
Labyrinthfische
Krabi-Kampffisch
Betta simplex
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 20-28 °C
- pH-Wert: pH 7-8
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Osphronemidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Trichopsis vittata, auch Knurrender Gurami genannt, ist ein kleiner Labyrinthfisch aus der Familie Osphronemidae, der in Süßgewässern Südostasiens (Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Thailand, Vietnam) beheimatet ist.

bis 8 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
5-8pH-Wert
5-19 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Die Art erreicht eine Länge von etwa 6 bis 7 cm Standardlänge (max. 8 cm Gesamtlänge) und ist damit deutlich größer als der Zwergknurrgurami (Trichopsis pumila) und der Schalleri-Knurrgurami (Trichopsis schalleri), mit denen er häufig verwechselt wird. Das auffälligste Merkmal der Art ist ihr namensgebender Knurrlaut: Trichopsis vittata erzeugt durch schnelles Dehnen und Schnappen spezieller Sehnen in den Brustflossen über knöcherne Vorsprünge deutlich hörbare, knurrende Geräusche, die durch die Schwimmblase verstärkt werden. Diese akustische Kommunikation ist einzigartig unter Labyrinthfischen und dient der Revierverteidigung und der Balz. In der Natur bewohnt die Art stehende oder langsam fließende, dicht bewachsene und oft sauerstoffarme Gewässer wie überflutete Reisfelder, Sümpfe und flache Kanäle. Das Labyrinthorgan erlaubt ihr, atmosphärische Luft direkt von der Wasseroberfläche zu atmen. Im Aquarium zeigt der Knurrende Gurami ein territoriales Verhalten und ist trotz seiner geringen Größe kein Anfängerfisch.
Trichopsis vittata benötigt eine Wassertemperatur von 22 bis 28 °C, einen pH-Wert von 5,0 bis 8,0 und eine Gesamthärte zwischen 5 und 19 °dGH. Die Art ist hinsichtlich der Wasserwerte anpassungsfähig, bevorzugt aber weiches, leicht saures Wasser. Beckengröße: Ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter) ist das absolute Minimum für ein einzelnes Paar. Für die Haltung einer Gruppe von 5 oder mehr Tieren sind mindestens 80 bis 100 Liter bei 70 cm Kantenlänge oder mehr erforderlich, um tödliche Revierkämpfe zu vermeiden. Einrichtung: Dichte Bepflanzung mit Javamoos, Javafarn, Anubias und kleinen Schwimmpflanzen wie Salvinia oder Riccia schafft strukturierte Reviere. Dunkler Bodengrund, gedämpfte Beleuchtung, Treibholz oder Seemandelbaumblätter für eine leichte Huminstoffanreicherung kommen dem natürlichen Lebensraum sehr nahe. Die Strömung sollte schwach sein – starke Pumpen zerstören das Schaumnest und erschöpfen die Tiere. Als Labyrinthfisch benötigt Trichopsis vittata freien Zugang zur Wasseroberfläche und eine dicht schließende Abdeckung. Die Luftschicht zwischen Wasser und Abdeckung muss warm und feucht sein, da kalte Raumluft beim Luftholen zu schweren Atemwegsentzündungen führen kann – besonders bei Jungfischen ist dies für die Entwicklung des Labyrinthorgans entscheidend. Kupferhaltige Medikamente (Cupramine, Copper Power, Kupfersulfat) sind bei dieser Art strikt zu vermeiden: Alle Labyrinthfische sind hochempfindlich gegenüber Kupfer, Standard-Dosierungen verursachen Kiemennekrosen und schnellen Tod.
Kupfer: Trichopsis vittata ist wie alle Labyrinthfische (Osphronemidae) hochempfindlich gegenüber kupferbasierten Medikamenten. Das Labyrinth-Organ und die empfindliche Schleimhaut machen Kupfer besonders gefährlich. Kupfer-Präparate (Cupramine, Copper Power, CuSO4) verursachen bei Standard-Dosierung Kiemennekrose und schnellen Tod. Bei Ich oder Samtkrankheit stattdessen vorsichtig dosiertes Malachitgrün-Formalin oder vorsichtige Temperaturerhöhung verwenden.
Trichopsis vittata zeigt ein ausgeprägtes territoriales Verhalten: Besonders Männchen verteidigen ihre Reviere mit heftigen Rammstößen gegen Rivalen und erzeugen dabei die namensgebenden Knurrlaute. Außerhalb der Fortpflanzungsphase tolerieren sich die Tiere meist, zur Brutzeit wird es jedoch schnell aggressiv. Für die Aquarienhaltung empfiehlt sich ein Paar oder eine Gruppe von mindestens 5 Tieren, um den innerartlichen Aggressionsdruck zu verteilen. Gruppen von nur 3 bis 4 Individuen sind ungeeignet, da sich keine stabile Rangordnung bilden kann und einzelne Tiere dauerhaft gemobbt werden. Für ein Paar reicht ein Becken ab 60 cm (54 Liter), für Gruppen sind mindestens 80 bis 100 Liter erforderlich. Geeignete Beckenpartner sind ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Keilfleckbärblinge, Zwergbärblinge oder kleine Salmler sowie friedliche Bodenbewohner wie Panzerwelse oder Prachtschmerlen. Nicht vergesellschaftbar sind sehr kleine Fische und Junggarnelen (die als Beute betrachtet werden), aggressive oder hyperaktive Arten sowie andere Trichopsis-Arten (Verwechslungs- und Hybridisierungsrisiko).
