
Panzerwelse
Pandapanzerwels
Hoplisoma panda
- Endgröße: 5 cm TL
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-25 °C
- pH-Wert: pH 6-7,4
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Callichthyidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hoplisoma cf. kanei (C142) hieß früher Corydoras cf. kanei. Hoplisoma cf. kanei ist ein kleiner, auffälliger Panzerwels mit einer überwiegend dunklen Färbung, die im Aquarium durch zahlreiche feine, dunkle Punkte und eine markante Augenbinde akzentuiert wird. Der Körper wirkt kompakt und niedrigrückig, die Kopfpartie ist kurz und breit, die Barteln gut entwickelt und empfindlich.

4–5 cm SLEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
20-26 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
2-10 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Besonders auffällig sind die dunklen ersten Strahlen der Rückenflosse sowie die fein gepunkteten Bänder in der Schwanz- und Afterflosse, die dem Fisch ein sehr charakteristisches Erscheinungsbild verleihen. Die Art erreicht eine Maximalgröße von etwa 4–5 cm Standardlänge (SL). Im Aquarium zeigt H. cf. kanei ein typisches Corydoras-Verhalten: aktiv im unteren Beckenbereich, ständig damit beschäftigt, den Bodengrund nach Futter zu durchwühlen und soziale Kontakte innerhalb der Gruppe zu pflegen. Diese Tiere sind wenig scheu, erkunden gerne Bodenstrukturen und halten sich bevorzugt in Gesellschaft auf, wobei sie sowohl in Ruhephasen als auch während Fütterungen reges Sozialverhalten zeigen. Wie alle Panzerwelse besitzt H. cf. kanei die Fähigkeit zur Darmatmung: Ein stark vaskularisierter Darmabschnitt ermöglicht die Aufnahme von atmosphärischem Sauerstoff, weshalb die Tiere gelegentlich an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu schlucken. Dieses Verhalten ist völlig normal und kein Zeichen von Sauerstoffmangel. Besonderheiten dieser Form sind die ausgeprägte Punktierung und die dunkle Augenmaske, die sie von vielen anderen Panzerwelsen klar unterscheidet. Die Art wird häufig als Sammelform C142 geführt und ist wegen ihrer attraktiven Zeichnung und ihres unkomplizierten Wesens bei Aquarianern beliebt. Das Gründelverhalten mit dem gezielten Absuchen des Sandbodens und die Neigung, sich in kleinen Gruppen synchron zu bewegen, machen sie zu einer lebendigen Bereicherung im gepflegten Gesellschaftsbecken.
Wasserwerte: Temperatur 20-26 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-10 °dGH. Ein Aquarium mit mindestens 90 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter) für eine Gruppe. Einrichtung: Weicher, feiner Sand als Bodengrund ist Pflicht. Bereiche mit Wurzeln, Totholz, dichtwüchsigen Pflanzen und Laub bieten Rückzugsorte, ergänzt durch freie Zonen zum Gründeln. Eine mäßige Strömung, gute Sauerstoffversorgung und gleichmäßige Wasserzirkulation sind wichtig. Der Zugang zur Wasseroberfläche für die Darmatmung muss frei bleiben.
Hoplisoma cf. kanei ist eine ausgesprochen soziale, gesellige Art und sollte stets in Gruppen gehalten werden. Mindestens sechs Tiere sind erforderlich, empfohlen werden acht bis zehn Exemplare, um natürliche Verhaltensweisen wie soziales Gründeln und gemeinsame Ruhephasen zu ermöglichen. In einer artgerecht großen Gruppe sind Hierarchien nur schwach ausgeprägt, das Gesamtbild bleibt friedlich. Aggressionen gegenüber Mitbewohnern sind kaum zu beobachten. Während der Laichzeit steigt die Aktivität, die Tiere zeigen häufiger Balzverhalten, ohne territorial zu werden. Junggarnelen können in Ausnahmefällen gefressen werden; adulte Zwerggarnelen sind üblicherweise sicher, Schnecken werden nicht bejagt. Bei der Vergesellschaftung sollte auf bioregional kompatible Arten aus Südamerika geachtet werden: südamerikanische Salmler, weitere Panzerwels-Arten sowie kleine Buntbarsche aus derselben Region.
