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Zierfische, Familie Callichthyidae

Zweifarbiger Panzerwels Hoplisoma (Corydoras) aff. bicolor

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Hoplisoma aff. bicolor hieß früher Corydoras aff. bicolor. Hoplisoma bicolor, der Zweifarbige Panzerwels, ist ein kleiner, kompakter Bodenbewohner aus der Familie Callichthyidae mit einer Größe von ca. 4,1 cm SL (ca. 5 cm TL). Die Grundfarbe des Körpers ist hell (beige bis weißlich), kontrastiert von einem dunkel gefärbten Rückenbereich, was das namengebende Zweifarbmuster ergibt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 5 cmEndgröße

  • 5-10 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körperbau ist gedrungen mit deutlich sichtbaren Knochenplatten entlang der Seiten, kurzen Barteln und einer rundlichen Kopfform. Im Aquarium zeigt Hoplisoma bicolor das typische ruhige Panzerwelsverhalten am Bodengrund. Die Tiere durchstöbern beständig die obere Sandschicht nach Nahrung und treten dabei gesellig in kleinen Gruppen auf. Besonders hervorzuheben sind die empfindlichen Barteln, die feinen, abgerundeten Sand als Substrat erfordern. Seit der Revision 2024 (Dias et al.) wird Corydoras bicolor als Hoplisoma bicolor geführt; die im Handel angebotenen Tiere laufen entsprechend als Hoplisoma aff. bicolor.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22-26 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-15 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren. Einrichtung: Feiner, abgerundeter Sand als Bodengrund. Wurzelholz, Laub und flache Steine als Strukturen. Strömung: moderat bis gering. Regelmäßige Futtergaben in kleinen Portionen. Abdeckung empfohlen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hoplisoma bicolor ist ein Schwarmfisch. Haltungsform: Gruppe mit mindestens 6 Tieren, empfohlen werden 8 bis 10 Exemplare. In größeren Gruppen wirken die Fische entspannter und sind insgesamt aktiver. Temperament: Sehr friedlich. Während der Balz- und Laichzeit kann es zu erhöhter Aktivität kommen; echte Aggressionen sind nicht typisch. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche derselben Bioregion. Große Raubfische sind ungeeignet. Adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert. Sehr kleine Garnelenjungtiere können versehentlich gefressen werden, da die Fische alles aufsammeln, was in den Mund passt.

Ernährung

Hoplisoma bicolor ist ein Allesfresser mit leichter Tendenz zu fleischlicher Kost. Sinkende Grundfuttermittel wie Granulat und Futtertabletten bilden die Basis. Ergänzend regelmäßig Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Cyclops. Kleine Portionen gezielt am Boden füttern. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Zuchtberichte vorhanden. Zucht-Wasserwerte: Temperatur 24-25 °C, pH 6,0-6,8, GH maximal 8 dGH. Konditionierung durch Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Tubifex, Enchyträen). Auslöser: großer Wasserwechsel mit kühlerem Wasser als Regenzeitsimulation. Eier werden an Glaswänden, Pflanzenblättern oder Laichmopps abgeklebt. Keine Brutpflege; Eier vor Eltern schützen. Gelegegröße: ca. 50-100 Eier. Inkubation: ca. 72-96 Stunden bei 24-25 °C. Erstfutter: Infusorien, Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien.

Zuchtwasser: 24 bis 25 °C, pH 6 bis 6,8, bis 8 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Hoplisoma bicolor ist aus Suriname beschrieben. Die Typusserie stammt aus dem Sipaliwini River; zusätzlich wurde Material aus einem Gewässer bei Paramaribo untersucht. Weitergehende Aussagen zu Strömung, Schwarzwasser, Falllaub oder Totholz sind in den geprüften Primärdaten nicht ausreichend artspezifisch belegt.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind insgesamt fülliger und von oben betrachtet breiter in der Bauchregion, besonders während der Laichzeit. Weibchen können etwas größer werden als Männchen. Männchen bleiben schlanker. Bei adulten, gut konditionierten Tieren zuverlässig erkennbar.

Gut zu wissen

  • Namengebendes zweifarbiges Muster: heller Körper mit dunklem Rückenbereich
  • Empfindliche Barteln; feines, abgerundetes Substrat nötig
  • Laichverhalten: Haftlaicher, klebt Eier an feste Unterlagen
  • Starker Einfluss saisonaler Reize (Regenzeit-Trigger) auf Fortpflanzung
  • Seit 2024 taxonomisch als Hoplisoma bicolor eingestuft (Dias et al. 2024)
  • Sehr empfindlich gegenüber Kupfer: Als schuppenloser Wels reagiert Hoplisoma bicolor empfindlich auf kupferhaltige Medikamente. Nur reduzierte Dosierungen oder kupferfreie Alternativen verwenden
  • Geringes Sprungrisiko, dennoch Abdeckung empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Zweifarbige Panzerwels?

Temperatur 22-26 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-15 dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mäßig hartes Wasser mit geringer Strömung.

Kann man den Zweifarbigen Panzerwels vergesellschaften?

Gut geeignet für Gesellschaftsbecken mit südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen.

Kann man den Zweifarbigen Panzerwels im Aquarium züchten?

Zuchtberichte vorhanden, mittlere Schwierigkeit. Haftlaicher mit Regenzeit-Trigger. Gelegegröße ca. 50-100 Eier, Inkubation ca. 72-96 Stunden.

Was frisst der Zweifarbige Panzerwels?

Allesfresser mit Vorliebe für tierische Kost. Sinkende Tabletten und Granulat als Basis, ergänzt durch Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Cyclops.

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Fragen und Erfahrungen

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