Danke für den Artikel. Habe vier Tiere und es geht ihnen prächtig. Man sollte den Tieren aber wirklich mindestens 1,20 m Kantenlänge geben. Die schwimmen den halben Tag hin und her.
Zierfische, Familie Botiidae
Netzschmerle Botia almorhae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Botia almorhae, die Netzschmerle, ist ein bodenbewohnender Süßwasserfisch aus der Familie Botiidae. Die Art stammt aus dem Ganges-Becken in Nordindien und Nepal. Die Grundfärbung ist silbergrau bis golden, überzogen von einem dunklen, netzartigen Muster. Jungtiere zeigen kontrastreichere Netzmuster, die im Alter verblassen oder sich in breitere Flecken umwandeln können.
- Schwierigkeit: Mittel
- Schwarm
- Friedlich
- Kupferempfindlich

bis 15,5 cm SLEndgröße
bis 16 JahreLebenserwartung
19-27,5 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Die gut entwickelten Barteln im Maulbereich dienen der Nahrungssuche im Substrat. Die Art erreicht bis zu 15,5 cm SL. Im Aquarium zeigen Netzschmerlen eine ausgeprägte Bodenorientierung und sind permanent aktiv auf Nahrungssuche. Sie halten sich überwiegend im unteren Drittel des Beckens auf und bilden in Gruppen komplexe soziale Interaktionen mit klarer Hackordnung. Botia almorhae ist ein bekannter Schneckenjäger und braucht zum Schutz der empfindlichen Barteln bevorzugt feinen Sand, ersatzweise feinen abgerundeten Kies; scharfkantiges Substrat ist auszuschließen. Eine Zucht im Heimaquarium ist nicht dokumentiert; aus der Forschung liegt eine hormoninduzierte Zuchtstudie vor.
Haltung und Pflege
Wasserwerte: Temperatur 19 bis 27,5 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5, GH 2 bis 12 dGH. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 240 Liter) für eine Gruppe von sechs bis acht Tieren. Einrichtung: Zahlreiche Verstecke aus Wurzeln, Höhlen und Steinaufbauten. Substrat aus feinem Sand oder abgerundetem Kies zum Schutz der Barteln. Teilweise beschattete Bereiche, mäßige bis stärkere Strömung. Pflanzen gut verankert. Kurzfristige Temperaturabsenkungen auf 19 bis 21 Grad Celsius können saisonales Verhalten stimulieren. Botia almorhae ist eine Art für Aquarianer mit mittlerer Erfahrung.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Botia almorhae ist ein Gruppenfisch. In der Haltung haben sich Gruppen ab sechs bis acht Tieren bewährt, sechs oder mehr sind besser. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine Rangordnung mit Reibereien und kurzen Rangstreitigkeiten; bei ausreichend Platz und genügend Verstecken bleibt das im normalen Rahmen. Einzelhaltung ist nicht artgerecht. Als Mitbewohner eignen sich robuste Arten, die weder langflossig noch ausgeprägt scheu sind. Die Verträglichkeit ist im Einzelfall zu prüfen und hängt nicht von der Herkunftsregion des Beifisches ab.
Ernährung
Botia almorhae ist ein Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost. Sinkende Pellets oder Tabletten für Bodenfische, Frost- und Lebendfutter (Mückenlarven, Artemia, Cyclops, Tubifex). Netzschmerlen jagen aktiv Schnecken. Pflanzliche Kost: Spirulina, blanchierte Zucchini oder Gurke.
Zucht
Fortpflanzungstyp: eierlegend mit äußerer Befruchtung. Eine Nachzucht im Heimaquarium ist nicht dokumentiert. Aus der Forschung liegt eine Zuchtstudie mit hormoneller Induktion vor; daraus lässt sich keine allgemeine kommerzielle Vermehrungspraxis ableiten. In der Natur setzen Aufwärtswanderungen während der Monsunzeit die Laichaktivität in Gang.
Natürlicher Lebensraum
Botia almorhae stammt aus dem Himalaya-Vorland Südasiens; die aktuelle taxonomische Autorität nennt Pakistan, Indien, Bhutan und Nepal. Ältere Quellen fassen das Gebiet enger und nennen nur das Ganges-Becken in Nordindien und Nepal. Besiedelt werden Bergbäche und Flussbereiche mit felsigem oder kiesigem Substrat, dazu ruhige Uferbereiche und Pools mit Verstecken aus Wurzeln und Steinen. Während der Monsunzeit finden Aufwärtswanderungen zur Laichaktivität statt.
Geschlechtsunterschiede
Subtil. Weibchen sind fülliger mit runderem Bauch, besonders bei Laichansatz. Männchen sind schlanker und oft farbintensiver. Eine rötliche Färbung an Barteln und Maulbereich wird gelegentlich beschrieben, konnte in der herangezogenen Quelle aber nicht bestätigt werden.
Gut zu wissen
- Aktive Schneckenjäger; nützlich gegen Schneckenprobleme
- Empfindliche Barteln: Sand ist zu bevorzugen, feiner abgerundeter Kies ist möglich; scharfkantiges Substrat ausschließen
- Ausgeprägtes Sozialverhalten mit Hierarchien in Gruppen
- Bodenbewohner, gräbt und durchwühlt Substrat regelmäßig
- Hohe Aktivität kann ruhige oder langflossige Beifische stressen
- Sprungrisiko gering; Abdeckung dennoch empfehlenswert
- Zucht im Heimaquarium nicht dokumentiert; kommerziell hormoninduziert
- Aufrichtbarer Dorn unter dem Auge: beim Fangen kein engmaschiges Netz verwenden, die Tiere verhaken sich darin und verletzen sich
- Schuppenarm und dadurch empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten: Dosierung nur mit äußerster Vorsicht
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht die Netzschmerle?
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 19 bis 27,5 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5 und GH 2 bis 12 dGH.
Kann man die Netzschmerle vergesellschaften?
Ja, mit robusten Arten, die weder langflossig noch ausgeprägt scheu sind. Die Netzschmerle ist lebhaft und kann ruhige Beifische stressen. Die Verträglichkeit ist im Einzelfall zu prüfen; die Herkunftsregion des Beifisches ist dafür kein Maßstab.
Kann man die Netzschmerle im Aquarium züchten?
Eine Zucht im Heimaquarium ist nicht dokumentiert. Aus der Forschung liegt eine Zuchtstudie mit hormoneller Induktion vor. Eine allgemeine kommerzielle Nachzuchtpraxis lässt sich daraus nicht ableiten.
Was frisst die Netzschmerle?
Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost. Sinkende Pellets, Frostfutter, Mückenlarven, Artemia und Tubifex. Aktive Schneckenjäger. Ergänzend pflanzliche Kost.
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Fragen und Erfahrungen
3 Kommentare, der letzte vom 13. August 2018
Michael silvia flugel vielen dank für die inter resanden seite habe die erst neu im becken
und habe sechs stück davon
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