
Grundeln
Hummelgrundel
Brachygobius sp.
- Endgröße: 2–4 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 7-8,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, territorial
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Gobiidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Mekong-Zwerggrundel (Brachygobius mekongensis) ist mit nur 1,75 cm eine der kleinsten Süßwassergrundeln. Der Körperbau ist gedrungen und kompakt. Die Grundfärbung ist blass bis silbrig mit schmalen, oft unterbrochenen dunklen Querbändern. Zwischen den Rückenflossen findet sich eine kurze, schräge dunkle Binde, die Basis von Rücken- und Schwanzflosse zeigt rötliche Pigmente.

2 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
0-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Anders als einige Verwandte bildet diese Art keine leuchtend gelben Bänder aus. Im Aquarium sucht Brachygobius mekongensis die bodennahe Zone auf und nutzt dichte Vegetation, Wurzelbereiche und Laubteppiche als Verstecke und Jagdgründe. Das Schwimmverhalten ist zurückhaltend, die Tiere bewegen sich nahe dem Substrat. Innerartlich zeigen besonders Männchen territoriales Verhalten um Laichplätze. Besonders ist die Kombination aus sehr geringer Körpergröße und schneller Geschlechtsreife: Weibchen können bereits nach 36–54 Tagen geschlechtsreif werden (Progenese). Die Art ist eine reine Süßwasserart ohne Brackwassertoleranz.
Die Mekong-Zwerggrundel benötigt ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Trotz der geringen Größe profitiert die Art von einer längeren Beckenkante, da Männchen Reviere um Laichplätze etablieren. Wasserwerte: 22–28 °C, pH 5,5–7,5, GH 0–5 dGH. Normales Leitungswasser ist geeignet, sofern es nicht extrem hart ist. Die Einrichtung sollte dichte Unterwasservegetation, Wurzeln, Moose und Falllaub enthalten. Feiner Sand als Substrat, dazu Hartsubstrate (Kokosnussschalen, glatte Steine) als Laichplätze. Strömung sehr schwach, Schwammfilterung ideal. Tanninfärbung durch Laub ist vorteilhaft. Das Aquarium muss vollständig eingefahren sein. Dichte Bepflanzung und viele Verstecke reduzieren Stress. Brachygobius mekongensis ist für erfahrene Aquarianer geeignet, die spezialisierte Biotop-Becken pflegen.
Brachygobius mekongensis ist in Gruppen von mindestens sechs Tieren zu halten, um innerartliche Aggressionen zu verteilen. Gegenüber fremden, ähnlich kleinen Arten ist die Art friedlich, zwischen Männchen jedoch territorial. In der Brutzeit verteidigen Männchen den Laichplatz aktiv. Zur Vergesellschaftung eignen sich kleine, friedliche südostasiatische Arten: Boraras, Indostomus und kleine Schmerlen. Großwuchsige oder aggressive Arten sowie afrikanische Cichliden sind ungeeignet. Jungtiere von Zwerggarnelen werden gefressen, adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert.
Brachygobius mekongensis ist ein mikroprädatorischer Fleischfresser. Bevorzugt wird sehr kleines Lebendfutter: Artemia-Nauplien, Daphnien, Grindalwürmer und fein gehackter Tubifex. Frostfutter wird nach Eingewöhnung akzeptiert, Trockenfutter meist ignoriert. Für Jungfische sind Infusorien und feines Zooplankton in den ersten Wochen entscheidend.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit männlicher Brutpflege. Das Männchen bewacht das Gelege (ca. 30 Eier) an harten Oberflächen, entfernt abgestorbene Eier und verteidigt den Laichplatz. Zuchtwasserwerte: 26–28 °C, pH 5,5–7,0, GH maximal 5 dGH. Konditionierung mit Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Grindalwürmer, Daphnien). Temperaturerhöhung auf ca. 28 °C stimuliert die Laichbereitschaft. Ganzjahreslaich möglich. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen. Erstfutter: Infusorien und Rädertierchen, später Artemia-Nauplien. Zuchtschwierigkeit: mittel.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 7, bis 5 °dGH
Brachygobius mekongensis stammt aus dem Mekong-Einzugsgebiet (Laos, Kambodscha, Thailand, südliches Vietnam und dem Tonle Sap). Typische Habitate sind Bereiche mit feinem Sand- oder Schlammsubstrat, bedeckt mit Falllaub, in leicht tanninfarbenem Wasser. Die Strömung ist still bis langsam, dichte Pflanzenbestände liefern Schutz und Nahrungsgrundlage.
Weibchen sind im Körperbau fülliger und tendenziell etwas größer, Männchen schlanker mit intensiveren Farben während der Balz.
Brachygobius mekongensis benötigt 22–28 °C, pH 5,5–7,5 und GH 0–5 dGH. Normales Leitungswasser ist meist geeignet, sofern es nicht extrem hart ist.
Geeignet sind kleine südostasiatische Arten wie Boraras und Indostomus. Großwuchsige Arten und afrikanische Cichliden sind ungeeignet. Garnelen-Nachwuchs wird gefressen.
Die Art ist ein Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege. Ca. 30 Eier werden an Hartsubstrat abgelegt. Zuchtwasserwerte: 26–28 °C, pH 5,5–7,0. Die sehr kleinen Jungfische brauchen Infusorien als Erstfutter.
Brachygobius mekongensis ist ein Mikroprädator und bevorzugt kleines Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Daphnien und Grindalwürmer. Trockenfutter wird meist ignoriert.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















