Corydoras narcissus

Deutscher Name: Narziss-Panzerwels

Bild: Aquarium Glaser
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
orange, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Corydoras narcissus
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Corydoras narcissus ist ein auffälliger, bodenbewohnender Panzerwels mit einer schlanken, leicht hochrückigen Körperform und einer ausgeprägten, dunklen Sattelzeichnung. Die Grundfarbe reicht von hellem Creme bis zu einem silbrigen Ton, überlagert von einem markanten, durchgehenden schwarzen Band, das sich von der Schnauze über das Auge entlang des Rückens bis in den unteren Bereich der Schwanzflosse zieht. Kiemendeckel zeigen eine leichte Irideszenz, was der Art unter verschiedenen Lichtverhältnissen ein schimmerndes Aussehen verleiht. Die Schnauze ist verlängert und spitz – ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber der ähnlichen C. arcuatus, die eine rundere Schnauze aufweist. Die empfindlichen Barteln sind beim Gründeln und Aufspüren von Nahrung zentral. Wie alle Corydoras-Arten besitzt C. narcissus die Fähigkeit zur Darmatmung: Der hoch vaskularisierte Darm ermöglicht es den Tieren, atmosphärischen Sauerstoff aufzunehmen, wenn die Sauerstoffversorgung im Wasser unzureichend ist. Im Aquarium sieht man gelegentlich, wie Tiere kurz an die Oberfläche schießen, um Luft zu schlucken – dieses Verhalten ist normal und kein Stresszeichen. Im Aquarium zeigt C. narcissus typisches Corydoras-Verhalten: ausgeprägtes Gründeln am Bodengrund, gegenseitiges Beschnuppern und enge Gruppenbildung. Als Vertreter der sogenannten Lineage 1 („Sattelschnäuzer“) gilt die Art als etwas weniger gesellig als einige andere Corydoras-Arten, bleibt aber deutlich auf Gruppenhaltung angewiesen, um stressfrei und aktiv zu bleiben. Bei Störungen ziehen sich Tiere schnell in Verstecke zurück. Auffällig sind gelegentlich kurze, schnelle Ausreißer beim Aufnehmen von Futter, gefolgt von Rückkehr zur ruhigen Gruppenordnung. C. narcissus ist im Handel vergleichsweise selten und erzielt entsprechend höhere Preise als häufigere Corydoras-Arten.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: aggressiv
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Darmatmung: fakultativ luftatmend, schießt gelegentlich an die Oberfläche
  • Verlängerte, spitze Schnauze (Unterscheidungsmerkmal zu C. arcuatus)
  • Markante, durchgehende schwarze Sattelzeichnung
  • Empfindliche Barteln – zwingend feiner Sand als Substrat
  • Relativ groß für Corydoras (bis ca. 7,5 cm SL)
  • Im Handel selten und entsprechend teuer
  • Gruppenbildend – ausgeprägtes Sozialverhalten
  • Männchen können während der Paarungszeit untereinander aggressiver sein
  • Neigung zur Laichbereitschaft nach „Regenzeit“-ähnlichen Reizen (kühle Wasserwechsel, erhöhte Strömung)