Trichopsis vittata ist ein Allesfresser mit deutlicher Tendenz zur Mikropredation. In der Natur nimmt die Art hauptsächlich Zooplankton, kleine Krebstiere und Insektenlarven auf. Im Aquarium akzeptiert sie hochwertiges Trockenfutter (feine Flocken, Mikro-Granulat), gedeiht aber deutlich besser mit regelmäßigen Gaben von Lebend- und Frostfutter: Daphnien, Artemia-Nauplien, Cyclops, kleine weiße Mückenlarven und Mikrowürmer. Lebend- und Frostfutter steigert die Farbintensität und ist essenziell für die Zuchtbereitschaft. Wegen der kleinen Maulöffnung muss alles Futter entsprechend fein sein. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Trichopsis vittata ist ein Schaumnestbauer und Freilaicher. Das Männchen baut an der Wasseroberfläche – häufig unter einem Blatt einer Schwimmpflanze oder unter Laubstreu – ein schwimmendes Schaumnest aus luftgefüllten Speichelblasen. Während der Balz erzeugt das Männchen die charakteristischen Knurrlaute, um das Weibchen anzulocken. Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen in der typischen Labyrinthfisch-Umarmung. Die Eier sinken anschließend zu Boden und werden von einem oder beiden Elternteilen vorsichtig ins Maul aufgenommen und ins Schaumnest gespuckt. Das Männchen bewacht das Nest und die Eier allein bis zum Freischwimmen der Larven, das nach etwa 36 bis 48 Stunden erfolgt. Optimale Zuchtwerte: Temperatur 26 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,0, GH bis 10 °dGH. Das Weibchen sollte nach der Eiablage aus dem Zuchtbecken entfernt werden, da das brütende Männchen territorial auf es reagiert. Die winzigen Larven benötigen zunächst Infusorien und später Artemia-Nauplien als Erstfutter.
Trichopsis vittata ist in Südostasien weit verbreitet und bewohnt Gewässer in Laos, Kambodscha, Malaysia, Thailand, Vietnam und Indonesien (Sumatra, Borneo, Java). Die Art besiedelt bevorzugt stehende oder sehr langsam fließende, flache Gewässer mit dichter Vegetation: überflutete Reisfelder, Sümpfe, Altwasser, Gräben und flache Teichzonen. Typische Wasserwerte der natürlichen Habitate sind eine Temperatur von 22 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0 und eine weiche bis mittelharte Wasserhärte (5 bis 19 °dGH). Die Gewässer sind oft sauerstoffarm, stark mit Huminstoffen angereichert und führen Laubstreu sowie reichlich Wurzelwerk. Diese Umweltbedingungen erklären die Evolution des Labyrinthorgans, das der Art das Überleben in hypoxischen Bedingungen erlaubt.
Männchen von Trichopsis vittata besitzen einen schlankeren Körperbau und deutlich verlängerte, spitz zulaufende Rücken-, After- und Schwanzflossen mit oft fadenartig ausgezogenen Spitzen. Während der Balz zeigen sie eine intensivere, kontrastreichere Färbung und entwickeln die charakteristischen Knurrlaute. Weibchen sind rundlicher gebaut, insbesondere im Bauchbereich, und besitzen deutlich kürzere, stumpfer zulaufende Flossen. Die zuverlässigste Methode zur Geschlechtsbestimmung bei jungen oder ruhenden Tieren ist die Durchleuchtung (Transillumination): Bei Weibchen sind die Ovarien als dreieckiger Schatten im Bauchbereich sichtbar, bei Männchen nicht.
Trichopsis vittata benötigt eine Wassertemperatur von 22 bis 28 °C, einen pH-Wert von 5 bis 8 und eine Gesamthärte zwischen 5 und 19 °dGH. Die Art ist anpassungsfähig, bevorzugt aber weiches, leicht saures Wasser.
Für ein Paar reicht ein Becken ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter). Für die Haltung einer Gruppe von 5 oder mehr Tieren sind mindestens 80 bis 100 Liter bei 70 cm Kantenlänge oder mehr erforderlich, um territoriale Aggressionen zu entschärfen.
Ja, aber mit Bedacht. Trichopsis vittata ist territorial und zeigt Rammstöße gegen Rivalen. Geeignete Partner sind ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Keilfleckbärblinge oder kleine Salmler sowie friedliche Bodenbewohner. Sehr kleine Beutefische, aggressive Arten und andere Trichopsis-Arten sollten vermieden werden.
Ja. Trichopsis vittata ist ein Schaumnestbauer. Das Männchen baut ein schwimmendes Schaumnest und betreibt nach der Paarung alleine die Brutpflege. Optimale Zuchtwerte sind 22 bis 28 °C, pH 5 bis 8 und weiches Wasser bis 10 °dGH. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt werden.
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