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Zierfische, Familie Aplocheilidae

Pachypanchax sakaramyi

Pachypanchax sakaramyi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Pachypanchax sakaramyi ist ein markant gefärbter Killifisch aus dem Norden Madagaskars und wird im Aquarium bis zu 9 cm groß (Wildtiere bis 6,6 cm). Männchen zeigen ein intensives Farbspektrum von Grünlich-Blau auf dem Rücken bis Rötlich-Golden an der Unterseite. Die unpaaren Flossen sind bräunlich mit gelblicher Basis und hellen Säumen. Bei starker Beleuchtung intensivieren sich die metallisch-blauen Töne deutlich.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
Pachypanchax sakaramyi (Pachypanchax sakaramyi)
Männchen – Quelle: Aquarium Glaser
  • bis 9 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 20-24 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 2-12 dGHGesamthärte

  • ab 120 lBeckengröße

Beschreibung

Weibchen sind schlichter gefärbt, überwiegend bräunlich mit dunklen Flecken in den Flossen. Im Aquarium hält sich die Art bevorzugt in den oberen und mittleren Wasserschichten auf. Männchen zeigen untereinander Revierverhalten, schwere Verletzungen sind jedoch selten. Gegenüber ähnlich großen Arten verhalten sich die Fische friedlich, deutlich kleinere Fische oder sehr junge Wirbellose können als Beute angesehen werden. Besonders zu beachten ist der Artenschutz-Status: Pachypanchax sakaramyi wird von der IUCN als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered, CR) eingestuft. Alle Aquariumexemplare stammen aus Nachzucht und gehen auf 5 Wildpaare zurück, die 1994 wiederentdeckt wurden. Verantwortungsvolle Zucht trägt aktiv zum Erhalt dieser Art bei.

Haltung und Pflege

Pachypanchax sakaramyi benötigt ein Becken ab 90 cm Kantenlänge (ca. 120 Liter) mit Temperaturen von 20–24 °C, einem pH-Wert von 6,5–7,5 und einer Gesamthärte von 2–12 °dGH. Die Art stammt aus gebirgigen Lagen des nördlichen Madagaskars, wo Wildwassertemperaturen bei 20,5–22 °C liegen – zu warme Haltung sollte vermieden werden. Das Becken sollte offene Schwimmzonen im oberen Bereich mit beschatteten Bereichen kombinieren. Fein-kiesige oder sandige Substrate, Pflanzengruppen und Schwimmpflanzen schaffen Laich- und Rückzugsorte. Da die Art in der Natur schnell fließende Gebirgsbäche bewohnt, ist eine mäßige bis gute Filterung empfehlenswert. Starke Oberflächenturbulenzen sind zu vermeiden. Das Springrisiko ist gering, dennoch ist eine Abdeckung empfehlenswert. Die Art eignet sich für Einsteiger mit etwas Erfahrung. Durch verantwortungsvolle Zucht tragen Halter aktiv zum Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Art bei.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pachypanchax sakaramyi kann in Gruppen gehalten werden, ist aber kein echter Schwarmfisch. Männchen sind territorial und zeigen Imponier- und Revierverhalten. Die Haltung gelingt am besten mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis (z. B. 1 Männchen zu 2–3 Weibchen) und ausreichend Versteckmöglichkeiten. In der Brut- und Paarungszeit steigt die Aggressivität der Männchen deutlich an. Zwerggarnelen werden in der Regel gefressen, Junggarnelen sind stark gefährdet. Größere Schnecken werden weitgehend toleriert. Da die Art auf Madagaskar endemisch ist, gibt es keine regionaltypischen Beifische im klassischen Sinne. Geeignet sind friedliche, ähnlich große Fische mit vergleichbaren Wasseransprüchen und ruhigem Temperament.

Ernährung

Pachypanchax sakaramyi ist ein Raubfisch und Fleischfresser. In der Natur jagt die Art terrestrische Insekten an der Wasseroberfläche und frisst benthische Wirbellose. Im Aquarium werden lebende und gefrostete Artemia, Mückenlarven, Daphnien und Fruchtfliegen gerne angenommen. Hochwertiges Trockenfutter wird ebenfalls akzeptiert, sollte aber durch regelmäßiges Lebend- und Frostfutter ergänzt werden. Auf rote Mückenlarven und Tubifex sollte verzichtet werden: Killifische reagieren empfindlich auf die damit eingetragenen Keime und neigen bei fettreicher Kost zur Verfettung. Weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Grindalwürmer sind die bessere Grundlage.

