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Wirbellose, Schnecken, Gattung Nerita

Polierte Nerite

Nerita polita

Die Polierte Rennschnecke (Nerita polita) stammt aus der tropischen Indopazifik-Region, wo sie in der Gezeitenzone felsiger Küsten lebt. Es ist primär eine Meerwasserschnecke, die auch in Brackwasserbecken gehalten werden kann. Das Gehäuse ist halbkugelig, glatt und glänzend mit 2 bis 4 cm Durchmesser. Die Färbung ist extrem variabel: gefleckt grau, rot, schwarz, cremefarben, gestreift oder mit Zickzack-Mustern.

  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
  • Wasser: mittelhart
Nerita polita
Nerita polita
  • bis 4 cmEndgröße

  • 2-3 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 8-8,4pH-Wert

  • ab 30 lBeckengröße

Beschreibung

Jedes Tier hat ein einzigartiges Muster. Die Polierte Rennschnecke gehört zu den besten Algenfressern im Aquarium. Sie raspelt Aufwuchsalgen, Kieselalgen und Biofilm zuverlässig von Scheiben, Steinen und Dekor ab. Gesunde Pflanzen und Korallen werden nicht angefressen. Calcium und alkalisches Wasser mit einem pH über 8 sind für das Gehäuse unverzichtbar. Die Art ist getrenntgeschlechtlich und legt weiße Eikapseln auf harten Oberflächen ab. Die Larven benötigen Meerwasser zur Entwicklung – eine Nachzucht im Aquarium ist praktisch nicht möglich. Die Polierte Rennschnecke ist nachtaktiv und folgt einem inneren Gezeitenrhythmus, der sie regelmäßig über die Wasserlinie klettern lässt. Ein dicht schließender Deckel ist daher zwingend nötig. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung beträgt 2 bis 3 Jahre.

Aussehen

Halbkugeliges, glattes und glänzendes Gehäuse ohne Rippen. Extrem variable Färbung: gefleckt grau, rot, schwarz, cremefarben, gestreift oder mit Zickzack-Mustern. Jedes Tier individuell gefärbt. Deckel (Operculum) vorhanden, glatt und kalkig. Größe 2 bis 4 cm.

Haltung

Dieses Tier reagiert sehr empfindlich auf Schwankungen bei Wasserparametern wie Temperatur und pH-Wert. Klare und stabile Werte bei pH, Härte und Temperatur sind daher stets entscheidend. Nerita polita frisst vorwiegend Algen und kleine Futterreste in ihrem Lebensraum. Eine naturnahe Beckeneinrichtung mit Sandsubstrat und zahlreichen Versteckmöglichkeiten ist nötig. Die Art ist im Zusammenleben mit anderen Wirbellosen meist gut verträglich. Erfolgreiche Fortpflanzung erfordert oft speziellen Salzzusatz, weshalb die Aufzucht von Jungtieren schwierig sein kann. Krankheitsanfälligkeit ist gering, wenn ein stabiler und naturgetreuer Lebensraum gepflegt wird.

Vergesellschaftung

Völlig friedlich. Perfekter Algenfresser für Meerwasser- und Brackwasserbecken. Nicht mit Raubschnecken (Clea helena), Krebsen oder Lippfischen halten.

Ernährung

Spezialisierter Algenfresser. Raspelt Aufwuchsalgen, Kieselalgen und Biofilm von Scheiben, Steinen und Dekor. Einer der besten Algenfresser unter den Schnecken. In reifen Becken mit ausreichend Algenaufwuchs selbstversorgend. Gesunde Pflanzen und Korallen werden nicht gefressen. Hoher Calciumbedarf. Sie frisst ausschließlich Aufwuchs und lässt sich nicht dauerhaft auf Ersatzfutter umstellen. Das Becken muss deshalb gut eingefahren sein und sichtbaren Algen- und Biofilmbewuchs tragen. In frisch eingerichteten oder sehr sauber gehaltenen Aquarien hungern die Tiere langsam, ohne dass man ihnen etwas ansieht.

