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Zierfische, Familie Botiidae

Leiterschmerle Botia sp. „Galaxy“

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Leiterschmerlen der Gattung Botia (Familie Botiidae) zeigen einen gedrungenen, seitlich leicht abgeflachten Körper. Die Grundfärbung variiert je nach Art zwischen gelblichen, goldenen und grauen Tönen; darüber liegen charakteristische dunkle Bänder, netzartige Muster oder Y-förmige Zeichnungen. Die Barteln im Kopfbereich sind empfindlich und dienen der Nahrungssuche im Substrat.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 12 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 19-27 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 250 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigen Botia-Schmerlen ein lebhaftes, neugieriges Verhalten als aktive Bodenfische. Als besonders soziale Tiere bilden sie in Gruppen komplexe Hierarchien. Viele Arten sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Botia-Arten stammen aus Nordindien und Bangladesch (Ganges- und Brahmaputra-System). Die größte Art der Gattung (B. rostrata) erreicht etwa 11 bis 12 cm SL. Feines Sandsubstrat ist zum Schutz der empfindlichen Barteln notwendig.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 19 bis 27 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5, GH 2 bis 12 dGH. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 250 Liter) für die größte Art (B. rostrata). Kleinere Arten können in entsprechend kleineren Becken gehalten werden. Einrichtung: Feiner Sand oder abgerundeter Kies als Bodengrund zum Schutz der Barteln. Zahlreiche Verstecke aus Wurzelholz, runden Steinen und Höhlen. Teilweise beschattete Bereiche und mäßige Strömung. Pflanzen gut verankert. Mehrere kleine Fütterungen täglich. Die Gattung Botia ist für Aquarianer mit mittlerer Erfahrung.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Botia sind Gruppenfische. Mindestgruppe ab sechs bis acht Tieren, empfohlen 6 oder mehr. Bei B. rostrata idealerweise 10 oder mehr Tiere. Innerhalb der Gruppen entwickeln sich komplexe Rangordnungen und Sozialstrukturen. Das Temperament ist friedlich, jedoch sehr lebhaft und neugierig. Botia-Arten können durch ihre Aktivität ruhigere, scheuere Beifische belasten. Garnelen sind für Botia ungeeignet, da kleine Zwerggarnelen aktiv gefressen werden. Schnecken werden von vielen Arten effizient bejagt. Als Beifische sind südasiatische Arten zu bevorzugen: Rasboras, friedliche Schmerlen, mittelgroße ruhige Schwarmfische aus dem Ganges-Einzugsgebiet. Afrikanische Cichliden sind ungeeignet.

Ernährung

Botia sind Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost. In der Natur dominieren Weichtiere (Schnecken, Muscheln), Insektenlarven und Würmer. Im Aquarium: sinkende Pellets, Frostfutter (Mückenlarven, Tubifex, Artemia), Welstabletten sowie pflanzliche Ergänzungen wie Gurke oder blanchierter Spinat.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Eierlegend. Zucht im Heimaquarium nicht dokumentiert. Kommerzielle Nachzuchten basieren vorwiegend auf hormoneller Induktion. Natürliche Laichtrigger sind nicht bekannt.

Natürlicher Lebensraum

Die natürlichen Vorkommen der Gattung Botia liegen in Nordindien und Bangladesch, in den Einzugsgebieten des Ganges und Brahmaputra sowie Nebenflüssen in Assam und Arunachal Pradesh. Die Arten besiedeln Flussbereiche mit kiesig-felsigem Substrat, ruhige Uferbereiche und Pools mit mäßigen Strömungen und zahlreichen Versteckmöglichkeiten.

Geschlechtsunterschiede

Subtil. Weibchen sind in der Regel fülliger, besonders bei Laichbereitschaft. Männchen zeigen gelegentlich eine leicht verlängerte Schnauze und dickere Lippen. Sichere Geschlechtsbestimmung am besten durch Vergleich mehrerer adulter Tiere.

Gut zu wissen

  • Ausgeprägtes Schwarmverhalten und komplexe soziale Hierarchien
  • Bodenbewohner mit empfindlichen Barteln; weiches, abgerundetes Substrat notwendig
  • Viele Arten nacht- oder dämmerungsaktiv
  • Viele Arten sind effiziente Schneckenfresser
  • Sprungrisiko gering; Abdeckung dennoch empfehlenswert
  • Zucht im Heimaquarium nicht dokumentiert
  • Aufrichtbarer Dorn unter dem Auge: beim Fangen kein engmaschiges Netz verwenden, die Tiere verhaken sich darin und verletzen sich
  • Schuppenarm und dadurch empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten: Dosierung nur mit äußerster Vorsicht

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Leiterschmerle?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 19 bis 27 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5 und GH 2 bis 12 dGH.

Kann man die Leiterschmerle vergesellschaften?

Ja, mit südasiatischen Arten wie Rasboras, friedlichen Schmerlen und mittelgroßen Schwarmfischen aus dem Ganges-Einzugsgebiet. Afrikanische Cichliden und Garnelen sind ungeeignet.

Kann man die Leiterschmerlen im Aquarium züchten?

Zucht im Heimaquarium ist nicht dokumentiert. Kommerzielle Nachzuchten erfolgen durch hormonelle Induktion.

Was frisst die Leiterschmerle?

Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost. Sinkende Pellets, Frostfutter (Mückenlarven, Tubifex, Artemia), Welstabletten und pflanzliche Ergänzungen. Viele Arten sind Schneckenfresser.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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Aus der Gruppe Schmerlen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Leiterschmerle mit gelblich-braunem Körper und dunklen Querbinden vor einer Wurzel, eine Schmerle aus Flüssen und Bächen.

Schmerlen

Leiterschmerle

Botia rostrata

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Aquarium: ab 240 l
  • Temperatur: 19-27 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Schwarmfisch, friedlich

Guilin-Prachtschmerle (Leptobotia guilinensis)

Schmerlen

Guilin-Prachtschmerle

Leptobotia guilinensis

  • Endgröße: bis 12,1 cm
  • Aquarium: ab 240 l
  • Temperatur: 15,5-21 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, territorial

Jaguar-Prachtschmerle

Schmerlen

Jaguar-Prachtschmerle

Yasuhikotakia splendida

  • Endgröße: 10 cm
  • Aquarium: ab 240 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Bänder-Prachtschmerle

Schmerlen

Bänder-Prachtschmerle

Sinibotia pulchra

  • Endgröße: 10 cm
  • Aquarium: ab 200 l
  • Temperatur: 20-25,5 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

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