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Wirbellose, Schnecken, Gattung Planorbarius

Posthornschnecke

Planorbarius

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Posthornschnecke (Planorbarius corneus) ist eine der bekanntesten europäischen Süßwasserschnecken. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa bis Westsibirien, wo sie in stehenden und langsam fließenden, pflanzenreichen Gewässern lebt. Als einheimische Kaltwasserart übersteht sie problemlos Temperaturen ab 4 Grad Celsius und kann sogar im Gartenteich überwintern.

  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
  • Wasser: mittelhart
Posthornschnecke (Planorbarius)
rosa – Quelle: www.wirbelloseandmore.de
  • Bis 4 cmEndgröße

  • 2-6 JahreLebenserwartung

  • 4-28 °CTemperatur

  • 6,5-8pH-Wert

  • ab 30 lAquariengröße

Beschreibung

Das flache, scheibenförmig aufgerollte Gehäuse erinnert an ein Posthorn und erreicht bis zu 4 cm Durchmesser. Wildformen sind braun bis olivfarben. Im Blut dieser Schnecke findet sich Hämoglobin – daher erscheinen Tiere mit unpigmentiertem Gehäuse rötlich-rosa. Posthornschnecken sind Zwitter und können sich selbst befruchten. Sie fressen Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste – gesunde Pflanzen bleiben verschont. Kupferhaltige Mittel sind für sie tödlich. Lebenserwartung: 2 – 3 Jahre, in Einzelfällen bis 6 Jahre.

Aussehen

Flaches, scheibenförmig aufgerolltes Gehäuse (planispiral), bis 4 cm Durchmesser. Wildform braun bis olivfarben mit deutlichen Wachstumslinien. Körper rötlich durch Hämoglobin im Blut. Größte europäische Posthornschnecke.

Haltung

Ein stabiler pH-Wert und konstante Wassertemperatur sind wichtig für artgerechte Haltung. Sauberes Wasser und geringe Schwankungen sichern die Gesundheit der Beckenbewohner. Die Planorbarius – Posthornschnecke hat keine speziellen Ernährungsbedürfnisse, sie frisst Algen und Plankton. Ein einfacher Bodengrund und einige versteckte Ecken genügen in der Regel. Sie verträgt sich mit vielen Arten und zeigt kaum Krankheitsanzeichen. Eine erfolgreiche Vermehrung hängt von ausreichender Nahrungsqualität und passendem Temperaturbereich ab. Jungtiere nehmen bei günstigen Bedingungen gut Nahrung an.

Vergesellschaftung

Problemlos mit friedlichen Fischen, Garnelen und anderen Schnecken haltbar. Raubschnecken (Clea helena) und Krebse sind natürliche Feinde.

Ernährung

Allesfresser und hervorragender Aufräumer: frisst Algen, Biofilm, Detritus, abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste. Gesunde Pflanzen werden normalerweise nicht angefressen. Kalziumreiches Futter oder Sepiaschale unterstützen den Gehäusebau, besonders in weichem Wasser.

Zucht und Verhalten

Im Aquarienhandel sind verschiedene Zuchtfarben erhältlich, die bunten Varianten (blau, rosa) stammen allerdings meist von der kleineren Art Planorbella duryi.

Gut zu wissen

  • Einheimische Kaltwasserart – überlebt ab 4 Grad Celsius, gartenteichtauglich
  • Größte europäische Posthornschnecke (bis 4 cm)
  • Zwitter mit Selbstbefruchtung möglich – Populationskontrolle über Fütterung
  • Hämoglobin im Blut – daher rötliche Körperfarbe
  • Bunte Farbvarianten (blau, rosa) sind oft die kleinere Art Planorbella duryi
  • Extrem empfindlich gegenüber Kupfer
  • Braucht mittelhartes bis hartes Wasser für stabiles Gehäuse
  • Völlig friedlich gegenüber allen Mitbewohnern. Sowohl tags als auch nachts aktiv auf Futtersuche. Als Lungenatmer kommt sie an die Wasseroberfläche zum Atmen. Bei schlechter Wasserqualität klettern die Schnecken aus dem Wasser – ein Warnsignal für den Halter.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Posthornschnecke?

4 bis 28 °C, pH 6,5 bis 8,0.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Ab 30 Liter

Wie verhält sich die Posthornschnecke?

Völlig friedlich gegenüber allen Mitbewohnern. Sowohl tags als auch nachts aktiv auf Futtersuche. Als Lungenatmer kommt sie an die Wasseroberfläche zum Atmen.

Was frisst die Posthornschnecke?

Allesfresser und hervorragender Aufräumer: frisst Algen, Biofilm, Detritus, abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste. Gesunde Pflanzen werden normalerweise nicht angefressen.

Kann man die Posthornschnecke vergesellschaften?

Problemlos mit friedlichen Fischen, Garnelen und anderen Schnecken haltbar. Raubschnecken (Clea helena) und Krebse sind natürliche Feinde.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Posthornschnecke mit flach gewundenem, olivbraunem Gehäuse auf hellem Sand, eine bekannte Aquarienschnecke.

Schnecken

Posthornschnecke

Planorbarius corneus

  • Endgröße: Bis 4 cm
  • Aquarium: ab 20 l
  • Temperatur: 4-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
Stahlhelmschnecke

Schnecken

Stahlhelmschnecke

Neritina pulligera

  • Endgröße: 3 – 4 cm
  • Aquarium: ab 30 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
Malaiische Turmdeckelschnecke

Schnecken

Malaiische Turmdeckelschnecke

Melanoides tuberculata

  • Endgröße: bis 4 cm
  • Aquarium: ab 20 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
Pianoschnecke

Schnecken

Pianoschnecke

Taia naticoides

  • Endgröße: 3 – 4 cm
  • Aquarium: ab 40 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich

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