Colisa cf. labiosa INLE ist eine besondere Standortvariante des Dicklippigen Fadenfisches, die ausschließlich im Inle-See in Myanmar vorkommt. Wissenschaftlich ist noch ungeklärt, ob es sich um eine eigene Art handelt, weshalb er oft das Kürzel „cf.“ trägt. Er erreicht eine Länge von etwa 8 bis 10 cm. Der Körper zeigt eine warme orange-braune Färbung mit markanten blauen Querstreifen, die bei dieser Variante besonders kontrastreich ausfallen. Die namensgebenden dicken Lippen sind deutlich erkennbar. Als Bewohner eines Hochlandsees ist er an härteres und kühleres Wasser angepasst als viele seiner Verwandten aus dem Tiefland.
Die Inle-Variante besticht durch eine intensivere Färbung als die Standardform. Als Labyrinthfisch benötigt er Zugang zur Wasseroberfläche, um atmosphärische Luft zu atmen. Die Tiere sind an alkalisches Wasser gewöhnt, was sie zu einer Besonderheit unter den ansonsten eher Weichwasser liebenden Fadenfischen macht.
Colisa cf. labiosa INLE sollte bevorzugt als harmonisierendes Paar gehalten werden. Während der Fortpflanzungszeit baut das Männchen ein Schaumnest und verteidigt dieses energisch. Gute Beifische sind andere Arten aus dem Inle-See oder ruhige Bärblinge. Zu vermeiden sind Flossenzupfer und extrem lebhafte Fische, die das ruhige Wesen der Fadenfische stören könnten.
Männchen sind farbenfroher und besitzen spitz zulaufende Rücken- und Afterflossen. Weibchen sind meist etwas kleiner, schlichter gefärbt und wirken fülliger.
Aufgrund der Herkunft aus einem Karstsee ist ein pH-Wert im alkalischen Bereich (7,5–8,5) und eine mittlere bis hohe Wasserhärte ideal. Das Aquarium sollte mindestens 100 Liter fassen und dicht bepflanzt sein. Schwimmflanzen sind zur Beruhigung der Oberfläche und für den Nestbau sehr empfehlenswert.
Die Zucht erfolgt über den Bau eines Schaumnests an der Wasseroberfläche. Bei leicht erhöhter Temperatur (ca. 27 °C) und guter Fütterung setzt bald die Balz ein. Das Männchen bewacht das Nest, bis die Larven frei schwimmen.
Allesfresser (Omnivore). Er akzeptiert Flockenfutter, Granulat sowie Frost- und Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven). Ein kleiner pflanzlicher Anteil in der Nahrung ist vorteilhaft.
Der natürliche Lebensraum ist der Inle-See im Shan-Staat (Myanmar). Dies ist ein flacher Hochlandsee mit extrem klarem, hartem Wasser und riesigen schwimmenden Vegetationsinseln. Die Fische leben dort in den dichten Makrophytenbeständen der Uferzonen. Der Untergrund ist oft schlammig und reich an organischem Material, während das Wasser durch das umliegende Kalkgestein alkalisch und mineralreich ist. Saisonale Temperaturschwankungen sind im Hochland von Myanmar üblich, was die Tiere robuster gegenüber kühleren Phasen macht.
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