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Zierfische, Familie Blenniidae

Zebra-Schleimfisch Omobranchus zebra

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Zebra-Schleimfisch (Omobranchus zebra) erreicht ca. 6 cm SL (ca. 7 cm TL) und ist eine kompakt gebaute Brackwasser-Blenny mit stark kontrastierendem Zebramuster: dunkle, schwarzbraune Streifen auf hellem Grund ziehen sich vertikal über Kopf und Körper. Der Körperbau ist gedrungen und bodennah, die Rückenflosse ist ausgeprägt.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Paarweise
  • Aggressiv
  • bis 7 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 22-27 °CTemperatur

  • 7,5-8,5pH-Wert

  • 17-30 °dGHGesamthärte

  • ab 150 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt die Art ausgeprägtes Bodenverhalten mit Patrouillieren entlang des Substrats und Nutzung von Spalten und Höhlen als Ruheplätze. Männchen können gegenüber Rivalen und Bodenbewohnern sehr aggressiv werden und verursachen regelmäßig Bisswunden. Ein Artenbecken ist in den meisten Fällen die sicherste Wahl. Brackwasser ist für die Langzeithaltung Pflicht.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: 22–27 °C, pH 7,5–8,5, GH 17–30 dGH. Brackwasser Pflicht: mindestens 5 g/l Meersalz; für optimale Bedingungen 15–20 g/l (ca. SG 1.010–1.015).

Mindestens 100 cm Kantenlänge (150 Liter). Längliches Beckenformat mit viel Bodenfläche. Feiner Sandboden mit Höhlen, Steinen, grobem Kies und PVC-Röhren als Revierstrukturen. Moderate Filterung mit guter Sauerstoffversorgung. Stabile Wasserchemie ist nötig; plötzliche Schwankungen bei Salzgehalt, pH und GH vermeiden.

Sprungrisiko dokumentiert, gut schließende Abdeckung Pflicht.

Omobranchus zebra ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer mit Brackwasser-Biotop. Ausgeprägtes Territorialverhalten mit Verletzungsrisiko für Mitbewohner macht ein Artenbecken meist zur besseren Lösung.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Omobranchus zebra ist ausgeprägt territorial mit hohem Aggressionspotenzial gegenüber Artgenossen. Männchen verursachen untereinander regelmäßig Bisswunden. Einzelhaltung oder Paarhaltung in strukturreichen Becken ist empfehlenswert; bei Gruppenhaltung benötigt jedes Tier ein eigenes Revier mit Höhle.

Kleine Garnelen-Jungtiere und Krebstiere werden als Beute betrachtet; größere Brackwasserschnecken werden meist toleriert.

Vergesellschaftung nur mit robusten, brackwassertoleranten Arten, die nicht zu ähnlich in Gestalt sind. Artenbecken ist in der Praxis meist die bessere Lösung.

Ernährung

Fleischbetonter Allesfresser. Sowohl tierische Beute (Copepoden, Krebstiere, Würmer) als auch Algenaufwuchs werden gefressen. Artemia, Mysis, Mückenlarven und Cyclops als Lebend- oder Frostfutter. Sinkende Granulate werden nicht immer akzeptiert. Die Tiere weiden aktiv Algenaufwuchs ab. Mehrmals täglich kleine Portionen.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (Höhlenlaicher). Schwierigkeit: schwer.

Zuchtwasserwerte: 25–27 °C, pH 7,5–8,5, GH max. 30 dGH, Salinität ca. 15–20 g/l. Männchen bewachen das Gelege aktiv in Höhlen.

Larven schlüpfen nach ca. 5–7 Tagen (3–4 mm). Erstfutter: Rädertierchen (Brachionus), dann Artemia-Nauplien und Copepoden. Die Larven benötigen eine marine Phase; Aufzucht ist entsprechend anspruchsvoll. Nachzuchtzahlen bleiben gering.

Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 7,5 bis 8,5, bis 30 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Omobranchus zebra besiedelt brackige Ufer-, Flussmündungs- und Mangrovenbereiche im Indo-West-Pazifik (Indien, Malaysia, Indonesien, Singapur, Philippinen). Sandige bis schlammige Böden mit Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Steine und Höhlenstrukturen in Mangrovenkomplexen. Mäßige Strömung mit regelmäßigen Gezeitenschwankungen.

Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren.

Geschlechtsunterschiede

Männchen zeigen intensiver gefärbte Rückenflossen und stärkere Seitenflecken. Die ersten vier Strahlen der Afterflosse sind bei Männchen an den Spitzen abgeflacht, was ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal darstellt. Männchen erreichen bis zu 7 cm TL, Weibchen bleiben etwas kleiner.

Gut zu wissen

  • Zebramuster in Schwarz, Weiß und Braun
  • Brackwasser-Art, häufig in Mangrovenhabitaten
  • Territorial, Männchen bewachen Gelege und können andere Fische ernsthaft verletzen
  • Substratlaicher: Ablaichen in Höhlen oder Löchern
  • Larvenstadium planktonisch mit Meeresphase in der Natur
  • Toleriert kurzfristig Süßwasser, benötigt langfristig Brackwasser
  • Sprungrisiko: gut schließende Abdeckung Pflicht

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Zebra-Schleimfisch?

Empfohlen werden 22–27 °C, pH 7,5–8,5 und GH 17–30 dGH. Brackwasser ist Pflicht: mindestens 5 g/l Meersalz, optimal 15–20 g/l. Süßwasserhaltung beeinträchtigt langfristig die Gesundheit.

Kann man den Zebra-Schleimfisch vergesellschaften?

Nur eingeschränkt. Männchen verursachen regelmäßig Bisswunden an Artgenossen und ähnlichen Bodenbewohnern. Ein Artenbecken ist meist die sicherste Wahl. Bei Vergesellschaftung nur robuste, brackwassertolerante Arten wählen.

Kann man den Zebra-Schleimfisch im Aquarium züchten?

Ja, aber die Zucht ist schwer. Eier werden in Höhlen abgelegt und vom Männchen bewacht. Die Larven benötigen eine marine Phase und als Erstfutter Rädertierchen (Brachionus). Die Nachzuchtzahlen bleiben in der Aquaristik gering.

Wie groß muss das Aquarium für den Zebra-Schleimfisch sein?

Mindestens 100 cm Kantenlänge und 150 Liter. Längliches Beckenformat mit viel Bodenfläche und zahlreichen Höhlen als Revierstrukturen. Stabile Brackwasserchemie ist nötig.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Quellen (my-fish Content Commons)

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