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Zierfische, Familie Cyprinidae

Panda-Saugbarbe Garra flavatra

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Garra flavatra ist eine bis zu 9 cm große Saugbarbe aus der Familie Cyprinidae, die in Myanmar (Rakhine Yoma) beheimatet ist. Die Art zeichnet sich durch eine kontrastreiche Zeichnung mit hellen und dunklen Bändern aus, die ihr den Trivialnamen „Panda-Saugbarbe“ eingebracht hat. Der Körper ist langgestreckt und stromlinienförmig, mit dem für Garra typischen unterständigen Saugmaul.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • 9 cmEndgröße

  • 8 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 4-12 °dGHGesamthärte

  • ab 120 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Garra flavatra ein aktives, geselliges Verhalten. Die Tiere sind vorwiegend bodennah unterwegs und weiden Algen und Biofilm von Steinen, Wurzeln und anderen harten Oberflächen ab. In Gruppen zeigen sie ein interessantes Sozialverhalten mit leichten Rangordnungskämpfen um bevorzugte Futterplätze. Die Art benötigt starke Strömung und sehr gute Sauerstoffversorgung. Der IUCN-Status ist VU (Vulnerable), was die Bedeutung einer verantwortungsvollen Aquarienhaltung unterstreicht.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20-26 °C, pH 6,5-7,5, GH 4-12 °dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mittelhartes, sauerstoffreiches Wasser mit starker Strömung. Beckengröße: Ab 90 cm Kantenlänge (100-120 Liter) für eine kleine Gruppe. Glatte Steine und Felsplatten bieten natürliche Weideflächen. Kiesboden und Wurzelholz ergänzen die Einrichtung. Filterung und Strömung: Leistungsfähige Filterung mit kräftiger Strömung ist unbedingt nötig. Die Art stammt aus schnell fließenden Bächen und benötigt starke Wasserumwälzung. Filterdurchsatz von mindestens 10-fach des Beckenvolumens pro Stunde. Sprungrisiko: Gering. Die Panda-Saugbarbe eignet sich für Aquarianer mit etwas Erfahrung, die ein strömungsreiches asiatisches Biotopbecken pflegen möchten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Garra flavatra ist ein geselliger Fisch, der in Gruppen ab 5 Tieren gehalten werden sollte. Das Temperament ist friedlich, mit gelegentlichen harmlosen Rangordnungskämpfen innerhalb der Gruppe. Die Vergesellschaftung mit friedlichen, strömungsliebenden Arten aus Südostasien ist gut möglich. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen sind sicher. Aggressive oder territoriale Arten sind zu vermeiden.

Ernährung

Garra flavatra ist ein Allesfresser mit starkem Aufwuchsanteil. Die Hauptnahrung besteht aus Algen, Biofilm und Aufwuchs, ergänzt durch kleine Wirbellose. Im Aquarium eignen sich Spirulina-Tabs, Algenwafer, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke) sowie gelegentlich Frost- und Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven). Mehrere kleine Fütterungen pro Tag entsprechen dem natürlichen Weideverhalten.

Zucht

Die Zucht von Garra flavatra im Aquarium ist kaum dokumentiert. Die Art ist ein Freilaicher. Gesicherte Zuchtprotokolle liegen nicht vor.

Natürlicher Lebensraum

Garra flavatra stammt aus Myanmar in Südostasien, genauer aus der Region Rakhine Yoma. Die Art besiedelt klare, schnell fließende Bäche und Flüsse in bewaldeten Hügelregionen. Typische Habitate sind Abschnitte mit steinigem Untergrund, starker Strömung und reichlich Aufwuchs. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.

Geschlechtsunterschiede

Äußere Geschlechtsunterschiede sind gering. Weibchen können bei Laichreife etwas fülliger erscheinen. Männchen können leichte Laichausschläge am Kopf zeigen. Eine sichere Unterscheidung ist außerhalb der Laichzeit schwierig.