Zucht

Pachypanchax sakaramyi ist ein Substratlaicher und lässt sich im Aquarium gut nachzüchten. Weibchen legen haftende Eier in buschigen Pflanzen oder Laichmopps ab. Männchen zeigen ausdauerndes Verfolgungsverhalten, daher sind Rückzugsmöglichkeiten für Weibchen wichtig. Empfohlene Zuchtwerte: 22–24 °C, pH 6,5–7,5, GH max. 12 °dGH. Über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen werden 100–200 Eier abgelegt. Die Inkubationszeit beträgt 25–30 Tage. Eier sind anfällig für Pilzbefall und werden häufig täglich gesammelt oder in separaten Gefäßen mit Fungizid behandelt. Jungfische schlüpfen relativ groß und fressen sofort Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Eltern betreiben keine Brutpflege und fressen Eier sowie Jungfische. Alle Aquariumtiere gehen auf eine sehr kleine Ausgangspopulation zurück – auf genetische Vielfalt ist bei der Zucht zu achten.

Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6,5 bis 7,5, bis 12 dGH

Natürlicher Lebensraum

Pachypanchax sakaramyi ist endemisch im nördlichsten Teil Madagaskars und kommt ausschließlich im Einzugsgebiet des Sakaramy- und des oberen Antongombato-Flusses am Ambohitra-Massiv vor. Das Habitat besteht aus klaren, sauerstoffreichen Gebirgsbächen mit ruhigeren Stillwasserbereichen. Wilde Wasserwerte: 20,5–22 °C, pH 7,2–7,5, ca. 2–4 °dGH. Die Art ist durch Habitatverlust und eingeschleppte Arten (Guppys, Gambusien) stark bedroht.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind farbintensiver mit grünlich-blauen Tönen auf dem Rücken und rot-goldenen Farben an der Unterseite. Rücken- und Afterflosse sind spitzer und stärker ausgezogen. Weibchen sind kleiner, unmarkanter bräunlich gefärbt mit kleinen dunklen Flecken in den unpaaren Flossen.

Gut zu wissen

  • IUCN-Status: Critically Endangered (CR) – alle Aquarientiere aus Nachzucht
  • Substratlaicher: haftende Eier werden in Pflanzen oder Laichmopps abgelegt
  • Intensives Balz- und Imponierverhalten der Männchen, in der Paarungszeit teils aggressiv
  • Junggarnelen gefährdet, Schnecken werden toleriert
  • Häufig erfolgreich im Aquarium nachgezüchtet, F5+ Generationen vorhanden
  • Springrisiko gering, dennoch Abdeckung empfehlenswert

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Pachypanchax sakaramyi?

Die Art benötigt Temperaturen von 20–24 °C, einen pH-Wert von 6,5–7,5 und eine Gesamthärte von 2–12 °dGH. Zu warme Haltung über 24 °C sollte vermieden werden, da die Art aus kühlen Gebirgsbächen stammt.

Kann man den Pachypanchax sakaramyi vergesellschaften?

Ja, mit friedlichen, ähnlich großen Fischen mit vergleichbaren Wasseransprüchen. Da die Art auf Madagaskar endemisch ist, gibt es keine regionaltypischen Beifische. Zwerggarnelen werden gefressen, Schnecken werden toleriert.

Ist die Zucht vom Pachypanchax sakaramyi schwierig?

Die Zucht gilt als einfach und ist gut dokumentiert. Die Art laicht als Substratlaicher in Pflanzen oder Laichmopps. Die Inkubationszeit beträgt 25–30 Tage. F5+ Nachzuchten existieren im Hobby.

Ist der Pachypanchax sakaramyi eine geschützte Art?

Ja, die Art ist von der IUCN als Critically Endangered (CR) eingestuft. Alle Aquarientiere stammen aus Nachzucht und gehen auf 5 Wildpaare zurück. Verantwortungsvolle Zucht trägt zum Arterhalt bei.

Hinweis zu den Daten

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Passt ins Becken dazu

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Madagaskar-Ährenfisch

Regenbogenfische

Madagaskar-Ährenfisch

Bedotia geayi

  • Endgröße: bis 9 cm TL
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 20-24 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Ostafrika, Wasserwerte passen

Kleiner Maulbrüter

Zierfische

Kleiner Maulbrüter

Pseudocrenilabrus multicolor

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,2
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Ostafrika, Wasserwerte passen

Orthochromis stormsi

Buntbarsche

Orthochromis stormsi

Orthochromis stormsi

  • Endgröße: 12 cm (SL)
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 22-27 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Ostafrika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Zahnkarpfen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Tüpfelhechtling

Zahnkarpfen

Tüpfelhechtling

Pachypanchax playfairii

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, territorial

Männchen des Ceylonhechtlings (Aplocheilus dayi dayi) vor Pflanzen

Zahnkarpfen

Grüner Hechtling

Aplocheilus dayi

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, friedlich

Fallax Prachtkärpfling

Zahnkarpfen

Fallax Prachtkärpfling

Fundulopanchax fallax

  • Endgröße: 9 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 5,8-7,2
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Haremshaltung, friedlich

Metallkärpfling

Zahnkarpfen

Metallkärpfling

Girardinus metallicus

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-27 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Haremshaltung, friedlich

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