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Zierfische, Familie Callichthyidae

Schwarzrücken-Panzerwels Hoplisoma (Corydoras) metae

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Hoplisoma metae hieß früher Corydoras metae. Hoplisoma metae, der Schwarzrücken-Panzerwels, ist ein kompakt gebauter Panzerwels mit einer Standardlänge von etwa 5 cm und heller, gelblich-weißer bis beiger Grundfärbung. Namensgebend ist eine schwarze Gesichtsbinde über den Augen sowie ein deutliches schwarzes Band, das am Ansatz der Rückenflosse beginnt und schräg entlang des Rückens bis zur Basis der Schwanzflosse verläuft.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 5 cm (SL)Endgröße

  • 8-10 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körper ist relativ kurz und hochrückig mit klar sichtbaren Knochenplatten entlang der Flanken. Im Aquarium zeigt der Schwarzrücken-Panzerwels ein ruhiges, aktives Bodenverhalten: Er durchstöbert in Gruppen ständig den feinen Sand nach Futter und nutzt dabei seine fein ausgeprägten Barteln. Schwarmdynamik und Bewegungskoordination sind deutlich erkennbar, die Fische orientieren sich aneinander und zeigen synchrone Suchbewegungen am Boden. Wie alle Panzerwelse besitzt Hoplisoma metae eine fakultative Darmatmung: Bei Sauerstoffmangel kann die Art Luftsauerstoff direkt über einen stark durchbluteten Darmabschnitt aufnehmen. Im Aquarium äußert sich dies gelegentlich durch kurze Ausflüge an die Wasseroberfläche. Häufiges Schnappen an der Oberfläche deutet jedoch auf Sauerstoffmangel im Becken hin und sollte als Warnsignal ernst genommen werden. Ein kleiner Spalt zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung muss stets freigehalten werden. Hinweis: Wie alle Panzerwelse besitzt Hoplisoma metae kräftige Brustflossenstacheln, die beim Fangen im Netz die Haut durchbohren können. Die Stacheln können dabei milde Sekrete abgeben, weshalb bei Hälterung und Transport Sorgfalt geboten ist. Der IUCN-Status wird als Gefährdet (Vulnerable, VU) eingestuft.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20–26 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–12 dGH. Beckengröße: mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter). Feiner, abgerundeter Sand als Bodengrund ist Pflicht. Dichte Pflanzenbereiche, Wurzelholz und ruhige Freiflächen am Boden schaffen Rückzugsmöglichkeiten. Mäßige Strömung, moderate Beleuchtung. Die Wasseroberfläche muss frei zugänglich sein für die Darmatmung. Kupferhaltige Medikamente dürfen nicht eingesetzt werden. Hoplisoma metae ist ein gut haltbarer Panzerwels für friedliche südamerikanische Gesellschaftsbecken. Die Art ist in der Natur als gefährdet (IUCN VU) eingestuft, weshalb Nachzuchten aus dem Hobby bevorzugt werden sollten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hoplisoma metae ist ein ausgeprägter Schwarmfisch. Mindestgruppe: 6 Tiere, empfohlen 8–10 Individuen. Innerhalb des Schwarms bilden sich keine strikten Dominanzhierarchien; die Tiere wechseln in frei gestalteten Gruppen ihre Positionen und kommunizieren über Körperhaltung und kleine Bewegungsimpulse. Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend. Während der Balz können Männchen aktiver gegenüber Weibchen auftreten, ohne aggressive Auseinandersetzungen. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen sind meist unproblematisch, sehr kleine Zwerggarnelen-Jungtiere können gefährdet sein. Geeignete Beifische: friedliche südamerikanische Salmler, weitere Panzerwelsarten und kleine Buntbarsche.

Ernährung

Allesfresser mit klarem Bodenfokus. Sinkende Granulate und Futtertabletten als Basis. Ergänzend Frost- und Lebendfutter wie rote Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Daphnien. Gelegentlich pflanzliche Kost. H. metae braucht gezielte Fütterung am Boden und sollte nicht als Resteverwerter betrachtet werden. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Gut dokumentiert, Schwierigkeit einfach. Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Zuchtwerte: Temperatur 22–24 °C, pH 6,0–7,0, GH maximal 10 dGH. Verhältnis: 2 Männchen pro Weibchen. Auslöser: Großzügige Wasserwechsel von 50–70 % mit kühlerem Wasser, kombiniert mit erhöhter Strömung und intensiver Konditionierung durch Lebendfutter (Tubifex, rote und schwarze Mückenlarven, Enchyträen). Klassische T-Position bei der Befruchtung. Gelegegröße: ca. 50–100 Eier, an Glasscheiben, feinblättrige Pflanzen oder Laichmops geheftet. Inkubation: ca. 3–4 Tage. Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.

Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6 bis 7, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Hoplisoma metae stammt endemisch aus dem Einzugsgebiet des Río Meta in Kolumbien, dazu zählen Flusssysteme wie Río Humea, Ocoa und Guatiquía. Die Art bewohnt Klarwasser- und Weißwasserflüsse mit mäßiger Strömung und sandigem Bodengrund. Typische Flussabschnitte sind von Falllaub überzogen und bieten eine weiche, organische Bodenschicht sowie natürliche Verstecke. Uferbereiche mit ausgeprägter Vegetation und überhängendem Wurzelwerk liefern zusätzliche Unterschlupfmöglichkeiten.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen erscheinen insgesamt fülliger und runder, insbesondere im Bauchbereich, wenn sie Eier führen. Männchen bleiben schlanker und wirken graziler. Dieses unterschiedliche Körperprofil ist besonders während der Laichbereitschaft deutlich erkennbar.

Gut zu wissen

  • Schwarze Gesichtsbinde und diagonales Rückenband als Erkennungsmerkmale
  • Darmatmung: fakultativer Luftatmer, Spalt unter dem Deckel ist Pflicht
  • Empfindliche Barteln – feines Sandsubstrat erforderlich
  • Kräftige Brustflossenstacheln mit mildem Sekret – beim Netzfang Vorsicht
  • IUCN-Status: Gefährdet (Vulnerable, VU)
  • Saisonale Laichbereitschaft durch Regenzeit-Simulation
  • Kupferhaltige Medikamente vermeiden

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Schwarzrücken-Panzerwels?

Die empfohlenen Werte sind 20–26 °C, pH 6,0–7,5 und GH 5–12 dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser.

Kann man den Schwarzrücken-Panzerwels vergesellschaften?

Ideal für friedliche südamerikanische Gemeinschaftsbecken. Geeignete Beifische sind Salmler, weitere Panzerwelse und kleine Buntbarsche.

Kann man den Schwarzrücken-Panzerwels im Aquarium züchten?

Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach. H. metae ist ein Haftlaicher mit Gelegegrößen von 50–100 Eiern. Regenzeit-Simulation durch kühle Wasserwechsel löst die Laichbereitschaft aus.

Wie groß muss das Aquarium für den Schwarzrücken-Panzerwels sein?

Mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter für eine Gruppe von 6–10 Tieren. Feiner, abgerundeter Sand als Bodengrund ist Pflicht.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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