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Zierfische, Familie Callichthyidae

Pfeffer-Panzerwels

Hoplisoma diphyes

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Hoplisoma diphyes ist ein kompakt gebauter Panzerwels aus der Familie Callichthyidae mit einer Maximalgröße von ca. 5 cm. Die Grundfärbung ist variabel und reicht von heller Basis bis zu stärker gesprenkelten Mustern. Charakteristisch sind vier bis sechs dunkle Flecken entlang der Flanken oder ein durchgehendes mittleres Längsband.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Pfeffer-Panzerwels (Hoplisoma diphyes)
Bild: Ingo Seidel
  • 5 cmEndgröße

  • bis ca. 10 JahreLebenserwartung

  • 20-24 °CTemperatur

  • 6,5-7,7pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Rücken- und Schwanzflosse zeigen oft quer verlaufende Streifen, die ein pfefferartiges Erscheinungsbild erzeugen. Im Aquarium zeigt sich Hoplisoma diphyes als geselliger, bodenorientierter Schwarmfisch. Die Tiere durchkämmen stetig den Sand nach Futterpartikeln und zeigen typisches Panzerwels-Verhalten. In ihrem natürlichen Lebensraum lebt die Art in großen Schwärmen gemeinsam mit Otocinclus mimulus, dessen ähnliche Zeichnung als Mimikry gegenüber dem Raubfisch Crenicichla lepidota dient. Als subtropische Art aus Paraguay bevorzugt sie kühlere Temperaturen von 20 bis 24 °C.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20 bis 24 °C, pH 6,5 bis 7,7, GH 2 bis 12 dGH. Als subtropische Art aus Paraguay sind dauerhaft Temperaturen über 25 °C zu vermeiden. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für eine Gruppe von mindestens 8 Tieren. Feiner Sand als Substrat notwendig. Strukturelemente wie Wurzeln, Laubansammlungen und dichtere Bepflanzung. Moderate, nicht zu starke Strömung. Gute Sauerstoffversorgung. Regelmäßige Wasserwechsel essenziell.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hoplisoma diphyes ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8, besser 8 bis 12 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist sehr friedlich und ruhig. Während der Fortpflanzungszeit werden Männchen aktiver. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Arten: Salmler, weitere Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus derselben Region. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen werden meist toleriert. Schnecken werden in der Regel nicht angegriffen.

Ernährung

Allesfresser. Sinkende Granulate und Tabletten als Grundversorgung, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter (Mückenlarven, Tubifex, Artemia, Cyclops). Pflanzliche Ergänzung (Spirulina) möglich. Gezielte Bodenfütterung in mehreren kleinen Portionen. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Dokumentiert, einfach bis mittlere Schwierigkeit. Die Zucht gilt als vergleichsweise einfach. Zuchtwasserwerte: 20 bis 22 °C, pH 6,5 bis 7,0, GH maximal 8 dGH. Eierlegend. Eier werden auf freiem Substrat abgelegt. Auslöser: Temperatursturz um 3 bis 5 °C durch großen Wasserwechsel mit kühlerem, weicherem Wasser, kombiniert mit reichlicher Fütterung. Konditionierung mit proteinreichem Lebendfutter (Mückenlarven, Tubifex, Enchyträen). Erstfutter: Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen, feines Staubfutter.

Zuchtwasser: 20 bis 22 °C, pH 6,5 bis 7, bis 8 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Hoplisoma diphyes stammt aus dem Einzugsgebiet des Río Paraguay. Die Art ist auf die Zuflüsse des Río Monday und des Río Acaray beschränkt, rechte Nebenflüsse des Río Paraná in Paraguay. Die natürlichen Habitate sind geprägt von sandigem Bodengrund, Ufervegetation und Laub- sowie Astansammlungen. Da die Art aus Paraguay stammt, einer Region mit kühleren Wintern, ist sie eine subtropische Art.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind fülliger gebaut und erreichen die größere Körpermasse. Von oben betrachtet sind sie deutlich breiter, besonders in der Laichzeit. Männchen sind schlanker, flacher und bleiben etwas kleiner.

Gut zu wissen

  • Subtropische Art aus Paraguay: bevorzugt kühlere Temperaturen (20 bis 24 °C)
  • Variable Flankenzeichnung mit 4 bis 6 dunklen Flecken oder mittlerem Längsband
  • Mimikry-Assoziation mit Otocinclus mimulus in der Natur
  • IUCN-Status: Vulnerable (VU)
  • Empfindliche Barteln: feiner Sand als Substrat notwendig
  • Taxonomie-Hinweis: gelegentlich als Hoplisoma diphyes geführt
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Pfeffer-Panzerwels?

Temperatur 20 bis 24 °C, pH 6,5 bis 7,7 und GH 2 bis 12 °dGH. Als subtropische Art aus Paraguay bevorzugt Hoplisoma diphyes kühlere Temperaturen.

Wie groß wird der Pfeffer-Panzerwels?

Hoplisoma diphyes erreicht ca. 5 cm. Die Art zeigt eine variable Flankenzeichnung mit dunklen Flecken oder einem Längsband.

Kann man den Pfeffer-Panzerwels vergesellschaften?

Ja, mit anderen friedlichen südamerikanischen Arten. Haltung in Gruppen von mindestens 8 Tieren. Auf bioregionale Kompatibilität achten.

Kann man den Pfeffer-Panzerwels züchten?

Ja, die Zucht ist dokumentiert und gilt als vergleichsweise einfach. Eierlegend. Temperatursturz als Laichauslöser.

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Fragen und Erfahrungen

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