
Harnischwelse
Leopardfrosch-Harnischwels, Goldtigerharnischwels
Peckoltia compta
- Endgröße: bis 12 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 6-7,2
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Peckoltia sp. L38, der Gebänderte Zwergschilderwels, wird 10-12 cm (SL) groß und ist ein kompakter, gedrungener L-Wels aus der Familie der Loricariidae. Die Grundfärbung ist rötlich bis cremefarben, durchzogen von dunkelbraunen, unregelmäßigen Linien und Streifen, die den Tieren eine gute Tarnung zwischen Steinen und Holz verleihen.

10-12 cm (SL)Endgröße
bis 15 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Adulte Männchen entwickeln einen markanten Odontodenbewuchs an der hinteren Körperhälfte, am Schwanzstiel, an den Brustflossenstacheln und hinter den Kiemendeckeln. Weibchen bleiben glatter und zeigen im Laichzustand eine breitere Körperform. Im Aquarium dämmerungs- und nachtaktiv, weidet abends Aufwuchs und Biofilm von Holz und Steinen ab.
Peckoltia sp. L38 benötigt ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 25-29 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 °dGH. Strukturreiche Einrichtung mit reichlich Verstecken aus Tonröhren, Wurzelholz und Steinen. Moderate bis starke Strömung. Leistungsfähige Filterung (4-5-faches Beckenvolumen pro Stunde). Weiches Wurzelholz (Moorkienholz) sollte dauerhaft vorhanden sein, da die Tiere den Biofilm und Aufwuchs darauf abraspeln (keine Holzfresser!). Gedämpfte Beleuchtung und dichte Rückzugszonen. Regelmäßige Teilwasserwechsel von 30-50 % wöchentlich. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.
Peckoltia sp. L38 ist friedlich und für Gruppenhaltung geeignet (mindestens 4-6 Tiere). Ausreichend Höhlen sollten vorhanden sein, um innerartliche Reibereien zu minimieren. Während der Brutzeit verteidigen Männchen ihre Höhlen energisch. Geeignete Beifische sind kleinere bis mittelgroße, friedliche Salmler, bodenbewohnende Corydoras-Arten, Ancistrus sowie Garnelen (Neocaridina, Caridina) und Schnecken. Gegenüber ähnlich geformten Welsen können die Tiere territorial reagieren, wenn zu wenige Verstecke vorhanden sind.
Peckoltia sp. L38 ist ein Allesfresser mit Vorliebe für proteinreiche Kost. Hauptnahrung sind sinkende Frostfutterangebote wie Artemia, rote und weiße Mückenlarven sowie gelegentlich Tubifex. Ergänzend Welstabs, Granulat und pflanzliche Beikost (Gurke, Zucchini, vorgekochte Kartoffel). Weiches Wurzelholz sollte dauerhaft im Becken sein, da die Tiere den darauf siedelnden Biofilm abraspeln. Peckoltia sind keine Holzfresser wie Panaque-Arten und verdauen das Holz selbst nicht.
Peckoltia sp. L38 ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zucht gilt als mittel schwierig. Zur Zucht eignen sich einseitig geöffnete Tonröhren in passender Größe. Optimale Zuchtwasserwerte: pH 6,0-6,5, GH um 7 °dGH, 27 °C, Leitwert ca. 300 µS/cm. Das Weibchen legt die Eier in der Höhle ab, das Männchen übernimmt die Brutpflege und bewacht das Gelege. Die Larven schlüpfen nach etwa 8 Tagen. Die Jungfische sind relativ groß und fressen nach Verlassen der Höhle direkt feines Futter.
Zuchtwasser: 27 °C, pH 6 bis 6,5, bis 7 °dGH
Peckoltia sp. L38 stammt aus dem Einzugsgebiet des unteren Rio Tocantins in Brasilien, Bundesstaat Para, nahe der Ortschaft Mocajuba. Die Art besiedelt strömungsreiche Flussabschnitte mit Substrat aus unterschiedlich großen Steinen, Sand und Feinkies. Totholz und Felsspalten bieten zahlreiche Versteckmöglichkeiten. Die Tiere leben an Strömungskanten und hinter Steinen, wo sie Aufwuchs und Biofilm als Nahrungsgrundlage finden. Pflanzen spielen im natürlichen Habitat keine wesentliche Rolle.
Männchen entwickeln einen deutlichen, borstigen Odontodenbewuchs an der hinteren Körperhälfte, am Schwanzstiel, an den Brustflossenstacheln und hinter den Kiemendeckeln. Bei stark ausgeprägten Männchen erinnert der Bewuchs am Schwanzstiel an eine Flaschenbürste. Weibchen fehlen diese dichten Odontoden und wirken insgesamt glatter. Laichbereite Weibchen zeigen eine breitere Körperform, besonders hinter den Brustflossen in der Draufsicht.
Peckoltia sp. L38 erreicht 10-12 cm (SL). Die Art benötigt ein Becken ab 100 cm Kantenlänge und 160 Liter.
Temperatur 25-29 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 °dGH. Moderate bis starke Strömung und sauerstoffreiches Wasser.
Nein! Peckoltia sp. L38 raspelt nur Biofilm und Aufwuchs von Holzoberflächen, verdaut das Holz selbst aber nicht (im Gegensatz zu Panaque-Arten). Er ist ein Allesfresser mit Proteinpräferenz.
Ja, Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Tonröhren als Laichhöhlen. Zuchtwasser: pH 6,0-6,5, GH 7 °dGH, 27 °C. Schlupf nach etwa 8 Tagen.
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