
Zahnkarpfen
Atlantik-Molly
Poecilia mexicana "Campeche"
- Endgröße: bis 11 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 7-7,5
- Wasserhärte: hart bis sehr hart
- Schwierigkeit: Einfach
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Poeciliidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Kurzflossen-Molly (Poecilia sphenops) ist eine der bekanntesten und variabelsten Lebendgebärenden aus der Familie Poeciliidae. Männchen erreichen etwa 8 cm SL (ca. 10 cm TL), Weibchen werden mit bis zu 10 cm SL (ca. 12 cm TL) deutlich größer.

bis 12 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
21-28 °CTemperatur
7-8,5pH-Wert
15-30 °dGHGesamthärte
ab 100 lAquariengröße
Die Wildform zeigt eine silbrig-graue Grundfärbung mit dezenten Flecken, während zahlreiche Zuchtformen (Schwarzer Molly, Silbermolly, Dalmatiner-Molly) im Handel verbreitet sind. Männchen besitzen ein Gonopodium und zeigen oft kräftigere Zeichnungselemente. Im Aquarium präsentiert sich Poecilia sphenops als lebhafter Schwimmer der oberen und mittleren Wasserschichten. Männchen zeigen dauerhaftes Balzverhalten, das bei wenigen Weibchen zu Stress führen kann. Die Art ist robust und anpassungsfähig, benötigt jedoch zwingend hartes, alkalisches Wasser. Wichtiger Hinweis zu Zuchtformen: Jahrelanges Inzucht-Massenfarming (besonders schwarze Formen) hat dazu geführt, dass viele im Handel erhältliche Exemplare genetisch geschwächt und krankheitsanfällig sind. Typische Symptome sind Shimmying (seitliches Zittern), Pilzinfektionen und eingeklemmte Flossen. Auf Zuchtformen mit extremen Körperdeformationen (Balloon Molly) sollte aus Tierschutzgründen verzichtet werden.
Wasserwerte: Temperatur 21-28 °C, pH 7,0-8,5, GH 15-30 °dGH. Ein Becken mit mindestens 90 cm Kantenlänge (ca. 100 Liter) ist die Mindestgröße; angesichts der Endgröße der Weibchen (bis 12 cm TL) ist ein größeres Becken empfohlen. Dichte Bepflanzung mit Schwimmpflanzen als Verstecke und Jungfischschutz. Offene Schwimmbereiche in der oberen Hälfte. Sand oder feiner Kies als Substrat. Mäßige Strömung. Die Art benötigt zwingend hartes, alkalisches Wasser. In weichem oder saurem Wasser (GH unter 10, pH unter 7) erkrankt die Art rasch (Shimmying, Pilzbefall). Abdeckung empfohlen wegen Springneigung.
Kupfer: Lebendgebärende wie P. sphenops sind etwas toleranter gegenüber Kupfer als Salmler, aber Standard-Ich-Dosen über längere Zeit können Kiemenschäden und Fortpflanzungsstörungen verursachen. Bei Behandlung nur kurz und in reduzierter Dosierung; bei trächtigen Weibchen ganz vermeiden.
Poecilia sphenops ist ein Gruppenfisch und sollte in Gruppen von mindestens 5 Tieren gehalten werden, mit Weibchenüberschuss (1M:2-3W) zur Stressreduktion. Das Temperament ist friedlich und gesellig. Während der Balz- und Paarungszeit kann das Verhalten einzelner Männchen gegenüber Weibchen sehr aufdringlich und hartnäckig werden. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen meist toleriert. Geeignete Beifische: andere Lebendgebärende (Platys, Schwertträger), robuste Welse, die hartes Wasser vertragen (Ancistrus) und friedliche Arten, die hartes, alkalisches Wasser bevorzugen. Aggressive Arten sind ungeeignet.
Poecilia sphenops ist ein Allesfresser mit starkem pflanzlichen Schwerpunkt. Spirulina-Flocken, hochwertiges Grünfutter und gelegentlich überbrühtes Gemüse (Spinat, Zucchini) als pflanzliche Basis. Ergänzend: Artemia, Mückenlarven, Daphnien und Cyclops als Proteinquelle. Hochwertiges Flockenfutter mit hohem Pflanzenanteil als Standardfutter. Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag.
Die Zucht ist einfach und gut dokumentiert. Poecilia sphenops ist lebendgebärend. Tragzeit ca. 4–6 Wochen (26–42 Tage), Wurfgrößen typisch 20–60, bis zu 120 Jungfische möglich. Geschlechtsreife nach ca. 4 Monaten. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–28 °C, pH 7,2–8,5, GH 15–30 °dGH. Hartes Wasser ist auch für die Zucht notwendig. Weibchen können Spermien speichern und auch Monate nach dem letzten Kontakt mit einem Männchen Nachkommen zur Welt bringen. Jungfische sind sofort frei schwimmend. Erstfutter: Staubfutter, Artemia-Nauplien, Spirulina-Pulver. Dichte Bepflanzung schützt Jungtiere vor Kannibalismus.
Zuchtwasser: 25 bis 28 °C, pH 7,2 bis 8,5, bis 30 °dGH
Poecilia sphenops ist in Mittelamerika verbreitet und kommt an den Atlantik-Zuflüssen von Mexiko (Veracruz) über Guatemala und Belize bis Honduras vor. Die früher weiter südlich (Kolumbien, Venezuela) angegebenen Populationen gehören nach heutiger Taxonomie zum Poecilia-sphenops-Artenkomplex und werden teilweise eigenen Arten zugeordnet. Typische Lebensräume sind flache, stark bewachsene Uferzonen mit dichtem Pflanzenaufwuchs und reichlich Algen. Diese Habitate umfassen sowohl Süßwasser- als auch brackwassernahe Bereiche. Sand oder feiner Kies als Substrat, mäßige Strömung. Die Art bevorzugt hartes, alkalisches Wasser.
Männchen bleiben kleiner (ca. 8 cm SL, 10 cm TL), sind schlanker und zeigen oft kräftigere Zeichnungselemente und lebhaftere Färbung. Sie besitzen ein Gonopodium. Weibchen werden erheblich größer (bis ca. 12 cm SL, 15 cm TL), sind fülliger und besonders während der Trächtigkeit gut erkennbar am dunklen Trächtigkeitsfleck.
Poecilia sphenops benötigt eine Temperatur von 21-28 °C, pH 7,0-8,5 und GH 15-30 °dGH. Die Art braucht zwingend hartes, alkalisches Wasser. In weichem Wasser erkrankt sie rasch.
Geeignet sind andere Lebendgebärende (Platys, Schwertträger), robuste Welse und friedliche Arten, die hartes Wasser bevorzugen. Schnecken und adulte Garnelen werden toleriert.
Die Zucht ist einfach. Lebendgebärend mit Wurfgrößen von 20-60 (bis 120) Jungfischen nach ca. 8 Wochen Tragzeit. Weibchen speichern Spermien für mehrere Würfe. Dichte Bepflanzung schützt Jungtiere.
Shimmying ist ein typisches Symptom für zu weiches oder saures Wasser. Poecilia sphenops benötigt zwingend hartes, alkalisches Wasser (GH mindestens 15 °dGH, pH über 7). Auch genetische Schwäche durch Inzucht bei Zuchtformen kann eine Rolle spielen.
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