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Zierfische, Familie Characidae

Blutsalmler Megalamphodus (Hyphessobrycon) eques

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Megalamphodus eques hieß früher Hyphessobrycon eques. Der Blutsalmler (Megalamphodus eques) ist ein kleiner, gedrungener Salmler mit leuchtend roter bis dunkelroter Grundfärbung, die ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat. Ein charakteristischer schwarzer Schulterfleck hinter dem Kiemendeckel sowie weiß gesäumte Rücken- und Bauchflossen mit schwarzer Zeichnung machen ihn zu einem der kontrastreichsten Salmler im Aquarium. Mit einer Maximalgröße von bis zu 4 cm (TL) gehört er zu den mittelgroßen Vertretern der Gattung.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 4 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 23-28 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 5-25 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium bewegt sich der Blutsalmler vorwiegend in der mittleren Wasserschicht und hält sich bevorzugt in Bereichen mit dichter Bepflanzung und gedämpftem Licht auf. Die intensive Rotfärbung verstärkt sich in weichem Wasser mit Tanninen und bei dunklem Bodengrund.

Diese Art ist ein bekannter Flossenzupfer – eine ihrer wichtigsten Haltungseigenschaften, die bei der Vergesellschaftung berücksichtigt werden muss.

Haltung und Pflege

Empfohlene Wasserwerte: 23–28 °C, pH 5,5–7,5, GH 5-25 °dGH. Weichwasser ist bevorzugt; oberhalb von 15 °dGH lässt die Farbintensität nach.

Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter). Bei Vergesellschaftung empfehlen sich 100 cm / 180+ Liter, da mehr Raum aggressives Verhalten deutlich reduziert.

Dunkler Bodengrund hebt die rote Färbung hervor. Dichter Pflanzenwuchs an den Rändern mit offenen Schwimmzonen in der Mitte, Wurzelholz und Seemandelbaumblätter schaffen Verstecke und geben Tannine ab. Strömung: schwach bis mäßig. Beleuchtung: gedämpft bis moderat.

Der Blutsalmler ist eine lebhafte, farbintensive Art, die aufgrund ihres Flossenzupfverhaltens eine sorgfältige Vergesellschaftung erfordert. Werden Mindestgruppe und Beckengröße eingehalten, ist er ein dekorativer Schwarmfisch für das Südamerika-Aquarium.

Kupfer: Wie die meisten Salmler empfindlich gegenüber Kupfer. Keine kupferhaltigen Medikamente. Alternativen: Malachitgrün nach Herstellerangabe oder Hybrid Tank Transfer Method.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Megalamphodus eques ist ein Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens 10–12 Individuen gehalten werden sollte. Ein höherer Weibchenanteil ist empfehlenswert, da Männchen innerartliche Revierkämpfe austragen können.

Das Temperament ist semi-aggressiv. Der Blutsalmler ist als Flossenzupfer bekannt und nagt an Artgenossen wie an anderen Arten. Dieses Verhalten ist artspezifisch und gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire. Nicht geeignete Partner: Skalare, Fadenfische, Guppys, Kampffische und alle langsam schwimmenden oder langflossigen Arten.

Geeignet sind robuste, ähnlich große Arten wie andere Hyphessobrycon-Salmler und Panzerwelse (Corydoras). Schnecken werden toleriert. Garnelen NICHT empfehlenswert: Der Blutsalmler ist ein effektiver Rudel-Jäger, der sogar adulte Zwerggarnelen attackiert (größere Amano-Garnelen können überleben). Nur in sehr dicht bepflanzten Becken mit vielen Verstecken möglich – besser getrennt halten.

Ernährung

Megalamphodus eques ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Kost. Im Aquarium eignen sich Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops, Mückenlarven), Frostfutter, hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter sowie gelegentlich Spirulina-Flocken. Mehrere kleine Portionen täglich sind empfehlenswert; ausreichende Ernährung reduziert das Flossenzupfverhalten nachweislich.

Zucht

Die Zucht ist gut dokumentiert. M. eques ist ein Freilaicher ohne elterliche Pflege. Zuchtschwierigkeit: mittel.

Empfohlenes Zuchtbecken: 10–20 Liter, leicht saures Wasser (pH 6,0–6,8), weiches Wasser (GH 2–8 °dGH), Temperatur ca. 27–28 °C. Eischutz durch feines Netz, Glasperlen oder dichte Wasser-Moose. Gedämpfte Beleuchtung und sanfte Durchlüftung via Schwammfilter.

Laich erfolgt oft in den Morgenstunden. Elterntiere nach erfolgreicher Ablage sofort entfernen. Larven schlüpfen nach ca. 24–36 Stunden, schwimmen nach 3–4 Tagen frei. Erstfutter: Paramecium, ab Tag 5–7 Artemia-Nauplien und Mikrowürmer.

Natürlicher Lebensraum

Megalamphodus eques kommt im Amazonas-Einzugsgebiet vor, mit Verbreitungsschwerpunkten in Brasilien, Peru und Bolivien sowie im Río-Paraguay-System. Die Art besiedelt bevorzugt ruhige bis träge fließende Randbereiche – stehende oder langsam strömende Zuflüsse, Altwässer und überschwemmte Bereiche mit dichter Randvegetation.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind deutlich rundlicher im Körperbau und bei Laichreife mit sichtbar gefülltem Bauch zu erkennen. Männchen erscheinen schlanker und können während der Fortpflanzungsphase lebhafter und territorialer werden. Ein höherer Weibchenanteil in der Gruppe reduziert innerartliche Aggression.

Gut zu wissen

  • Bekannter Flossenzupfer – nicht mit langflossigen oder langsamen Arten vergesellschaften
  • Semi-aggressiv, besonders in zu kleinen Gruppen oder zu engen Becken
  • Mittlere Wasserschicht als Hauptschwimmbereich
  • Starker Schwarmcharakter – Mindestgruppe 10 Tiere, besser 12+
  • Empfindlich gegenüber schnellen Wasserwertwechseln
  • Intensive Rotfärbung verstärkt sich in Weichwasser mit Tanninen
  • Juvenile Garnelen werden gefressen
  • Sprungrisiko niedrig, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten, bei Parasitenbehandlung kupferfreie Mittel bevorzugen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Blutsalmler?

Der Blutsalmler benötigt Temperaturen von 23–28 °C, einen pH-Wert von 5,5–7,5 und eine Gesamthärte von 5–25 °dGH. In weichem Wasser mit Tanninen zeigt er die intensivste Rotfärbung.

Kann man den Blutsalmler vergesellschaften?

Bedingt. Der Blutsalmler ist ein bekannter Flossenzupfer. Skalare, Fadenfische, Guppys und andere langflossige Arten sind ungeeignet. Geeignet sind robuste, schnell schwimmende Salmler und Panzerwelse.

Kann man den Blutsalmler züchten?

Die Zucht gelingt mit gezielter Vorbereitung. Ein separates Zuchtbecken mit weichem, leicht saurem Wasser und Laichschutz ist nötig. Die Elterntiere fressen Eier und Jungfische, wenn sie Zugang haben.

Was frisst der Blutsalmler?

Der Blutsalmler ist ein Allesfresser, der besonders tierische Kost bevorzugt. Artemia, Mückenlarven, Daphnien und hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter bilden eine gute Basis. Ausreichende Fütterung reduziert das Flossenzupfverhalten.

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Fragen und Erfahrungen

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