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Zierfische, Familie Loricariidae

Kolumbianischer Zebrawels (L 129)

Hypancistrus debilittera

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Kolumbianische Zebrawels (Hypancistrus debilittera) ist ein Harnischwels aus der Familie Loricariidae mit einer Endgröße von etwa 10 cm Standardlänge, was rund 12 cm Gesamtlänge entspricht. Im Handel wird die Art unter der L-Nummer L129 geführt. Die Zeichnung zeigt ein kontrastreiches, gestreiftes Linien-Muster auf dunkler Grundfärbung.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Kolumbianischer Zebrawels (L 129) (Hypancistrus debilittera)
Quelle: G. Höner – Zierfischgroßhandel
  • bis 12 cmEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 26-28 °CTemperatur

  • 5,5-7,2pH-Wert

  • 2-10 °dGHGesamthärte

  • ab 160 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körper ist gedrungen, von Knochenplatten geschützt, das Maul saugend und zur Fixierung an Untergründen bei Strömung geeignet. Im Aquarium zeigt Hypancistrus debilittera ein bodenorientiertes, zurückhaltendes Verhalten. Die Tiere nutzen Höhlen, Wurzelspalten und Felsspalten als Ruhe- und Revierbereiche. Männchen können während der Brutpflege territorial reagieren. Die Art ist ein typischer Höhlenbrüter, bei dem das Männchen die gesamte Brutpflege übernimmt. Wie alle Hypancistrus ist Hypancistrus debilittera kein Algenfresser, sondern benötigt proteinreiche, überwiegend fleischliche Kost.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 26-28 °C, pH 5,5-7,2, GH 2-10 dGH. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter) für ein Paar oder eine kleine Gruppe. Einrichtung: Zahlreiche Höhlen, überhängende Wurzeln, flache Steine und PVC-Röhren als Rückzugsmöglichkeiten. Feinkörniges Substrat (Sand oder feiner Kies). Gedämpfte Beleuchtung. Strömung: Mäßig bis deutlich, mit guter Sauerstoffversorgung. Zusätzliche Belüftung durch Luftsteine unterstützt das Wohlbefinden. Hypancistrus debilittera ist eine Art mittlerer Schwierigkeit für Aquarianer mit Interesse an Höhlenwelsen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hypancistrus debilittera eignet sich für die Haltung als Paar oder in kleinen Gruppen. In einer gut strukturierten Einrichtung mit genügend Verstecken bleibt die Aggressivität gering. Während der Brutpflege zeigen Männchen deutlich territoriales Verhalten und bewachen ihre Höhle intensiv. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen meist akzeptiert, Junggarnelen können gefressen werden. Geeignete Beifische sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleine Buntbarsche. Große Raubfische sind ungeeignet.

Ernährung

Hypancistrus debilittera ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser. Geeignet sind gefrorene Mysis, Artemia, Cyclops, Mückenlarven, gehackte Garnelen und sinkende Fleischpellets. Pflanzliche Bestandteile (blanchierte Zucchini) werden selten mit Begeisterung angenommen. Fütterung in Dämmerungsphasen oder abends.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Zuchtschwierigkeit: mittel. Die Zucht ist gut dokumentiert. Das Männchen bewacht das Gelege in einseitig geöffneten Tonröhren. Ein Gelege umfasst 20-30 Eier, Schlupf nach 5-7 Tagen. Die Jungfische benötigen regelmäßige Kleinfuttergaben. Wiederholte Laichaktivitäten bei etablierten Paaren möglich.

Natürlicher Lebensraum

Hypancistrus debilittera stammt aus dem Orinoco-Flussbecken in Kolumbien und Teilen Venezuelas. Die Art bewohnt tropische Flüsse und Bäche mit Felsformationen, Wurzelwerk und ausgeprägter Strömung. Die Tiere nutzen Steinsubstrate und Spalten als Verstecke und Laichplätze.

Geschlechtsunterschiede

Männchen besitzen einen breiteren Kopf und ausgeprägtere, längere Odontoden an Brustflossen, Kopf und hinterem Körperbereich. Weibchen zeigen von oben betrachtet einen breiteren Körper und deutlich kürzere Odontoden. Männchen werden ab etwa 7 cm geschlechtsreif.

Gut zu wissen

  • Kupferempfindlich: kupferhaltige Medikamente vermeiden
  • Kein Algenfresser: proteinreiche, fleischliche Ernährung unbedingt nötig
  • Höhlenbrüter: Männchen bewacht Eier und Jungfische in Tonröhren
  • L-Nummer: L129
  • Nachtaktiv: tagsüber in Höhlen versteckt
  • Hoher Sauerstoffbedarf: gute Strömung und Durchlüftung erforderlich

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Kolumbianische Zebrawels?

Hypancistrus debilittera benötigt 26-28 °C, pH 5,5-7,2 und GH 2-10 dGH. Gute Strömung und hoher Sauerstoffgehalt sind wichtig.

Ist der Kolumbianische Zebrawels ein Algenfresser?

Nein. Die Art ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser. Proteinreiche Kost mit Frostfutter und sinkenden Fleischpellets ist erforderlich.

Kann man den Kolumbianischen Zebrawels züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert. Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Gelege umfassen 20-30 Eier in Tonröhren.

Wie groß muss das Aquarium für den Kolumbianischen Zebrawels sein?

Mindestens 100 cm Kantenlänge und 160 Liter für ein Paar. Zahlreiche Höhlen und gedämpfte Beleuchtung sind erforderlich.

Hinweis zu den Daten

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