Hoplisoma kanei ist ein Allesfresser mit flexiblem Speiseplan. Sinkende Tabletten und Granulate als Basis. Regelmasig Tubifex, Muckenlarven, Cyclops, Daphnien und Artemia als Lebend- und Frostfutter. Trockenfuttermittel mit tierischen und pflanzlichen Komponenten kombinieren. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Status und Allgemeines: Die Zucht von Hoplisoma cf. kanei ist dokumentiert und als mittelschwer einzustufen. Für Hobbyzüchter liegen bewährte Vorgehensweisen vor, die denen vieler anderer Panzerwelse entsprechen. Die Fortpflanzung erfolgt als Haftlaicher, wobei die Weibchen die Eier an Glas, feinfiedriger Vegetation oder speziellen Laichhilfen absetzen. Zuchtwasserwerte und Differenzen: Für die Nachzucht werden folgende Zuchtparameter empfohlen: Zucht-Temperatur 22–24 °C, Zucht-pH 6–7 und Zucht-GH maximal 8 dGH. Diese Zuchtwerte liegen innerhalb des Haltungsbereichs, sind jedoch enger gefasst und speziell auf die erfolgreiche Entwicklung der Eier und Larven abgestimmt. Vorbereitung und Trigger: Ein bewährter Zucht-Trigger ist ein großzügiger, kühler Wasserwechsel von 50–70 % kombiniert mit erhöhter Strömung und guter Sauerstoffversorgung. Die Tiere sollten zuvor konditioniert werden, das heißt reichlich mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter gefüttert werden, insbesondere mit Mückenlarven (schwarze und rote), Tubifex und Enchyträen. Ein Verhältnis von zwei oder mehr Männchen pro Weibchen erhöht die Chance auf erfolgreiche Befruchtung. Laich und Inkubation: Weibchen legen nach dem Balzverhalten bis zu etwa 100 Eier ab, die an Glas, Pflanzen oder Laichhilfen haften. Nach dem Ablaichen sollten Eier oder Eltern aus dem Brutbecken entfernt werden, um Fraß zu verhindern. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3–4 Tage; bei passenden Parametern schlüpfen die Larven und verbleiben für kurze Zeit an der Eihülle, bevor sie freischwimmen. Aufzucht: Die frisch geschlüpften Jungfische benötigen sehr gute Wasserqualität und feines Futter. Nach dem Aufzehren des Dottersacks fressen die Jungen Infusorien, feinstes Staubfutter oder frühzeitig Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Die Aufzucht gilt als anspruchsvoll, da die Larven empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität sind; vielfach wird empfohlen, die Aufzucht in gut belüfteten, geregelten Gefäßen mit regelmäßigen, aber vorsichtigen Wasserwechseln durchzuführen.
Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6 bis 7, bis 8 °dGH
Hoplisoma cf. kanei gehört zum Formenkreis um H. kanei, der aus Brasilien stammt. Die Typusexemplare des beschriebenen H. kanei stammen wahrscheinlich aus der Umgebung von Boa Vista, Roraima, Brasilien – möglicherweise aus dem Einzugsgebiet des Rio Branco (Rio Negro-System). Die genaue Herkunft der cf.-Form C142 ist unsicher; für diese Variante wird der Rio Tapajós als möglicher Ursprung genannt, was sie taxonomisch und zoogeografisch von der Nominalform unterscheiden würde. Die exakte Lokalität bleibt in der Literatur ungesichert. Das natürliche Habitat der Gruppe ist geprägt von mäßiger Strömung, klarem bis leicht gefärbtem Wasser und einem feinkörnigen Substrat, das das typische Gründeln ermöglicht. Die Uferbereiche bieten reichlich Versteckmöglichkeiten, Schatten sowie organisches Material, das als Nahrungsquelle für Mikroorganismen dient. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren.
Bei H. cf. kanei sind die Geschlechtsunterschiede eindeutig ausgeprägt: Weibchen werden größer und wirken deutlich fülliger als Männchen, insbesondere in der Laichzeit erscheinen sie hochrückiger und voluminöser im Bauchbereich. Männchen bleiben schlanker und kleiner, wodurch Paare oder Gruppen sehr gut nach Geschlecht zu unterscheiden sind, sobald die Tiere geschlechtsreif sind.
Hoplisoma cf. kanei (C142) zeigt markante Körperzeichnung und zarte Farbverläufe. Die langen Barteln unterstützen die Futtersuche am Bodengrund. Ihr friedliches Schwarmverhalten und robuste Art machen sie zu einem beliebten Aquarienbewohner.
Hoplisoma cf. kanei erreicht ca. 4-5 cm SL. Aquarientiere bleiben oft etwas kleiner als Wildfänge.
Empfohlen wird ab 90 cm Kantenlänge (ca. 160 L). Größere Becken sind immer besser.
Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 und 26 °C.
Hoplisoma cf. kanei ist ein Allesfresser mit flexiblem Speiseplan. Als Basis dienen sinkende Tabletten und Granulate, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter wie Tubifex, Mückenlarven, Cyclops, Daphnien und Artemia. Am besten mehrmals täglich kleine Portionen füttern und Reste rechtzeitig entfernen.
Am besten mit bioregional kompatiblen Arten aus Südamerika wie Salmlern, weiteren Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen mit ähnlichen Wasseransprüchen. Hartwasserliebende afrikanische Buntbarsche sind ungeeignet.
Ja, die Art gilt als einfach zu halten und ist gut für Einsteiger geeignet.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















