Melanotaenia rubrostriata, der Rotstreifen-Regenbogenfisch, gehört zur artenreichen Gattung der Regenbogenfische und zeigt den typischen, seitlich abgeflachten, hochrückigen Körperbau dieser Gruppe. Die Art erreicht eine Standardlänge von bis zu 12,5 cm und wirkt dadurch im Aquarium relativ präsent. Ausgewachsene Männchen entwickeln intensivere Farbflanken und längere, ausgezogener geformte Rücken- und Afterflossen.
Schwierigkeit: Einfach
Schwarm
Friedlich
bis 12,5 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
24-30 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-18 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Jungtiere wirken noch verhältnismäßig unscheinbar; die volle Farbpracht entwickelt sich erst nach mehr als zwölf Monaten.
Im Aquarium bewegt sich Melanotaenia rubrostriata bevorzugt in den mittleren bis oberen Wasserschichten. In Gruppen zeigt die Art ein lebhaftes, aber insgesamt friedliches Schwarmverhalten. Die Tiere schwimmen synchronisiert und demonstrieren durch schnelle, elegante Schlenker ihre Agilität. Bei Balz und Revierverhalten werden Männchen aktiver und präsentieren sich durch intensivere Färbung.
Es existieren vier Unterarten von Melanotaenia splendida. Um Kreuzungen zu vermeiden, sollten verschiedene Unterarten nicht gemeinsam gehalten werden.
Haltung und Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24–30 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–18 °dGH.
Für eine artgerechte Haltung wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge und ca. 240 Liter empfohlen. Die Einrichtung sollte großzügige Schwimmzonen mit offener Mitte und dichte Bepflanzungen am Rand kombinieren. Fein- bis mittelblättrige Pflanzen, schwimmende Pflanzenbereiche und Wurzelholz bieten Versteckmöglichkeiten. Als Bodengrund eignen sich neutrale bis leicht dunkle Substrate.
Eine moderate Filterung mit gleichmäßiger Strömung ist sinnvoll. Regenbogenfische springen bei Beunruhigung, eine Abdeckung ist erforderlich. Regelmäßiger Wasserwechsel und eine zuverlässige Filterung sind wichtig.
Die Art ist als pflegeleicht eingestuft und eignet sich auch für weniger erfahrene Aquarianer. Verschiedene Unterarten von Melanotaenia splendida sollten nicht gemeinsam gehalten werden, um Kreuzungen zu vermeiden.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Melanotaenia rubrostriata ist ein geselliger Schwarmfisch. Die Mindestgruppe beträgt sechs Tiere, empfohlen werden 8–10 Individuen. In größeren Gruppen zeigt sich die beste Zeichnungsausbildung und das stressärmste Verhalten. Das Temperament ist sehr friedlich, allerdings kann die relativ große Körpergröße und schnelle Schwimmweise kleinere Mitbewohner verunsichern.
Schnecken werden weitgehend toleriert. Adulte Garnelen sind in der Regel unproblematisch, Junggarnelen können jedoch gefressen werden.
Geeignete Beifische sind andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten und friedliche Schwarmfische mit ähnlichen Wasseransprüchen. Auf kleine, sehr langsame oder scheue Fische sollte verzichtet werden.
Ernährung
Melanotaenia rubrostriata ist ein Allesfresser. Die Nahrung sollte pflanzliche und proteinreiche tierische Kost umfassen. Geeignet sind hochwertiges Flockenfutter mit Spirulina-Anteil, Granulate oder kleine Pellets, sowie lebende oder gefrorene Kost wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops und Kleinkrebstiere. Gelegentlich blanchiertes Gemüse oder Algenblätter ergänzen die pflanzliche Komponente. Mehrmals täglich kleine Portionen füttern.
Die Eier werden mit kleinen Fäden an Pflanzen oder Laichmopps befestigt und über mehrere Wochen täglich in Chargen abgelegt. Ein Zuchtbecken von mindestens 120 cm Länge mit feinblättrigen Pflanzen oder Laichmopps ist empfehlenswert. Ziel-pH von etwa 7,0–7,5 und moderate Temperaturerhöhung fördern die Laichbereitschaft.
Die Eier schlüpfen nach 7–12 Tagen je nach Temperatur. Jungfische benötigen zunächst Infusorien und später Artemia-Nauplien. Konditionierung der Elterntiere mit Lebend- und Frostfutter vor der Zucht ist wichtig.
Natürlicher Lebensraum
Melanotaenia rubrostriata ist in der Bioregion Australien/Ozeanien beheimatet und findet sich in küstennahen Flusssystemen, Nebenarmen und Sümpfen der Tieflandgebiete. In der Natur bevorzugt die Art Bereiche mit dichter aquatischer Vegetation oder treibendem Pflanzenmaterial, die Schutz und Laichplätze bieten. Die Fundorte sind durch ruhiger fließende oder stehende Gewässer mit ausreichender Pflanzendecke geprägt.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden größer und entwickeln eine tiefere, kräftigere Körperkontur als Weibchen. Sie zeichnen sich durch intensivere Farbe und längere, ausgezogenere Rücken- und Afterflossen aus. Weibchen bleiben schlanker und kürzerflossiger.
Gut zu wissen
Ausgeprägtes Balz- und Präsentationsverhalten der Männchen
Deutlicher Größen- und Formendimorphismus zwischen Männchen und Weibchen
Volle Farbpracht erst nach über 12 Monaten
Geeignet für gruppenorientierte Haltung in längeren Becken (mindestens 120 cm)
Schnecken verträglich, Junggarnelen gefährdet
Springt bei Beunruhigung, Abdeckung erforderlich
Vier Unterarten bekannt – Kreuzungen zwischen Unterarten vermeiden
Melanotaenia rubrostriata wurde lange als Unterart von Melanotaenia splendida geführt, gilt heute aber als eigenständige Art.
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Rotstreifen-Regenbogenfisch?
Melanotaenia rubrostriata bevorzugt Temperaturen von 24–30 °C, einen pH-Wert von 6,0–7,5 und eine Gesamthärte von 5–18 °dGH. Die Art toleriert ein breites Wertespektrum.
Welche Fische passen zu der Rotstreifen-Regenbogenfisch?
Geeignete Beifische sind andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten und friedliche Schwarmfische. Auf kleine, scheue Fische sollte verzichtet werden.
Kann man den Rotstreifen-Regenbogenfisch züchten?
Die Art ist ein Haftlaicher mit mittlerer Zuchtschwierigkeit. Die Eier werden an Pflanzen oder Laichmopps befestigt und schlüpfen nach 7–12 Tagen. Ein separates Zuchtbecken mit feinblättrigen Pflanzen ist empfehlenswert.
Wie groß muss das Aquarium für den Rotstreifen-Regenbogenfisch sein?
Empfohlen wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge und ca. 240 Liter. Als aktive Schwarmfische benötigen sie viel Schwimmraum in der Länge.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 24. Oktober 2013Lesen und mitredenZuklappen
Dirk Godlinski
Moin,
Die Art heisst Melanotaenia splendida rubrostriata (mit „d“)! In einschlägigen Veröffentlichungen wird sie übrigens mittlerweile als eigene Art Melanotaenia rubrostriata angesehen und nicht mehr als Unterart von M. splendida. (Wie alle anderen Regenbogenfische auch geht sie nicht in Höhlen, wie unter Besonderheiten aufgeführt…)
Matthias WiesenseeRedaktion
Hallo Dirk, habe es geändert. Hast du ggf. ein Bild für den Eintrag?