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Zierfische, Familie Gobiidae

Mekong-Zwerggrundel Brachygobius mekongensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Mekong-Zwerggrundel (Brachygobius mekongensis) ist mit nur 1,75 cm eine der kleinsten Süßwassergrundeln. Der Körperbau ist gedrungen und kompakt. Die Grundfärbung ist blass bis silbrig mit schmalen, oft unterbrochenen dunklen Querbändern. Zwischen den Rückenflossen findet sich eine kurze, schräge dunkle Binde, die Basis von Rücken- und Schwanzflosse zeigt rötliche Pigmente.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • 2 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 0-5 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Anders als einige Verwandte bildet diese Art keine leuchtend gelben Bänder aus. Im Aquarium sucht Brachygobius mekongensis die bodennahe Zone auf und nutzt dichte Vegetation, Wurzelbereiche und Laubteppiche als Verstecke und Jagdgründe. Das Schwimmverhalten ist zurückhaltend, die Tiere bewegen sich nahe dem Substrat. Innerartlich zeigen besonders Männchen territoriales Verhalten um Laichplätze. Besonders ist die Kombination aus sehr geringer Körpergröße und schneller Geschlechtsreife: Weibchen können bereits nach 36–54 Tagen geschlechtsreif werden (Progenese). Die Art ist eine reine Süßwasserart ohne Brackwassertoleranz.

Haltung und Pflege

Die Mekong-Zwerggrundel benötigt ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Trotz der geringen Größe profitiert die Art von einer längeren Beckenkante, da Männchen Reviere um Laichplätze etablieren. Wasserwerte: 22–28 °C, pH 5,5–7,5, GH 0–5 dGH. Normales Leitungswasser ist geeignet, sofern es nicht extrem hart ist. Die Einrichtung sollte dichte Unterwasservegetation, Wurzeln, Moose und Falllaub enthalten. Feiner Sand als Substrat, dazu Hartsubstrate (Kokosnussschalen, glatte Steine) als Laichplätze. Strömung sehr schwach, Schwammfilterung ideal. Tanninfärbung durch Laub ist vorteilhaft. Das Aquarium muss vollständig eingefahren sein. Dichte Bepflanzung und viele Verstecke reduzieren Stress. Brachygobius mekongensis ist für erfahrene Aquarianer geeignet, die spezialisierte Biotop-Becken pflegen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Brachygobius mekongensis ist in Gruppen von mindestens sechs Tieren zu halten, um innerartliche Aggressionen zu verteilen. Gegenüber fremden, ähnlich kleinen Arten ist die Art friedlich, zwischen Männchen jedoch territorial. In der Brutzeit verteidigen Männchen den Laichplatz aktiv. Zur Vergesellschaftung eignen sich kleine, friedliche südostasiatische Arten: Boraras, Indostomus und kleine Schmerlen. Großwuchsige oder aggressive Arten sowie afrikanische Cichliden sind ungeeignet. Jungtiere von Zwerggarnelen werden gefressen, adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert.

Ernährung

Brachygobius mekongensis ist ein mikroprädatorischer Fleischfresser. Bevorzugt wird sehr kleines Lebendfutter: Artemia-Nauplien, Daphnien, Grindalwürmer und fein gehackter Tubifex. Frostfutter wird nach Eingewöhnung akzeptiert, Trockenfutter meist ignoriert. Für Jungfische sind Infusorien und feines Zooplankton in den ersten Wochen entscheidend.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit männlicher Brutpflege. Das Männchen bewacht das Gelege (ca. 30 Eier) an harten Oberflächen, entfernt abgestorbene Eier und verteidigt den Laichplatz. Zuchtwasserwerte: 26–28 °C, pH 5,5–7,0, GH maximal 5 dGH. Konditionierung mit Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Grindalwürmer, Daphnien). Temperaturerhöhung auf ca. 28 °C stimuliert die Laichbereitschaft. Ganzjahreslaich möglich. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen. Erstfutter: Infusorien und Rädertierchen, später Artemia-Nauplien. Zuchtschwierigkeit: mittel.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 7, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Brachygobius mekongensis stammt aus dem Mekong-Einzugsgebiet (Laos, Kambodscha, Thailand, südliches Vietnam und dem Tonle Sap). Typische Habitate sind Bereiche mit feinem Sand- oder Schlammsubstrat, bedeckt mit Falllaub, in leicht tanninfarbenem Wasser. Die Strömung ist still bis langsam, dichte Pflanzenbestände liefern Schutz und Nahrungsgrundlage.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind im Körperbau fülliger und tendenziell etwas größer, Männchen schlanker mit intensiveren Farben während der Balz.

Gut zu wissen

  • Sehr kleine Endgröße: max. 1,75 cm SL
  • Substratlaicher mit männlicher Brutpflege am Hartsubstrat
  • Progenetische Tendenzen: Weibchen bereits nach 36–54 Tagen geschlechtsreif
  • Reine Süßwasserart ohne Brackwassertoleranz
  • Bevorzugt dichte Vegetation und viele Verstecke
  • Geringes Sprungrisiko, abgedecktes Becken dennoch empfohlen
  • Garnelen-Nachwuchs gefährdet, Schnecken verträglich

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Mekong-Zwerggrundel?

Brachygobius mekongensis benötigt 22–28 °C, pH 5,5–7,5 und GH 0–5 dGH. Normales Leitungswasser ist meist geeignet, sofern es nicht extrem hart ist.

Kann man die Mekong-Zwerggrundel vergesellschaften?

Geeignet sind kleine südostasiatische Arten wie Boraras und Indostomus. Großwuchsige Arten und afrikanische Cichliden sind ungeeignet. Garnelen-Nachwuchs wird gefressen.

Wie züchtet man den Mekong-Zwerggrundel?

Die Art ist ein Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege. Ca. 30 Eier werden an Hartsubstrat abgelegt. Zuchtwasserwerte: 26–28 °C, pH 5,5–7,0. Die sehr kleinen Jungfische brauchen Infusorien als Erstfutter.

Was frisst die Mekong-Zwerggrundel?

Brachygobius mekongensis ist ein Mikroprädator und bevorzugt kleines Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Daphnien und Grindalwürmer. Trockenfutter wird meist ignoriert.

Hinweis zu den Daten

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Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Grundeln, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Hummelgrundel

Grundeln

Hummelgrundel

Brachygobius sp.

  • Endgröße: 2–4 cm
  • Aquarium: ab 54 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, territorial

Tiger-Zwerggrundel

Grundeln

Tiger-Zwerggrundel

Mugilogobius tigrinus

  • Endgröße: 2,3 cm
  • Aquarium: ab 54 l
  • Temperatur: 25-30 °C
  • pH-Wert: pH 7-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

Zwergdrachengrundel

Grundeln

Zwergdrachengrundel

Schismatogobius ampluvinculus

  • Endgröße: bis 2,7 cm
  • Aquarium: ab 54 l
  • Temperatur: 18-24 °C
  • pH-Wert: pH 7-7,8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

Glasgrundel

Grundeln

Glasgrundel

Gobiopterus chuno

  • Endgröße: bis 3 cm SL
  • Aquarium: ab 54 l
  • Temperatur: 23-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Schwarmfisch, friedlich

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