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Zierfische, Familie Loricariidae

Beni-Hexenwels

Rineloricaria beni

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Beni-Hexenwels (Rineloricaria beni) ist ein schlanker Harnischwels aus der Familie der Loricariidae und erreicht eine Standardlänge von 7,8 cm. Mit seinem schnurartigen Körperbau, der ausgeprägten Panzerplattierung und der stark verlängerten Schwanzpartie ist er ein typischer Vertreter der Peitschenschwanzwelse.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Beni-Hexenwels (Rineloricaria beni)
Foto: Karl Schwamm
  • 7,8 cm SLEndgröße

  • 8-12 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Erwachsene Männchen entwickeln deutliche Odontoden (hakenförmige Haftstrukturen) an Kopf und Brustflossen, die dem vorderen Körperbereich ein raues Erscheinungsbild verleihen. Die Grundfärbung zeigt braune bis gräulich-beige Töne mit dunkler Fleckung oder Bänderung als Tarnung auf sandigem Substrat. Die Art ist zum fakultativen Luftatmen befähigt: Bei Sauerstoffmangel kann sie atmosphärische Luft schlucken und über einen umgebildeten Magen Sauerstoff aufnehmen. Im Aquarium zeigt Rineloricaria beni typisches Bodenverhalten und ist überwiegend dämmerungs- bis nachtaktiv.

Haltung und Pflege

Rineloricaria beni benötigt Wassertemperaturen von 22 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 2 bis 12 °dGH. Für eine kleine Gruppe empfiehlt sich ein Becken ab 80 cm Kantenlänge mit mindestens 112 Litern. Mehrere Höhlen und Verstecke in Form von Bambusrohren, hohlen Wurzelteilen oder engem Steinwerk sind unverzichtbar, da das Männchen für die Eiablage einen geeigneten Laichplatz benötigt. Feiner, weicher Sand als Bodengrund schont die empfindlichen Bauchplatten und Barteln. Moderate bis kräftige Wasserumwälzung mit guter Sauerstoffversorgung ist vorteilhaft. Gedämpfte Beleuchtung und Schwimmpflanzen reduzieren die Lichtintensität. Kupferhaltige Medikamente sind zu vermeiden. Rineloricaria beni ist aufgrund ihrer geringen Endgröße, des friedlichen Temperaments und der väterlichen Brutpflege eine reizvolle Wahl für Aquarianer mit Interesse an südamerikanischen Bodenbewohnern.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Rineloricaria beni ist ein friedlicher Bodenbewohner, der in kleinen Gruppen ab 5 Tieren gehalten werden sollte. Während der Brutzeit verteidigt das Männchen seinen Laichplatz, ernsthafte Auseinandersetzungen sind selten. Geeignete Mitbewohner sind friedliche südamerikanische Arten: kleine bis mittelgroße Salmler (Hyphessobrycon, Hemigrammus), kleinbleibende Apistogramma-Arten, Corydoras sowie andere friedliche Loricariiden. Aggressive oder territorial dominante Arten sind ungeeignet. Schnecken werden toleriert, sehr kleine Garnelen können als Futter wahrgenommen werden.

Ernährung

Rineloricaria beni ist ein Aufwuchsfresser, der ergänzend auch kleine tierische Futterpartikel aufnimmt. Im Aquarium eignen sich sinkende Tabletten, Algenwafer, Spirulina-Tabletten und gelegentlich Frostfutter wie Artemia und Cyclops. Blanchierte Zucchini oder Gurke werden gut akzeptiert. Die Fütterung sollte abends erfolgen, um dem nachtaktiven Verhalten zu entsprechen.

Zucht

Rineloricaria beni ist ein Höhlenlaicher mit väterlicher Brutpflege. Das Weibchen legt die Eier in einem engen Versteck ab (Röhre, hohles Holzstück oder PVC-Rohr mit ca. 2–3 cm Innendurchmesser). Das Männchen übernimmt die vollständige Brutpflege: Bewachung, Reinigung und Befächeln der Eier. Spezielle Zucht-Wasserwerte sind nicht dokumentiert, die Haltungswerte dienen als Ausgangsbasis. Die Aufzucht der Jungfische erfordert sauberes, gut belüftetes Wasser und feines Aufzuchtfutter.

Natürlicher Lebensraum

Rineloricaria beni stammt aus dem Beni-Flussbecken in Bolivien (Südamerika). Die Art bewohnt sauerstoffreiche, strömungsreiche Flussabschnitte mit strukturreichem Bodengrund aus Steinen, Grobsediment und Treibholz. Diese Habitate bieten reichlich Aufwuchs, Wirbellose und geeignete Laichplätze in Spalten und Höhlungen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen unterscheiden sich durch kräftigere Odontoden-Entwicklung an Kopf und Brustflossen sowie einen schlankeren Körperbau. Weibchen sind im Bauchbereich rundlicher, besonders bei Laichreife erkennbar.

Gut zu wissen

  • Höhlenlaicher mit ausschließlich väterlicher Brutpflege (Bewachung und Befächeln der Eier)
  • Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden an Kopf und Brustflossen
  • Fakultatives Luftatmen (Magenatmung)
  • Überwiegend nachtaktiv und bodenorientiert
  • Kupferempfindlich – kupferhaltige Medikamente vermeiden
  • Selten im Handel, wenig dokumentiert

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Beni-Hexenwels?

Der Beni-Hexenwels benötigt Temperaturen von 22 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 2 bis 12 °dGH.

Kann man den Beni-Hexenwels vergesellschaften?

Die Art ist friedlich und eignet sich für Gesellschaftsbecken mit anderen ruhigen südamerikanischen Arten wie kleinen Salmlern, Corydoras und Apistogramma. Aggressive oder territoriale Arten sind ungeeignet.

Wie züchtet man den Beni-Hexenwels?

Die Art ist ein Höhlenlaicher mit väterlicher Brutpflege. Das Männchen bewacht und befächelt die Eier in engen Röhren oder Höhlen. PVC-Rohre mit 2–3 cm Innendurchmesser haben sich als Laichplatz bewährt.

Was frisst der Beni-Hexenwels?

Als Aufwuchsfresser nimmt die Art sinkende Tabletten, Algenwafer und Spirulina-Tabletten an. Ergänzend sollten Frostfutter wie Artemia sowie blanchiertes Gemüse angeboten werden.

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