
Schmerlen
Kottelatlimia hipporhynchos
Kottelatlimia hipporhynchos
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 23-26 °C
- pH-Wert: pH 4-6,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittelschwer
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Cobitidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Kottelatlimia katik ist eine winzige Schmerle: Das größte bekannte Tier der Erstbeschreibung misst 13,5 mm Standardlänge (Maß ohne Schwanzflosse), mit Schwanzflosse sind es rund 1,7 cm. Der Körper ist schlank, die Rückenflosse beginnt etwa über dem Ansatz der Bauchflossen, der Kopf ist unbeschuppt und das Auge stark verkleinert.

1,7 cmEndgröße
23-26 °CTemperatur
3,5-6,5pH-Wert
0-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Kennzeichen der Art ist eine lange Nasenbartel: Das vordere Nasenloch sitzt an ihrem Grund, dazu kommen drei Paar Barteln am Maul und vier lange Barteln an der Unterlippe. Auf den vorliegenden Aufnahmen lebender Tiere ist der Körper rötlich bis rotbraun und fein dunkel gepunktet, konservierte Tiere sind hellbraun mit Resten von 4–5 dunkleren Sätteln auf dem Rücken. Die beiden anderen Arten der Gattung werden deutlich größer und haben keine Nasenbartel: K. pristes erreicht 40 mm, K. hipporhynchos 52 mm Standardlänge. Die Art stammt von der Malaiischen Halbinsel und aus dem Batang-Hari-System auf Sumatra, als Lebensraum gelten Bäche an Schwarzwasser-Torfsümpfen. Sie gehört in die Hände erfahrener Halter mit einem eingefahrenen Weichwasserbecken.
Die aquaristische Fachliteratur nennt 23–26 °C, pH 3,5–6,5 und 0–5 °dGH. Das ist eine Quellenangabe, die den Gewässertyp beschreibt, also saures, mineralarmes Schwarzwasser, und keine Zielvorgabe für das Aquarium. Dieselben pH- und Härtewerte stehen dort auch für die Schwesterart K. pristes, ein Bericht über die Haltung von K. katik bei einem bestimmten pH-Wert liegt nicht vor. Der untere Rand der Spanne liegt nahe an den Naturwerten der Torfsümpfe und ist nicht als Haltungswert zu verstehen. Als Becken genügen 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Unverzichtbar ist feiner, weicher Sand. Die Fachliteratur gibt an, dass die Tiere zeitweise eingegraben sind, eine eigene Beobachtung an K. katik liegt dazu nicht vor. Auf gröberem Kies drohen nach derselben Angabe Stress, Verletzungen und schlechtere Futteraufnahme. Wurzeln, Äste und glatte Steine sind als Dekoration möglich, dazwischen sollten offene Sandflächen bleiben. Einige Handvoll trockenes Falllaub bieten zusätzliche Deckung. Das Licht darf gedämpft sein, Pflanzen sind dann am besten Arten, die auf Holz oder Stein aufgebunden wachsen. Als natürlicher Lebensraum gelten langsam fließende Bäche. Die Art verträgt keine Anreicherung organischer Abfälle und braucht sehr sauberes Wasser. In ein frisch eingerichtetes Becken gehört sie nicht, sie gewöhnt sich am besten in einem stabilen, eingefahrenen Aquarium ein.
Für die Gattung beschreibt die Fachliteratur friedliches Verhalten gegenüber Artgenossen und anderen Fischen, Berichte über Angriffe auf Mitbewohner liegen nicht vor. Sie empfiehlt außerdem eine Gruppe ab 4 Tieren. Eigene Beobachtungen an K. katik sind dazu nicht veröffentlicht. Die Art ist nicht besonders robust und darf nicht mit deutlich größeren oder futterneidischen Fischen zusammenleben. Als Beifische nennt die Fachliteratur für die Gattung kleine Schwarmfische, kleine Labyrinthfische und weitere Bodenschmerlen. Diese Liste gilt gleichlautend für die Schwesterarten, die 40 und 52 mm Standardlänge erreichen. Für einen Fisch von 1,7 cm kommen davon nur Arten ähnlicher Größe in Frage, erprobte Beifische sind nicht belegt. Fischeier und Jungfische können gefressen werden. Zu Garnelen und Schnecken als Mitbewohner liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
Die Fachliteratur beschreibt die Gattung als Mikroräuber (Jäger sehr kleiner Beutetiere), die Bodengrund durch die Kiemen siebt und dabei Insektenlarven und kleine Krebstiere herausliest. Für K. katik selbst gibt es keinen Nahrungsbefund, der Magen des einzigen sezierten Weibchens war leer. Im Aquarium eignen sich sehr feine, sinkende Trockenfutter sowie lebende und gefrorene Artemia-Nauplien, Daphnien, zerkleinerte Tubifex und zerkleinerte Rote Mückenlarven. Größere Brocken kann sie nicht aufnehmen.
