Colisa cf. labiosa, auch Lippengourami oder Dicklippiger Fadenfisch genannt, gehört zu den Labyrinthfischen der Familie Osphronemidae. Der Fisch erreicht im Schnitt etwa 8 bis 12 cm Länge (Männchen größer). Sein Körper ist oval, seitlich leicht abgeflacht und zeigt meist eine rosa bis orangerote Färbung mit vertikalen blauen Streifen. Der Fisch ist benannt nach seinen charakteristisch dicken Lippen. Die feinen, elegant entwickelten Flossen sind besonders bei Männchen verlängert und zeigen intensive Farben. Er lebt in ruhigen, warmen Gewässern mit dichter Vegetation (hauptsächlich Myanmar und umliegende Regionen). Die natürlichen Wassertemperaturen liegen zwischen 22 und 28 °C, der pH-Wert bei etwa 6,0-7,5. In der Natur findet man ihn zwischen dichten Wasserpflanzen und im schlammigen Uferbereich von Seen, Flüssen und Sümpfen. Der Fisch zeigt ausgeprägtes Paarverhalten und territorial gerichtetes Revierverhalten während der Fortpflanzung. Er ist ein Schaumnestbauer und zeigt intensive elterliche Brutpflege. Im Aquarium gedeiht er optimal in einem dicht bepflanzten Tank mit weichem, leicht saurem Wasser und stabilen Wasserwerten.
Colisa cf. labiosa (Lippengourami) besticht durch ihre lebendigen Farben in Orange, Rosa und Blau sowie auffälligen dicken Lippen, die dem Fisch seinen Namen verleihen. Das friedliche, aber territorial orientierte Paarverhalten und elegante Schwimmweise machen sie zu einem Highlight im Gesellschaftsaquarium. Mit behutsamer Pflege und stabilen Wasserwerten gedeiht sie optimal.
Colisa cf. labiosa, auch als Lippengourami oder Dicklippiger Fadenfisch im Handel bekannt, zeigt ein ausgeprägtes Paarverhalten und sollte daher paarweise gehalten werden. Einzelhaltung ist möglich, aber weniger artgerecht. Harem-Haltungen (1 Männchen + mehrere Weibchen) sind nur in sehr großen Becken (200+ Liter) möglich und bergen Stressrisiken. Während der Fortpflanzungszeit können Männchen territorial und aggressiv gegenüber anderen Fischen werden. Geeignete Beckenpartner sind ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Keilfleckbärblinge oder Glühlichtsalmler sowie friedliche Bodenbewohner wie Panzerwelse. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische (unter 2 cm), da sie gefressen werden könnten, ebenso wie aggressive oder sehr lebhafte Arten (Buntbarsche, Barben), die den Colisa stressen würden. Auch langflossige Fische wie Guppys oder Kampffische sind ungeeignet, da es zu Flossenzupfen kommen kann.
Männchen weisen in der Regel einen schlankeren Körperbau mit deutlich ausgeprägteren, verlängerten Flossen – insbesondere an Rücken- und Afterflosse – sowie intensiver leuchtende Farben auf, die sich während der Laichzeit weiter verstärken können. Weibchen erscheinen dagegen meist rundlicher, mit kürzeren, weniger farbintensiven Flossen und insgesamt dezentrierterer Färbung.