Zucht und Verhalten

Getrenntgeschlechtlich, eierlegend. Legt weiße Eikapseln auf harten Oberflächen. Larven benötigen Meerwasser zur Entwicklung. Nachzucht im Aquarium praktisch nicht möglich. Geschlechter äußerlich nicht unterscheidbar.

Gut zu wissen

  • Primär Meerwasserschnecke – braucht alkalisches, hartes Wasser (pH über 8)
  • Einer der besten Algenfresser im Aquarium
  • Extrem variable, individuelle Gehäusezeichnung
  • Vermehrt sich nicht im Süßwasser – Larven brauchen Meerwasser
  • Folgt innerem Gezeitenrhythmus – klettert regelmäßig über die Wasserlinie
  • Deckel zwingend nötig wegen Fluchtrisiko
  • Kupferempfindlich
  • Nachtaktiv – tagsüber oft eingegraben
  • Salzgehalt: als Meerwasserart bei einer Dichte von 1,020 bis 1,025 zu pflegen, das entspricht etwa 27 bis 34 Gramm Meersalz je Liter. Im Brackwasserbecken sollten 1,010 nicht unterschritten werden. In reinem Süßwasser löst sich das Gehäuse auf und die Tiere gehen ein.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Polierte Nerite?

22 bis 28 °C, pH 8,0 bis 8,4.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Ab 30 Liter

Wie vermehrt sich die Polierte Nerite?

Getrenntgeschlechtlich, eierlegend. Legt weiße Eikapseln auf harten Oberflächen. Larven benötigen Meerwasser zur Entwicklung. Nachzucht im Aquarium praktisch nicht möglich.

Was frisst die Polierte Nerite?

Spezialisierter Algenfresser. Raspelt Aufwuchsalgen, Kieselalgen und Biofilm von Scheiben, Steinen und Dekor. Einer der besten Algenfresser unter den Schnecken.

Kann man die Polierte Nerite vergesellschaften?

Völlig friedlich. Perfekter Algenfresser für Meerwasser- und Brackwasserbecken. Nicht mit Raubschnecken (Clea helena), Krebsen oder Lippfischen halten.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Wasserwerten und Verträglichkeit, dazu passende Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Blauscheren-Riesengarnele

Garnelen

Blauscheren-Riesengarnele

Macrobrachium rosenbergii

  • Endgröße: bis 30 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 26-32 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8,5
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Expertenniveau

Verträglich, Wasser passt

Poso/Sulawesi-Fächergarnele

Garnelen

Poso/Sulawesi-Fächergarnele

Caridina longidigita

  • Endgröße: bis 3 cm
  • Becken: ab 40 l
  • Temperatur: 26-30 °C
  • pH-Wert: pH 7,5-8,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll

Verträglich, Wasser passt

Orangefarbene Matano-Garnele

Garnelen

Orangefarbene Matano-Garnele

Caridina loehae

  • Endgröße: 2 bis 3 cm
  • Becken: ab 20 l
  • Temperatur: 26-30 °C
  • pH-Wert: pH 7,5-8,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll

Verträglich, Wasser passt

Red-Line-Garnele

Garnelen

Red-Line-Garnele

Caridina striata

  • Endgröße: Bis zu 2 cm
  • Becken: ab 40 l
  • Temperatur: 26-30 °C
  • pH-Wert: pH 7,5-8,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll

Verträglich, Wasser passt

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Schnecken, ähnlich groß.

Alle Wirbellose
Stahlhelmschnecke

Schnecken

Stahlhelmschnecke

Neritina pulligera

  • Endgröße: 3 – 4 cm
  • Becken: ab 30 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
Malaiische Turmdeckelschnecke

Schnecken

Malaiische Turmdeckelschnecke

Melanoides tuberculata

  • Endgröße: bis 4 cm
  • Becken: ab 20 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
Posthornschnecke

Schnecken

Posthornschnecke

Planorbarius

  • Endgröße: Bis 4 cm
  • Becken: ab 30 l
  • Temperatur: 4-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
Pianoschnecke

Schnecken

Pianoschnecke

Taia naticoides

  • Endgröße: 3 – 4 cm
  • Becken: ab 40 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich

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