Eine Nachzucht im Aquarium ist in den ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert. Bekannt ist nur der Befund aus der Erstbeschreibung: Ein Weibchen von 13,5 mm Standardlänge trug etwa 50 Eier in verschiedenen Entwicklungsstadien, die größten 12–15 Eier maßen etwa 0,3–0,4 mm. Die Autoren schließen daraus auf fortlaufendes Ablaichen, bei dem täglich oder alle paar Tage wenige Eier abgegeben werden. Wie und wo die Eier abgelegt werden, ist nicht beschrieben.
Die Typusexemplare tragen nur die Angabe Malaysia. Sie lagen im selben Glas wie ein Fisch, dessen Fundort vorläufig als Mawai im Bundesstaat Johor gilt, deshalb wird dieser Ort auch für K. katik angenommen. Weitere Nachweise stammen aus Ayer Hitam in Johor und aus dem Einzugsgebiet des Batang Hari auf Sumatra. Ein ähnlicher, möglicherweise unbeschriebener Fisch ist aus Sarawak auf Borneo bekannt. Die Erstbeschreibung erwähnt außerdem ähnliche Tiere aus dem indonesischen Teil Borneos bis 16,9 mm Standardlänge, die sich durch einen zweigeteilten Augendorn unterscheiden und wohl eine eigene Art sind. Die Erstbeschreibung nennt keinen Gewässertyp. Die Gattung lebt in sauren Gewässern von Sumpfwäldern und im Schwarzwasser von Torfsumpfwäldern. Für K. katik gibt die aquaristische Fachliteratur kleine, langsam fließende, schattige Waldbäche an, die zu Schwarzwasser-Torfsümpfen gehören, mit Torf, Schlamm oder Sand als Grund und Tieren in Falllaub. Naturwerte: Für solche Torfsumpfgewässer gilt allgemein, dass sie kaum gelöste Mineralien enthalten, schwach gepuffert sind und durch Gerbstoffe und organische Säuren auf pH 3,0 bis 4,0 sinken können. An Fundorten dieser Art gemessene Werte liegen nicht vor.
Bei geschlechtsreifen Männchen ist der zweite Brustflossenstrahl (der erste verzweigte Strahl) verdickt und trägt an der Innenkante 6–7 feine Serrae (Sägezähnchen). Bei Weibchen ist dieser Strahl nicht vergrößert und ohne Serrae. Erwachsene Weibchen sind etwas kräftiger und ein wenig größer, laichreife Tiere haben einen deutlich gewölbten Bauch. Die Sägezähnchen wurden an präparierten Tieren beschrieben, am lebenden Fisch im Becken dürften sie kaum zu sehen sein.
Etwa 1,7 cm Gesamtlänge. Das größte bekannte Tier der Erstbeschreibung misst 13,5 mm Standardlänge (ohne Schwanzflosse). Angaben von 13 cm beruhen offenbar auf einer Verwechslung von Zentimeter und Millimeter.
Weiches, saures Wasser. Die Fachliteratur nennt 23–26 °C, pH 3,5–6,5 und 0–5 °dGH. Die pH-Spanne beschreibt den Gewässertyp und ist keine Zielvorgabe, erprobte Haltungswerte sind nicht belegt. Das Wasser muss sehr sauber sein, organische Belastung verträgt die Art nicht.
Mindestens 60 cm Kantenlänge und 54 Liter, mit feinem, weichem Sand als Bodengrund. Das Becken sollte gut eingefahren sein.
Erprobte Beifische sind nicht belegt. Die Fachliteratur nennt für die Gattung kleine Schwarmfische, kleine Labyrinthfische und weitere Bodenschmerlen. Für einen Fisch von 1,7 cm kommen davon nur Arten ähnlicher Größe in Frage, größere oder futterneidische Fische sind ungeeignet. Für die Gattung wird eine Gruppe ab 4 Tieren empfohlen.
Sehr feines, sinkendes Trockenfutter sowie lebende und gefrorene Artemia-Nauplien, Daphnien, zerkleinerte Tubifex und zerkleinerte Rote Mückenlarven. Größeres Futter kann sie nicht aufnehmen.
Eine Nachzucht im Aquarium ist in den ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert. Der Eibefund aus der Erstbeschreibung spricht für fortlaufendes Ablaichen in kleinen Portionen.
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