Neocaridina palmata bosensis

Deutscher Name: Marmorgarnele

Herkunft: Japan, Ostasien
Farben: Braun, Grau, Weiß
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Neocaridina
Gruppe: Garnelen

Beschreibung

Neocaridina palmata bosensis ist eine Garnelenart aus der Familie Atyidae. Ihr wissenschaftlicher Name zeigt die Zugehörigkeit zur Gattung Neocaridina. Die Art erreicht eine Schnittlänge von ungefähr 2,5 Zentimetern. Der Körper trägt ein marmoriertes Muster mit wechselnden Farbtönen, das oft in Grau-, Blau- und Brauntönen erscheint. Der durchscheinende Panzer und der kurze, spitze Rostrum sind typische Kennzeichen. Die Durchschnittsmaße können je nach Lebensraum schwanken, weshalb hier mittlere Werte angegeben werden. Diese Garnelenart lebt in flachen, klaren Fließgewässern mit reichlich Pflanzenbewuchs. In ihrem natürlichen Habitat findet man sie oft in Laubstreu und an Uferbereichen, wo sie sich von Biofilm und kleinen Partikeln ernähren. Die Art ist an das Leben in Gewässern mit mäßiger Strömung und stabilen Wassertemperaturen um die 24 Grad Celsius angepasst. Dabei wird oft ein pH-Wert von etwa 7 angegeben. Solche Bedingungen finden sich in Flussläufen und Bachbetten, die für eine gute Sauerstoffversorgung sorgen. Neocaridina palmata bosensis zeigt interessante Verhaltensweisen. Sie sucht ständig nach Nahrung und nutzt dabei ihre feinen Antennen als Fühler. Einige Beobachtungen beschreiben ein leichtes Territorialverhalten, das den Platz in dicht besiedelten Habitaten regelt. Außerdem können sie in Zeiten von Stress oder Gefahr kleine Körperteile abwerfen, eine Methode, die als Autotomie bekannt ist. Im Aquarium sollten ähnliche Wasserparameter vorherrschen wie im natürlichen Lebensraum. Es wird empfohlen, den Namen Marmorgarnele sowie den wissenschaftlichen Namen zu nutzen, um Verwechslungen mit anderen Garnelenarten zu vermeiden. Einige Angaben in den Quellen weichen voneinander ab und regen zu weiterer Forschung an.

Besonderheiten

Neocaridina palmata bosensis gehört zu einer Garnelenart, die durch ihre gemusterte Schale besticht. Das Tier zeigt ein marmoriertes Aussehen, das es im Wasser gut tarnt. Es verträgt verschiedene Wasserarten und passt sich an wechselnde Lebensräume an. Der robuste Körperbau bietet Schutz vor äußeren Einflüssen. Im Vergleich zu nahen Arten fällt seine hohe Umweltanpassung auf. Einige Details zu Wachstum und Verhalten sind noch nicht vollständig erforscht, sodass weitere Studien notwendig sind.

Vergesellschaftungshinweise

In Gemeinschaftsbecken fühlen sich kleine Wasserbewohner mit friedlichem Verhalten wohl. Sie gedeihen in Gruppen, in denen Rückzugsmöglichkeiten und dichte Bepflanzung vorhanden sind. Die Marmorgarnele (Neocaridina palmata bosensis) verträgt sich gut mit kleinen Fischen wie Zwergbarben und Salmlern sowie mit einigen wirbellosen Arten. Zu beachten ist, dass größere Fische und räuberische Arten die Tiere fressen können. Eine Gruppierung von mehreren Tieren ist empfehlenswert, um Stress zu vermeiden. Abwechslungsreiche Strukturen mit Pflanzen und Verstecken fördern Sicherheit und unterstützen das Beckenökosystem.
Größe: Bis zu 2,5 cm

Erscheinungsbild

Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zu den Erscheinungsmerkmalen für dieses Tier.

Zucht und Fortpflanzung

Diese Tiere vermehren sich durch direkte Eiablage. Die Eier werden am Unterleib getragen und durchlaufen eine kurze Entwicklungsphase, bevor kleine Jungtiere schlüpfen. Neocaridina palmata bosensis legt ihre Eier in kleinen Gruppen ab, die von den Weibchen am Bauch befestigt werden. Sobald die Eier schlüpfen, zeigen die Larven bereits eine weitgehend ausgereifte Form, was den Prozess der direkten Entwicklung bestätigt. Die Haltungsbedingungen sind essenziell für gesunde Fortpflanzung und Wachstum. Ein stabiles Wasser mit pH-Werten um 7,0 und einer Temperatur zwischen 22 und 26 Grad Celsius fördert die Eiablage und das Wohlbefinden der Tiere. Als Substrat empfiehlt sich feiner Kies oder Sand, der die Bildung eines Biofilms unterstützt, den die Garnelen als Nahrungsquelle nutzen. Zusätzlich hilft der Zugang zu Pflanzen und Verstecken, den natürlichen Stress zu mindern. Das Häutungsverhalten entspricht dem typischen Muster bei Krebstieren. Vor der Häutung bildet sich ein dünner, weicher Körperfilm, der das Loch im Exoskelett markiert. Diese Exuvie-Phase ermöglicht den Tieren, ihren Panzer zu erneuern und so weiteres Wachstum zu ermöglichen. Der gesamte Lebenszyklus lässt sich in klare Stadien unterteilen. Im ersten Stadium erscheinen helle, fast durchscheinende Jungtiere, die im Laufe der Zeit dunklere, intensivere Farben entwickeln. Zusätzlich zeigt sich im Verhalten ein ausgeprägtes Grasen und eine aktive Suche nach Futterresten. Die Tiere erkunden das Aquariumssetup und nutzen geschickt jede Struktur, die ihnen als Versteck dient. Durch diese natürlichen Aktivitäten wird ihr Stoffwechsel angeregt und Stress reduziert. Somit spielt die umgebende Substratstruktur eine doppelte Rolle, indem sie sowohl als Nahrungsquelle als auch als Schutzraum dient.
Beckengröße:
Mindestens 20 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten, ausreichend Schwimmraum und moderater Strömung.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
6,5-8,0
Temperatur:
18-28 °C
Alterserwartung
1–2 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Diese Garnelen nehmen kleine Futterreste, Pflanzenteile und Mikroalgen zu sich. Im Aquarium sollten sie regelmäßig und in kleinen, gut bemessenen Mengen gefüttert werden. Frisches Gemüse, wie Zucchini oder Gurke, bietet wichtige Vitamine und Mineralien. Ergänzend kann Calcium zur Schalenstärkung gegeben werden, da die Tiere oft am Substrat fressen. Fettreiche und gewürzte Speisen sollten vermieden werden, um Verdauung nicht zu belasten.

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