
Harnischwelse
Titanic-Kaktuswels
Pseudacanthicus sp. L 273
- Endgröße: bis 40 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 24-29 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, aggressiv
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Zierfische, Familie Loricariidae
Pseudacanthicus cf. leopardus
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Leopard-Kaktuswels (L114, LDA007) ist ein massiger, stark gepanzerter Harnischwels mit einer Größe von etwa 25 cm SL (ca. 30-40 cm Gesamtlänge). Ein markantes Netzmuster aus schwarzen Flecken auf gelb-oranger Grundfärbung kennzeichnet die Art. Der gedrungene, kraftvolle Körperbau zeigt bei Männchen stark ausgeprägte Odontoden (Hautzähnchen) an Kopf, Flanken und Brustflossen.
bis 40 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
0-15 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Rücken- und Schwanzflossen tragen oft leuchtend orange bis rote Saumkanten, besonders bei adulten Tieren. Die Zeichnung verändert sich deutlich vom Juvenil- zum Adultstadium. Im Aquarium ist die Art dämmerungs- und nachtaktiv. Hinweis: Die Bezeichnung „cf.“ bedeutet, dass die genaue Artzugehörigkeit unsicher ist. Der beschriebene Pseudacanthicus leopardus stammt aus Guyana, während die als L114 gehandelten Tiere aus dem Rio Demini stammen und möglicherweise eine eigene Art darstellen.
Pseudacanthicus cf. leopardus benötigt ein sehr großes Aquarium ab 200 cm Kantenlänge und mindestens 1.080 Litern. Wasserwerte: 24-28 °C, pH 5,5-7,5, GH 0-15 °dGH. Sand oder feiner Kies als Substrat, zahlreiche stabile Höhlen aus Steinen oder Ton sowie Wurzeln als Sichtbarrieren sind nötig. Eine starke Filterung mit einem Durchfluss von mindestens dem 4-5-fachen des Beckenvolumens sorgt für Strömung und Wasserqualität. Regelmäßige großzügige Wasserwechsel sind Pflicht, da die Art empfindlich auf organische Belastung reagiert. Eine Abdeckung ist empfohlen. Wie alle Loricariidae reagiert diese Art empfindlich auf kupferhaltige Medikamente. Bei Krankheitsbehandlungen kupferfreie Alternativen verwenden.
Pseudacanthicus cf. leopardus ist territorial und einzelgängerisch. Die Art ist aggressiv gegenüber Artgenossen und verteidigt Höhlen energisch. Einzelhaltung ist die Standardempfehlung. In sehr großen Becken ab 250 cm mit zahlreichen Höhlen und visuellen Barrieren (Steinaufbauten, Wurzeln) kann ein Paar gehalten werden, sofern jedes Tier eine eigene Höhle besitzt. Gruppenhaltung mehrerer Männchen ist nicht praktikabel. Leopard-Kaktuswelse lassen sich nur mit robusten, großwüchsigen Beifischen vergesellschaften, die keine Höhlen beanspruchen. Geeignet sind größere Salmler, friedliche Großcichliden und mittelgroße Barben aus dem mittleren und oberen Beckenbereich. Garnelen werden als Futter betrachtet. Flusskrebse sollten ebenfalls nicht vergesellschaftet werden, da sie den Wels mit ihren Scheren verletzen können.
Pseudacanthicus cf. leopardus ist überwiegend karnivor und kein Holzfresser oder Aufwuchsraspler. Sinkende, fleischhaltige Granulate und Pellets für Bodenwelse sowie Frost- und Lebendfutter wie Muschelfleisch, Stinte, Garnelen, Krill und Mückenlarven bilden die Ernährungsgrundlage. Muschelfleisch und Garnelen gelten als besonders wachstumsfördernd. Pflanzliche Kost wird nur ergänzend angenommen (z. B. Spirulina-Tabs, blanchierte Zucchini).
Pseudacanthicus cf. leopardus ist ein Höhlenbrüter, bei dem das Männchen die Brutpflege übernimmt. Gelege können über 1.000 Eier umfassen. Die Eier schlüpfen je nach Temperatur nach etwa einer Woche. Zuchtwasser: 28-30 °C, pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH. Zur Stimulation eignen sich häufige, großzügige Wasserwechsel (bis zu 80 %) mit weichem, etwas kühlerem Wasser, die Erhöhung der Strömung sowie die Zugabe von Huminstoffen.
Zuchtwasser: 28 bis 30 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Die als L114 gehandelten Tiere stammen aus dem mittleren Einzugsgebiet des Rio Negro in Brasilien, speziell aus dem Rio Demini. Sie besiedeln Schwarzwasser-Flussabschnitte mit sandigem bis felsigem Grund, reichlich Verstecken durch Felsen und Totholz und mäßiger bis starker Strömung. Diese Habitate bieten hohen Sauerstoffeintrag und Ruheplätze in engen Spalten und Höhlen.
Männchen haben einen breiteren, wuchtigeren Kopf und deutlich ausgeprägtere Odontoden an Kopf, Flanken und vor allem an den Brustflossenstrahlen sowie im Interoperkularraum. Weibchen wirken insgesamt fülliger im Bauchbereich und sind weniger stark mit Odontoden besetzt.
L114 fühlt sich bei 24-28 °C, pH 5,5-7,5 und GH 0-15 °dGH wohl. Als Schwarzwasserfisch bevorzugt er weiches, leicht saures Wasser. Starke Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind Pflicht.
Nur mit robusten, großwüchsigen Beifischen, die keine Höhlen beanspruchen. Größere Salmler und friedliche Großcichliden im mittleren Beckenbereich eignen sich. Garnelen werden gefressen.
Ja, die Zucht ist schwierig, aber gelungen. Als Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege können Gelege über 1.000 Eier umfassen. Zuchtwasser: 28-30 °C, pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH.
Der beschriebene P. leopardus stammt aus dem Rupununi River in Guyana, während L114 aus dem Rio Demini (Rio Negro, Brasilien) stammt. Ob es sich um dieselbe Art handelt, ist wissenschaftlich nicht geklärt.
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