Sturisomatichthys aureum

Deutscher Name: Goldbartelwels

Goldbartelwels
Herkunft:
Kolumbien
Farben:
braun, gelb
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Sturisoma aureum
Gattung: Sturisoma
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Der Goldbartelwels (Sturisomatichthys aureum) wird etwa 20 cm (SL) groß und gehört zur Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Der Körper ist schlank und stark gestreckt mit abgeflachtem Bauch, typisch für die Unterfamilie Loricariinae. Die Grundfärbung ist gelblich-braun bis golden mit einem dunklen Längsband entlang der Körpermitte. Die äußeren Strahlen der Schwanzflosse sind bei adulten Tieren fadenförmig verlängert, was dem Fisch sein typisches Peitschenschwanz-Erscheinungsbild verleiht. Im Aquarium zeigt Sturisomatichthys aureum ein ruhiges, bodenorientiertes Verhalten. Die Art haftet an Scheiben, Steinen und Wurzeln und weidet dort Aufwuchs und Biofilm ab. Tagsüber verbringt sie viel Zeit regungslos an Einrichtungsgegenständen. Die Art ist ein langsamer Fresser und benötigt gezielte Fütterung, um nicht von schnelleren Mitbewohnern verdrängt zu werden.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Peitschenschwanz-Erscheinungsbild durch verlängerte Schwanzflossenstrahlen
  • Männchen entwickeln während der Laichzeit Odontoden an den Wangen
  • Langsamer Fresser: gezielte Fütterung nötig, damit er nicht von Mitbewohnern verdrängt wird
  • Sand als Bodengrund Pflicht: Kies verletzt Barteln und Bauchunterseite
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten
  • Holz als Nahrungsquelle: Moorkienwurzeln sind für die Verdauung notwendig
  • Nur in gut eingefahrenen Aquarien halten: die Art braucht Aufwuchs
  • Dämmerungs- und nachtaktiv

Vergesellschaftungshinweise

Sturisomatichthys aureum kann einzeln oder in kleinen Gruppen von drei bis fünf Tieren gehalten werden, idealerweise ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen. Adulte Männchen können untereinander territorial und aggressiv werden, daher pro Becken nur ein Männchen oder deutlich mehr Weibchen als Männchen halten. Das Temperament ist gegenüber anderen Arten friedlich. Die Art eignet sich gut für Gesellschaftsbecken mit anderen südamerikanischen Arten. Für die Vergesellschaftung eignen sich kleine Salmler, Panzerwelse (Corydoras), Beilbauchfische und Ziersalmler (Nannostomus). Andere Loricariidae werden in der Regel toleriert. Ostafrikanische Hartwasser-Buntbarsche sind ungeeignet. Schnecken werden toleriert, Garnelen sind weitgehend sicher.

Geschlechtsdimorphismus

Geschlechtsreife Männchen entwickeln während der Laichzeit einen dichten Besatz aus Odontoden (Hautzähnen) an den Wangen. Weibchen sind im Vergleich gedrungener gebaut. Außerhalb der Laichzeit ist die Geschlechtsbestimmung schwierig.
Größe: ca. 20 cm (SL)

Haltungstipps / Pflege

Sturisomatichthys aureum benötigt eine Wassertemperatur von 20-26 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 5-15 dGH. Das Aquarium sollte mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter fassen. Der Bodengrund muss aus feinem Sand bestehen, da Kies die empfindlichen Barteln und den Bauch beschädigt. Die Einrichtung sollte Moorkienwurzeln und Hartholzwurzeln enthalten, die gleichzeitig als Nahrungsquelle dienen. Flache Steine, Höhlen und schattierte Bereiche geben Rückzugsmöglichkeiten. Das Becken sollte gut bepflanzt sein, gleichzeitig offene Flächen an Scheiben und Steinen bieten, damit sich Aufwuchs bilden kann. Sturisomatichthys aureum benötigt sauerstoffreiches Wasser mit moderater Strömung. Leistungsstarke Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind Pflicht. Die Art reagiert empfindlich auf Nitritbelastung und sollte nur in gut eingefahrenen Aquarien gehalten werden. Temperaturen dauerhaft über 26 °C werden schlecht vertragen. Wichtig: Loricariidae sind empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten. Bei Erkrankungen kupferfreie Alternativen verwenden. Der Goldbartelwels ist ein anspruchsvoller Pflegling für erfahrene Aquarianer, die ein eingefahrenes Becken mit Sand, Wurzelholz und guter Sauerstoffversorgung bereitstellen können.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,5-7,5
Temperatur:
20-26 °C
Beckengröße:
ab 120 cm, 240 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Sturisomatichthys aureum ist ein Substratlaicher, der regelmäßig im Aquarium nachgezogen wird. Die Eier werden auf glatten, senkrechten Flächen abgelegt, bevorzugt an der Aquarienscheibe, auf flachen Steinen oder Wurzeln. Der Laich ist klebrig und wird in einem kompakten Gelege zusammengelegt. Das Männchen übernimmt die gesamte Brutpflege: Es bewacht das Gelege und befächelt die Eier kontinuierlich. Das Weibchen zeigt nach der Eiablage kein weiteres Interesse. Die Larven schlüpfen nach etwa fünf bis neun Tagen bei 25 °C und werden zwei bis drei Tage nach dem Schlupf freischwimmend. Eine kurzfristige Abkühlung auf 22-24 °C in Kombination mit erhöhtem Wasseraustausch und guter Sauerstoffversorgung kann die Laichbereitschaft fördern. Weiche, leicht saure Wasserwerte unterstützen den Erfolg.

Ernährung/Futterbedarf

Sturisomatichthys aureum ist ein Aufwuchsfresser, der sich in der Natur hauptsächlich von Algenaufwuchs und Biofilm auf Holz und Steinen ernährt. Im Aquarium eignen sich Spirulina-Tabletten, Algenwafer und blanchiertes Gemüse wie Zucchini, Gurke oder Spinat als Hauptfutter. Weiches Holz (Moorkienwurzeln) zum Abraspeln ist für die Verdauung notwendig und kein optionales Dekorationsstück. Gelegentlich kann Frostfutter wie Artemia oder Mückenlarven ergänzt werden, der Fokus muss jedoch auf pflanzlicher Kost liegen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
ca. 8-12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Sturisomatichthys aureum stammt aus dem Nordwesten Kolumbiens und bewohnt die Einzugsgebiete der Flüsse Magdalena, San Jorge und Cesar. Die Art lebt in sauerstoffreichen, langsam bis mäßig fließenden Gewässern mit klarem Wasser und sandigen bis kiesigen Substraten. Das Habitat ist geprägt von moderater Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Wilde Wasserwerte können lokal variieren und weichen von optimalen Aquarienwerten ab.

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