Colisa cf. labiosa benötigt ein artgerechtes und durchdachtes Aquarium, das mindestens 100-120 Liter fasst und mit weichem Bodengrund, dicht bepflanzten Bereichen sowie ausreichend Versteckmöglichkeiten ausgestattet ist, um Stress zu reduzieren und natürliche Verhaltensweisen zu fördern. Für optimale Wasserbedingungen sollten Temperatur (22–28 °C), ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie eine regelmäßige Teilwasserwechselroutine von ca. 20–30 % der Wassermenge eingehalten werden, um Schadstoffansammlungen zu vermeiden und die biologische Filterung zu unterstützen. Die Fische profitieren von einer abwechslungsreichen Fütterung, die qualitativ hochwertiges Flockenfutter, lebende oder gefrorene Ergänzungsfutter und spezialisierte Futterformulationen umfasst, wobei Überfütterung konsequent vermieden werden muss, um Wassertrübung und Krankheiten vorzubeugen. Ein zuverlässiges Filtersystem, das mechanische und biologische Filterleistung kombiniert, ist essenziell, während regelmäßige Reinigungsmaßnahmen wie das Absaugen des Bodengrundes und das Entfernen von Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen die Wasserqualität weiter stabilisieren. Zudem sollte bei der Haltung auf harmonische Paarhaltung geachtet werden, da Colisa cf. labiosa von stabiler Paarbildung und einer strukturierten Aquarienlandschaft profitiert und territorial während der Fortpflanzungszeit werden kann.
Die Art Colisa gehört zu den beliebten Labyrinthfischen, deren Zucht einige besondere Anforderungen an die Haltungsbedingungen und das Verhalten der Tiere stellt. Für eine erfolgreiche Fortpflanzung ist es wichtig, stabiles, leicht saures bis neutrales Wasser (pH ca. 6,5–7,5) und eine Wassertemperatur zwischen 26 und 28 °C sicherzustellen, ergänzt durch dichte Bepflanzung und schattige Rückzugsorte. Beim Paarungsverhalten zeigt der männliche Fisch auffällige Balzrituale, baut einen schwebenden Schaumnest, in dem die von der Weibchen abgelegten Eier geschützt werden. Nach einer kurzen Inkubationszeit schlüpfen die Jungtiere, die zunächst von Mikroorganismen und später von fein zerkleinertem Futter ernährt werden müssen; hierbei ist eine sorgfältige Pflege und ein getrenntes Aufzuchtbecken empfehlenswert, um Gefahren durch Artgenossen zu minimieren. Colisa cf. labiosa weist dabei insbesondere durch den ausgeprägten Nestbau und die spezifische Wasseransprüche Besonderheiten auf, die die Aufzucht und Pflege zwar anspruchsvoll, aber auch zu einer lohnenden Herausforderung für engagierte Aquarianer machen.
Diese Art ist ein typischer Omnivor, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen kann; in der Natur werden unter anderem kleine Krebstiere und Insektenlarven gefressen, aber auch pflanzliche Bestandteile wie Algen aufgenommen. Im Aquarium sollte hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmachen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Daphnien sowie blanchiertem Gemüse wie Zucchini oder Spinat, wobei diese Ergänzungen idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche angeboten werden. Die Fütterung erfolgt optimal 2- bis 3-mal täglich in Portionen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher kontrollierte Mengen besonders wichtig sind.
Colisa cf. labiosa ist in den flachen, oft pflanzenreich bewachsenen Randbereichen von Süßwasserhabitaten rund um den Inle-See und anderen Seen und Flüssen in Myanmar heimisch, wo sich langsam fließende Gewässer, Teiche und seichte Seen mit dichtem Uferbewuchs und dichter Vegetation finden. Die natürlichen Wasserparameter in diesen Gebieten weisen meist Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius, einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert (6,0-7,5) und eine moderate bis weiche Wasserhärte auf, was zusammen einen strukturierten Lebensraum mit reichlich Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrungsquellen schafft. Dabei spielen saisonale Schwankungen im Wasserstand und die umliegende, teils bewaldete Landschaft eine wichtige Rolle, indem sie das ökologische Gleichgewicht und die Fortpflanzungsbedingungen fördern. Der Fisch findet sich bevorzugt in dicht bewachsenen Randbereichen zwischen Wasserpflanzen und schlammigen Uferbereichen, wo er optimale Bedingungen für sein friedliches Paarverhalten und seine Schaumnestbau-Aktivitäten vorfindet.
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