Vergesellschaftungshinweise

Corydoras narcissus ist ein klassischer Gruppenhalter – die Mindestgruppe beginnt bei 6 Individuen, empfohlen werden 8-10 Tiere, damit ein natürliches Sozialgefüge mit Balzverhalten, sozialer Hierarchie und gegenseitiger Ruhebildung entstehen kann. Innerhalb der Gruppe ist das Temperament überwiegend friedlich; die Tiere zeigen keine ausgeprägte Revierverteidigung gegenüber Artgenossen im normalen Zustand. Während der Paarungszeit können Männchen temporär aggressivere Verhaltensweisen gegenüber anderen Männchen zeigen, was sich in kurzen Verfolgungsjagden äußern kann. Zur Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken gelten als unproblematisch. Adulte, größere Garnelenarten wie Amano werden meist toleriert, sehr kleine Zwerggarnelen oder deren Jungtiere sind jedoch gefährdet. Corydoras narcissus passt besonders gut zu anderen südamerikanischen Arten, die ähnliche Wasserwerte bevorzugen. Empfohlen werden andere südamerikanische Salmler, weitere Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus derselben Bioregion. Vermeide strikt ostafrikanische Hartwasser-Buntbarsche wie Malawi- und Tanganjikabuntbarsche, da deren Wasserbedürfnisse fundamental abweichen. Auf Grund des ruhigen Temperaments eignen sich ruhige bis mäßig aktive Schwarmfische als Beifische; aggressive oder sehr große Raubfische sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Das Geschlecht lässt sich bei C. narcissus recht zuverlässig unterscheiden. Weibchen sind von oben betrachtet deutlich fülliger und breiter, insbesondere während der Laichbereitschaft, wenn die Bauchpartie aufgetrieben erscheint. Männchen erscheinen schlanker. Adulte Tiere werden bis etwa 7,5 cm lang (Standardlänge), wobei Weibchen tendenziell geringfügig größer und massiver werden als Männchen.
Größe: ca. 7,5 cm SL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: – Temperatur: 23-25 °C – pH: 6-7 – GH: 1-12 °dGH Das Aquarium sollte mindestens 120 cm Frontlänge aufweisen (ca. 113 Liter für eine Gruppe von 6 Tieren, bei 8-10 Tieren entsprechend größer). Achten Sie auf eine breitgefächerte Einrichtung mit vielen Versteckmöglichkeiten – Totholz, wurzelähnliche Strukturen und dichte Pflanzengruppen schaffen sichere Zonen. Als Bodengrund ist feiner Sand zwingend erforderlich, um die empfindlichen Barteln vor Beschädigung zu schützen. Filterung und Strömung sollten mäßige Wasserbewegung erzeugen. Sauerstoffanreicherung durch guten Gasaustausch ist sinnvoll, auch wenn die Art zur Darmatmung befähigt ist. Eine Abdeckung des Beckens ist empfehlenswert. Pflegealltag: Füttern Sie eine abwechslungsreiche Kombination aus hochwertigen sinkenden Tabletten oder Granulaten sowie regelmäßig Lebend- und Frostfutter. Beobachten Sie die Bartelgesundheit regelmäßig.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
PH-wert
6-7
Temperatur:
23-25 °C
Beckengröße:
ab 120 cm Frontlänge (ca. 113 L)

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher Zuchtschwierigkeit: schwer Zucht-Wasserwerte: – Zucht-Temperatur: 24-25 °C – Zucht-pH: 6-6,5 – Zucht-GH: max 8 °dGH Zuchtstatus und Hinweise: Die Art ist im Aquarium vergleichsweise selten erfolgreich nachgezüchtet worden. Als Haftlaicher befestigen die Tiere ihre Eier an Pflanzen oder am Substrat. Dokumentierte Zuchtreize umfassen Konditionierung mit proteinreichem Lebend- und Frostfutter (Tubifex, Mückenlarven, Artemia), gefolgt von großzügigen, kühlen Wasserwechseln (50-70 %, um einige Grad kühler), gleichzeitig Erhöhung von Strömung und Sauerstoffzufuhr. Die Eier schlüpfen bei 24-25 °C nach etwa 3-5 Tagen. Die Aufzucht der Larven beginnt mit Infusorien oder sehr feinem Futter, gefolgt von frisch geschlüpften Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.

Ernährung/Futterbedarf

Corydoras narcissus ist ein omnivorer Bodenbewohner mit fleischbetonter Vorliebe. Im Aquarium eignen sich hochwertige sinkende Welstabletten und Granulate sowie regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter: Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Enchyträen. Ergänzend sind gelegentliche pflanzliche Bestandteile sinnvoll. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag sind effizienter als eine große Portion.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Corydoras narcissus stammt aus Südamerika, konkret aus dem Einzugsgebiet des Rio Purus in Brasilien (sowie dessen Nebenflüssen wie dem Ipixuna und dem Juruá). In der Natur bevorzugt die Art Gewässer mit weichem, sandigem Bodengrund, oft unter einer dichten Laubschicht aus herabgefallenen Blättern. Totholz, Wurzelwerk und versunkene Äste sind charakteristische Strukturelemente des Lebensraums. Kleine Nebenflüsse, Bäche, Überschwemmungsbereiche und Sandbänke werden besiedelt. Die Strömung ist meist mäßig bis langsam. Wilde Wasserwerte (separat aufgeführt): – Wild-Temperatur: 22-26 °C – Wild-pH: 6-8 – Wild-GH: keine gesicherten Daten

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Hallo, das erste Foto zeigt einen „C. Narzissus II“ also CW6, das zweite Foto ist richtig und zeigt den wissenschaftlich beschriebenen C. Narzissus.

Danke, ist korrigiert.

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