaichen erfolgt meist in den frühen Morgenstunden. Gelegegröße: 700-800 Eier. Inkubation: ca. 20-25 Stunden bei 24-26 °C. Die Larven verbleiben einige Tage am Dottersack; nach 4-5 Tagen schwimmen die Jungfische frei. Erstfutter: Infusorien, Rädertierchen, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Elterntiere müssen nach dem Ablaichen entfernt werden (Laichräuber). Zuchtschwierigkeit: mittel.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser mit Tendenz zur Fleischkost. In der Natur ernährt sich die Art von Würmern, kleinen Insekten und Kleinkrebsen. Im Aquarium: hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter als Basis, regelmäßig ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops und schwarze Mückenlarven. Abwechslungsreiche Fütterung fördert Farbintensität und Kondition. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
über 10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Aphyocharax anisitsi kommt im südamerikanischen Einzugsgebiet des Río Paraná vor. Die Verbreitung umfasst Teile Argentiniens, Brasiliens, Paraguays und Uruguays. In der Natur bewohnt die Art klare, gut sauerstoffreiche Gewässer mit mäßiger Strömung, aber auch ruhigere Überschwemmungsgebiete und Nebengewässer. Bevorzugte Standorte sind Bereiche mit dichter Ufervegetation und Schwimmpflanzen. Das Substrat variiert von Sand bis feinem Kies.

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Hallo,
das ertse Bild von Markus Kaluza ist ein Glassalmler.
Es sollte nicht gezeigt werden.
MfG
RL

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