
Labyrinthfische
Gepunkteter Fadenfisch
Trichopodus trichopterus
- Endgröße: bis 15 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 5,5-8,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
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Zierfische, Familie Osphronemidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Trichopodus trichopterus hieß früher Trichogaster trichopterus. Trichopodus trichopterus, der Punktierte Fadenfisch (auch Blauer Fadenfisch oder Dreipunktfadenfisch), wird bis zu 15 cm groß (SL) und ist ein robuster Labyrinthfisch aus der Familie der Osphronemidae. Er stammt aus Südostasien (Mekong-System und angrenzende Gebiete: China, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand, Vietnam) und ist eine der am weitesten verbreiteten Aquarienfischarten.

bis 15 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
5,5-8,5pH-Wert
3-15 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Die Wildform zeigt eine blaugraue Grundfarbe mit einem charakteristischen Dreipunkt-Muster: zwei schwarze Punkte auf der Körpermitte und am Schwanzstiel plus das Auge als dritter Punkt. Im Handel sind zahlreiche Zuchtformen verbreitet: Gold (einfarbig gelb-orange), Opalin/Marmoriert (blau-weiß marmoriert), Cosby, Silber/Platin und die Wildform.
Als Labyrinthfisch besitzt Trichopodus trichopterus ein zusätzliches Atemorgan für atmosphärische Luft. Er ist aktiv, robust und grundsätzlich ein Gemeinschaftsfisch, kann aber individuell aggressives Verhalten zeigen.
Der Punktierte Fadenfisch benötigt ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 24-28 °C, pH 5,5-8,5, GH 3-15 °dGH.
Die Art ist extrem anpassungsfähig an verschiedene Wasserwerte. Das Becken sollte dicht bepflanzt sein mit Schwimmpflanzen und freiem Schwimmraum. Ruhige bis schwache Strömung, dunkler Bodengrund.
Als Labyrinthfisch muss der Deckel dicht schließen, damit sich über der Wasseroberfläche eine warme, feuchte Luftschicht bildet. Kupferhaltige Medikamente meiden. Temperament-Warnung beachten: bei aggressiven Individuen mehr Sichtbarrieren einplanen.
Kupfer: Trichopodus trichopterus ist wie alle Labyrinthfische (Osphronemidae) empfindlich gegenüber Kupfer. Das Labyrinthorgan reagiert besonders empfindlich auf Schwermetalle. Kupferbasierte Medikamente strikt vermeiden; bei Parasitenbefall Malachitgrün, Formalin, Temperaturerhöhung.
Grundsätzlich ein Gemeinschaftsfisch, jedoch mit Temperament-Vorbehalt. Manche Individuen bleiben friedlich, andere werden aggressiv. Besonders während der Brutzeit nimmt die Aggressivität der Männchen zu. Flossenzupfen an schleppflossigen Fischen (Betta, Platys mit Schleierschwanz) wurde beobachtet.
Haltung als Paar oder Harem (1 Männchen, 2-3 Weibchen). Geeignete Beifische: robuste Barben, größere Salmler und Rasboras, Schmerlen, Ancistrus, Corydoras. Nicht geeignet: Schleierflosser (Flossenzupfer-Risiko), sehr kleine Fische unter 3 cm (Beute-Risiko), andere Gurami-Männchen ohne ausreichend Raum. Große Garnelen möglich, kleine Garnelen werden gefressen.
Der Punktierte Fadenfisch ist ein Allesfresser und sehr unkompliziert. Er nimmt nahezu alle kommerziellen Futter an: Flocken, Granulat, Pellets. Ergänzend: Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Daphnien), Lebendfutter und pflanzliche Anteile (Algen, Spirulina-Flocken). Abwechslungsreiche Ernährung fördert die Farbintensität.
Der Punktierte Fadenfisch ist ein Schaumnestbauer und eine der am unkompliziertesten zu züchtenden Gurami-Arten. Das Männchen errichtet ein Schaumnest an der Wasseroberfläche, oft zwischen Schwimmpflanzen. Pro Laichakt werden 500-1.200 Eier abgelegt.
Das Weibchen nach dem Ablaichen entfernen. Das Männchen bewacht Nest und Jungfische zuverlässig. Die Eier schlüpfen nach 20-30 Stunden. Die Jungfische sind nach 4-5 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Infusorien oder flüssiges Aufzuchtfutter, dann Artemia-Nauplien und Mikrowürmer.
Zuchtbedingungen: flaches Wasser (15-20 cm), Schwimmpflanzen, schwacher Filter, Temperatur 28-30 °C. Warme Luftschicht über dem Wasser nötig. Zuchtschwierigkeit: einfach.
Zuchtwasser: 28 bis 30 °C
Trichopodus trichopterus stammt aus dem Mekong-System und angrenzenden Gebieten Südostasiens (China, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand, Vietnam). Die Art bewohnt träge bis stehende, dicht bepflanzte Flachwassergebiete: Teiche, Reisfelder, Gräben, Sümpfe. T. trichopterus hat zahlreiche invasive Populationen weltweit etabliert (Australien, Nordamerika u. a.).
Männchen haben eine spitz ausgezogene Rückenflosse und sind zur Brutzeit farbintensiver. Weibchen besitzen eine abgerundete Rückenflosse und wirken bei Laichreife fülliger. Die Flossenform ist das zuverlässigste Unterscheidungsmerkmal. Bei manchen Zuchtformen sind die Geschlechtsunterschiede weniger deutlich.
Temperatur 24-28 °C (Dauerhaltung), pH 5,5-8,5, GH 3-15 °dGH. Die Art ist extrem anpassungsfähig an verschiedene Wasserwerte.
Individuell verschieden. Manche Tiere bleiben friedlich, andere werden aggressiv, besonders zur Brutzeit. Flossenzupfen an Schleierflosser ist bekannt. Robuste Beifische wählen, Sichtbarrieren einplanen.
Gold (gelb-orange), Opalin/Marmoriert (blau-weiß), Cosby (marmoriert), Silber/Platin (sehr hell) und die Wildform (blaugrau mit Dreipunkt-Muster). Alle haben identische Haltungsanforderungen.
Ja, eine der am einfachsten zu züchtenden Gurami-Arten. Schaumnestbauer mit 500-1.200 Eiern. Schlupf nach 20-30 Stunden, Zuchttemperatur 28-30 °C.
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