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Zierfische, Familie Callichthyidae

Silberstreifen-Panzerwels

Brochis agassizii

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Brochis agassizii, der Silberstreifen-Panzerwels, wird etwa 6-7 cm groß und gehört zur Familie der Callichthyidae. Der kompakt gebaute Panzerwels zeigt eine silbrig-graue bis gelbliche Grundfärbung mit unregelmäßigen dunklen Punkten auf den Flanken, die sich teilweise zu einem Längsband formen. Charakteristisch sind eine dunkle Augenbinde sowie ein schwarzer Fleck auf der Rückenflosse.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Silberstreifen-Panzerwels (Brochis agassizii)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • 6-7 cmEndgröße

  • 5-10 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,8pH-Wert

  • 2-15 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Die feinen Barteln sind empfindlich, weshalb ein weicher Sandboden wichtig ist. Im Aquarium zeigt Brochis agassizii ein ausgeglichenes, ruhiges Schwarmverhalten. Die Tiere durchsuchen in Gruppen beständig den Boden nach Fressbarem und nutzen Laub, Wurzeln und Halbschattenzonen als Rückzugsbereiche. Wie alle Panzerwelse besitzt Brochis agassizii eine modifizierte Darmschleimhaut für fakultative Darmatmung. Das Becken muss daher einen kleinen Spalt zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung aufweisen, damit die Tiere Luft schnappen können.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: 22-26 °C, pH 6,0-7,8, GH 2-15 dGH. Für eine Mindestgruppe ab 6 Tieren wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) benötigt. Weicher, fein gekörnter Sandboden oder sehr feiner abgerundeter Kies schont die empfindlichen Barteln. Laub, Totholz und dichter Pflanzenbewuchs schaffen strukturierte Ruheflächen. Moderate Filterung ohne starke Strömung ist empfehlenswert. Fütterung: Sinkendes Granulat oder Tabletten, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien. Regelmäßige, kleine Portionen sind besser als seltene große Fütterungen. B. agassizii ist ein pflegeleichter Panzerwels für Aquarianer, die ein naturnahes Südamerika-Becken mit weichem Sand, Laub und gedämpftem Licht einrichten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Brochis agassizii ist ein geselliger Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6, besser 8-10 Tieren gepflegt werden. In der Gruppe zeigen die Tiere synchronisierte Such- und Ruhephasen, Aggressionen untereinander sind kaum zu beobachten. Das Temperament ist sehr friedlich. Während der Brutzeit treiben Männchen die Weibchen zur Ablaichbereitschaft, ohne aggressive Revierverteidigung.

Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen meist ebenfalls. Junggarnelen sind gefährdet, da kleine Garnelenlarven gelegentlich aufgenommen werden können. B. agassizii verträgt sich am besten mit anderen südamerikanischen Arten wie Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen.

Ernährung

Allesfresser mit fleischbetonter Kost. Sinkendes Flocken- oder Granulatfutter, ergänzt durch Futtertabletten für Welse. Frost- und Lebendfutter wie rote und schwarze Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Daphnien sind besonders wertvoll. Futter in kleinen Portionen, sinkend reichen. Pflanzenkost spielt nur eine geringe Rolle. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Die Zucht gilt als mittelschwierig, dokumentierte Nachzuchterfolge sind vorhanden. Zuchtwerte: 24-26 °C, pH 6,0-7,0, GH max. 10 dGH. Zur Konditionierung werden hochwertige Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Tubifex und Enchyträen eingesetzt. Ein signifikanter Wasserwechsel kombiniert mit Temperaturabsenkung und erhöhter Strömung kann das Ablaichen auslösen. Gelegegröße ca. 100 Eier, Inkubation 5-6 Tage. Erstfutter: Infusorien, später Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien.

Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 6 bis 7, bis 10 dGH

Natürlicher Lebensraum

Brochis agassizii stammt aus dem Amazonasbecken in Brasilien und Peru. Die Art bewohnt Gewässer mit sandigen Substraten, Laubablagerungen und Totholzbereichen. Das Wasser ist häufig durch Tannine gefärbt mit leicht saurer, weicher Wasserchemie. Strömungsverhältnisse reichen von langsam bis mäßig.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden größer und kompakter, in der Rückenansicht breiter. Besonders während der Laichzeit erscheinen sie deutlich fülliger. Männchen bleiben schlanker und kleiner. Die Körpergröße beträgt etwa 6-7 cm (TL).

Gut zu wissen

  • Empfindliche Barteln, feiner Sand oder sehr feiner Kies erforderlich
  • Bodenbewohner, sehr sozial, Gruppen ab 6 Tieren
  • Fakultative Darmatmung, Spalt zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung nötig
  • Geringe Sprungneigung, Abdeckung dennoch sinnvoll
  • Nutzt Laub und Totholz als Rückzugs- und Laichsubstrat
  • Verträglich mit Schnecken, Junggarnelen gefährdet
  • Kupferempfindlich: Kupferhaltige Medikamente und Pflanzendünger sind für Panzerwelse gefährlich und müssen vermieden werden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Silberstreifen-Panzerwels?

Der Silberstreifen-Panzerwels benötigt 22-26 °C, pH 6,0-7,8 und GH 2-15 dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser ist ideal.

Kann man den Silberstreifen-Panzerwels vergesellschaften?

Ja, Brochis agassizii ist sehr friedlich und verträgt sich gut mit anderen südamerikanischen Arten wie kleinen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen.

Kann man den Silberstreifen-Panzerwels im Aquarium züchten?

Die Zucht ist mittelschwierig. Zuchtwerte: 24-26 °C, pH 6,0-7,0, GH max. 10 dGH. Wasserwechsel mit Temperaturabsenkung können das Ablaichen auslösen. Ca. 100 Eier pro Gelege.

Was frisst der Silberstreifen-Panzerwels?

Ein Allesfresser mit Vorliebe für fleischliche Kost. Sinkendes Granulat und Tabletten als Basis, ergänzt durch Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Daphnien als Frost- oder Lebendfutter.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Tüpfelbuntbarsch

Buntbarsche

Tüpfelbuntbarsch

Laetacara curviceps

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Riesenbeilbauch

Beilbäuche

Riesenbeilbauch

Thoracocharax stellatus

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Apfelschnecke

Schnecken

Apfelschnecke

Pomacea bridgesii

  • Endgröße: 4 – 7 cm
  • Becken: ab 60 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich

Verträgt sich mit Garnelen, Wasser passt

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Panzerwelse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Pantanal-Panzerwels

Panzerwelse

Pantanal-Panzerwels

Brochis pantanalensis C5

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Sterbas Panzerwels

Panzerwelse

Sterbas Panzerwels

Hoplisoma sterbai

  • Endgröße: 6,5 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,6
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Albino-Panzerwels

Panzerwelse

Albino-Panzerwels

Osteogaster aenea var. albino

  • Endgröße: 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 21-27 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

In der Gruppe halten, friedlich

Tigerpanzerwels

Panzerwelse

Tigerpanzerwels

Corydoras pastazensis

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

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