Gut zu wissen

  • Kontrastreiche Bänderung („Panda-Saugbarbe“)
  • IUCN-Status: VU (Vulnerable)
  • Starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung erforderlich
  • Unterständiges Saugmaul zum Abweiden von Aufwuchs
  • Geselliger Bodenbewohner, Gruppe ab 5 Tieren
  • Sprungrisiko gering

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Panda-Saugbarbe?

Garra flavatra benötigt Temperaturen von 20-26 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 4-12 °dGH. Starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung sind Pflicht.

Kann man die Panda-Saugbarbe vergesellschaften?

Die Vergesellschaftung mit friedlichen, strömungsliebenden Arten aus Südostasien ist gut möglich. In Gruppen ab 5 Tieren halten. Aggressive oder territoriale Arten sind zu vermeiden.

Kann man die Panda-Saugbarbe im Aquarium züchten?

Die Zucht von Garra flavatra im Aquarium ist kaum dokumentiert. Die Art ist ein Freilaicher, gesicherte Zuchtprotokolle liegen nicht vor.

Was frisst die Panda-Saugbarbe?

Garra flavatra ist ein Allesfresser mit starkem Aufwuchsanteil. Spirulina-Tabs, Algenwafer und blanchiertes Gemüse eignen sich als Grundfutter. Frost- und Lebendfutter wird als Ergänzung angenommen.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

6 Kommentare, der letzte vom 21. Mai 2021
  1. Monika

    Hallo, kennt sich jemand mit Nachzucht von Garra flavatra aus?
    Meine „raufen“ im Moment wieder.
    Es sind geschlechtsreife, große Tiere, die schon einige Jahre bei mir leben.
    Sie knabbern sich gegenseitig im Nacken und umkreisen sich tempramentvoll.
    Dabei fliegt der Kies in alle Richtungen und eine Mulde entsteht.
    Ist das jetzt ehr Paarungsverhalten oder Revierstreitigkeiten?
    Sie kommen immer wieder an die gleiche Stelle.
    Einer bleibt oft länger an der Stelle, als ob er die Mulde verteidigen wollte.
    Eier konnte ich leider bis jetzt noch keine finden.
    Würde mich über Austausch von Erfahrungen freuen 🙂

    1. Matthias WiesenseeRedaktion

      In unserem Zuchtprogramm findest du Leute, die Garra züchten. Eventuell kannst du dich dort austauschen

      1. Monika

        Ok, jetzt erst ist Deine Antwort ganz aufgegangen. Hat ja nicht viel gefehlt ;-).
        VG Monika

    2. Monika

      Hallo Matthias, danke für Deine Antwort 🙂
      Leider kann ich nicht mehr als dashier lesen:
      >>>>>>>>>>
      Matthias Wiesensee: In unserem Zuchtprogramm findest du Leute, die Garra züchten. Eventuell kannst d…
      >>>>>>>>>>
      Es läßt sich leider nicht weiter öffnen.
      Und finde auch nach mehrmaligem Durchwühlen der Zuchtbrichte, den Beitrag nicht, in dem von der Zucht von Garra berichtet wird? Auch die Suche hilft mir nicht weiter.
      VG Monika

  2. Cornelia Sczyslo

    Hallo vielleicht kann mir jemand helfen?Wir hatten 6 garras,2 wurden von den amanogarnelen aufgefressen, denn 3 und der 4geht es glaube ich nicht gut,er ist auf den Boden schwimmt kaum bis garnicht,1 und 2 schwimmen an den scheiben aber fressen tuen alle.Im Internet finde ich darüber garnichts.Was könnten die haben?

    1. Matthias WiesenseeRedaktion

      Eine Amanogarnele frisst keinen lebenden Fisch, wenn er gesund ist. Sind die Fische blaß? Klingt nach einer Belastung durch NH4 oder eine bakterielle Infektion.

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