
Buntbarsche
Sterngucker-Hechtbuntbarsch
Crenicichla cametana
- Endgröße: 22 cm (TL)
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Paarweise halten, aggressiv
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Crenicichla lepidota ist ein mittelgroßer Hechtcichlide mit einer Gesamtlänge von etwa 20 cm und schlankem, torpedoförmigem Körperbau. Die Grundfärbung reicht von gelblich-grünen bis olivfarbenen Tönen mit dunklen Zeichnungselementen entlang der Flanken; ein deutlicher Augenfleck an der Schwanzwurzelbasis ist vorhanden. Die Art zeigt eine variable Musterung mit feinen Streifen und Flecken.

20 cm (TL)Endgröße
10 JahreLebenserwartung
22-27 °CTemperatur
6,3-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 450 lAquariengröße
Im Aquarium zeigt sie ein territoriales, räuberisches Verhalten, hält sich bevorzugt im Bodenbereich auf und verteidigt Höhlen und Wurzelstrukturen als Revierzentren. Gegenüber kleineren Fischen verhält sie sich prädatorisch; während der Brutzeit steigt die Aggressivität stark an. Taxonomischer Hinweis: Der Handelsfisch geht auf Crenicichla edithae (Ploeg, 1991) zurück, die später als jüngeres Synonym von Crenicichla lepidota (Heckel, 1840) eingestuft wurde. Durch die Revision von Varella et al. (2023) wurde die Art in die neu errichtete Gattung Saxatilia überführt; der aktuell gültige wissenschaftliche Name lautet Saxatilia lepidota (Heckel, 1840). Der Handelsname Crenicichla lepidota bzw. ‚edithae‘ hält sich für Standortvarianten aus Paraguay.
Wasserwerte: Temperatur 22–27 °C, pH 6,3–7,5, GH 2–12 dGH. Beckengröße: mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 450 Liter). Ein strukturiertes Becken mit Höhlen aus Steinen oder Wurzeln, Totholz und offenen Schwimmflächen. Feiner Sand oder feiner Kies als Substrat.
Mäßige Strömung und leistungsfähige Filterung. Regelmäßige Wasserwechsel und stabile Wasserqualität. Gut schließender Deckel empfehlenswert.
Crenicichla lepidota ist eine anspruchsvolle Art für Aquarianer mit Erfahrung in der Pflege territorialer Cichliden.
Hinweis: Als subtropische Art aus dem Paraná-/Paraguay-System profitiert Saxatilia lepidota von einer saisonalen Temperaturabsenkung auf 18-22 °C in den Wintermonaten. Dies fördert die Regeneration, stärkt das Immunsystem und konditioniert für die Zucht.
Crenicichla lepidota wird paarweise gehalten. Die Art zeigt eine starke Revierbildung und deutliche Aggressivität, die während der Brutzeit erheblich zunimmt. Bei der Aufzucht ist ausgeprägter Geschwister-Kannibalismus unter den Jungfischen dokumentiert; regelmäßige Größensortierung ist erforderlich.
Das Temperament ist aggressiv und territorial. Auch Zierschnecken werden als Beute betrachtet. Garnelen und kleine Fische werden gefressen.
Geeignete Beifische: robuste südamerikanische Cichliden und mittelgroße bis große Salmler.
Karnivor. Adulte Tiere benötigen kräftiges, proteinreiches Futter: Garnelen, Muschelfleisch, größere Insektenlarven, Stinte und hochwertige Cichliden-Pellets bilden die Hauptnahrung. Mückenlarven und Artemia eignen sich eher als Ergänzung oder für Jungtiere. Kein Säugetierfleisch (z. B. Rinderherz) verfüttern – die Lipidstrukturen können bei Fischkörpertemperatur nicht adäquat metabolisiert werden und führen zu Leberverfettung. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Schwierig. Fortpflanzungstyp: Höhlenlaicher (Substratlaicher). Zuchtwerte: Temperatur 24-28 °C, pH 6,5-7,0, GH maximal 6 dGH. Konditionierung mit proteinreichem Lebendfutter. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch große Wasserwechsel mit kühlerem Wasser. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege: Das Weibchen pflegt die Eier direkt in der Höhle, das Männchen patrouilliert das Revier. Wichtig: Das Hauptproblem bei der Aufzucht ist der ausgeprägte Geschwister-Kannibalismus (Sibling Cannibalism). Jungfische wachsen oft stark asynchron, und größere Individuen beginnen, kleinere Geschwister als Beute zu betrachten. Die Brut muss daher regelmäßig nach Größe sortiert (fraktioniert) werden, um Verluste zu minimieren. Filialer Kannibalismus (Eltern fressen Brut) tritt nur unter Stress auf – etwa bei fehlender Reviersicherheit oder gestörter Paarbindung – und ist kein normales artspezifisches Verhalten. Eine pauschale Trennung des Männchens ist nicht empfehlenswert, da dies die Paardynamik und Brutpflege destabilisieren kann.
Zuchtwasser: 24 bis 28 °C, pH 6,5 bis 7, bis 6 °dGH
Crenicichla lepidota stammt aus dem Einzugsgebiet des Río Paraguay und des Río Paraná in Brasilien, Paraguay, Argentinien und Uruguay. Die Art bewohnt strukturreiche Uferzonen mit schlammigem bis sandigem Bodengrund, dichter Vegetation, Wurzelwerk und Totholz. Die Strömung ist mäßig bis langsam.
Männchen werden tendenziell größer und zeigen eine kräftigere Körperform. Weibchen können während der Laichbereitschaft eine veränderte Bauchfärbung zeigen. Die Unterscheidung ist bei adulten Tieren erkennbar.
Weibchen erreichen die Geschlechtsreife bei etwa 14 cm, Männchen bei etwa 18 cm.
Empfohlen werden 22-27 °C, pH 6,3-7,5 und GH 2-12 dGH. Als subtropische Art profitiert sie von einer saisonalen Winterabsenkung auf 18-22 °C.
Nur mit robusten südamerikanischen Cichliden und mittelgroßen bis großen Salmlern in sehr großen Becken (ab 150 cm). Kleinere Fische werden als Beute betrachtet, Garnelen und Wirbellose sind nicht kompatibel.
Die Zucht gilt als schwierig. Die Art ist ein Höhlenlaicher mit biparentaler Brutpflege. Das Hauptproblem bei der Aufzucht ist ausgeprägter Geschwister-Kannibalismus, weshalb die Jungfische regelmäßig nach Größe sortiert werden müssen.
Mindestens 150 cm Kantenlänge und 450 Liter für ein Paar. Höhlen und Strukturen aus Wurzelholz sind wichtig. Eine lückenlose Abdeckung ist zwingend, da die Art ein ausgezeichneter Springer ist.
Der Handelsfisch wurde als Crenicichla edithae (Ploeg, 1991) beschrieben und später als jüngeres Synonym von Crenicichla lepidota (Heckel, 1840) eingestuft. Seit der Revision von Varella et al. (2023) lautet der gültige Name Saxatilia lepidota (Heckel, 1840). Der Handelsname wird für Standortvarianten aus Paraguay noch verwendet.
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