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Wirbellose, Schnecken, Gattung Melanoides

Malaiische Turmdeckelschnecke

Melanoides tuberculata

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata) stammt ursprünglich aus dem subtropischen und tropischen Afrika, Südostasien und dem Nahen Osten und ist heute weltweit verbreitet. Sie lebt in Bodensedimenten stehender und langsam fließender Gewässer. Das Gehäuse ist langgestreckt und kegelförmig mit 10 bis 15 Windungen, hellbraun bis grau mit charakteristischen rostfarbenen Flecken.

  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
  • Wasser: mittelhart
Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata)
Bild: Bittner – aquaBits
  • bis 4 cmEndgröße

  • 1-3 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • ab 20 lAquariengröße

Beschreibung

Ausgewachsene Tiere messen 2 bis 4 cm, selten bis 8 cm. Die Art vermehrt sich vorwiegend durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) – Weibchen klonen sich ohne Männchen. Die Jungen entwickeln sich in einem Brutbeutel und werden als fertige Minischnecken geboren (lebendgebärend). Bei reichlichem Futterangebot kann sich die Population explosionsartig vermehren. Die Turmdeckelschnecke ist der Regenwurm des Aquariums: sie verbringt den Tag eingegraben im Bodengrund und lockert ihn durch ständiges Wühlen auf, was Faulstellen zuverlässig verhindert. Nachts kommt sie an die Oberfläche zum Fressen. Als Allesfresser verwertet sie Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenteile – gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Wenn viele Tiere tagsüber an die Oberfläche kommen, ist das ein Warnsignal für schlechte Wasserqualität. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung beträgt 1 bis 3 Jahre.

Aussehen

Langgestrecktes, kegelförmiges Gehäuse mit 10 bis 15 Windungen. Hellbraun bis grau mit rostfarbenen Flecken und Punkten. Spitze oft erodiert. Besitzt einen Deckel (Operculum). Größe 2 bis 4 cm, selten bis 8 cm.

Haltung

Haltung in Aquarien erfordert stabile Wasserwerte, da Schwankungen den Organismen schaden. Ein konstanter pH-Wert und angemessene Wasserhärte sind entscheidend. Die Malaiische Turmdeckelschnecke zeigt eine breite Toleranz bei leichten Abweichungen. Ihr Ernährungsbedarf ist gering, da sie Algen und organische Rückstände aufnimmt. Eine schlichte Beckeneinrichtung mit Substrat und Verstecken genügt. Die Art lebt friedlich neben anderen Bewohnern. Krankheiten treten selten auf, wenn das Wasser sauber und gut gefiltert ist. Auch die Aufzucht der Jungen erfolgt unter konstanten Bedingungen ohne große Schwierigkeiten.

Vergesellschaftung

Friedlich. Idealer Bodenpfleger in jedem Gesellschaftsbecken. Raubschnecken (Clea helena) als natürliche Populationskontrolle. Nicht mit Krebsen oder Kugelfischen halten.

Ernährung

Allesfresser. Frisst Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste im und auf dem Bodengrund. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Braucht Calcium für das Gehäuse. Bei ausreichend Futter im Becken ist Zufütterung nicht nötig.

Zucht und Verhalten

Vorwiegend Jungfernzeugung (Parthenogenese) – Weibchen klonen sich selbst. Lebendgebärend: Junge entwickeln sich im Brutbeutel. Bei reichem Futterangebot starke Vermehrung. Massenvermehrung zeigt Überfütterung an.

Gut zu wissen

  • Der Regenwurm des Aquariums – lockert den Boden und verhindert Faulstellen
  • Nachtaktiv – tagsüber im Boden eingegraben
  • Vermehrt sich durch Klonen (Parthenogenese)
  • Massenvermehrung zeigt Überfütterung an
  • Tagsüber an der Oberfläche = Warnsignal für schlechte Wasserqualität
  • Frisst keine gesunden Pflanzen
  • Kupferempfindlich
  • Weltweit als invasive Art bekannt – niemals in heimische Gewässer freisetzen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Malaiische Turmdeckelschnecke?

22 bis 28 °C, pH 7,0 bis 8,0.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Ab 20 Liter

Wie vermehrt sich die Malaiische Turmdeckelschnecke?

Vorwiegend Jungfernzeugung (Parthenogenese) – Weibchen klonen sich selbst. Lebendgebärend: Junge entwickeln sich im Brutbeutel. Bei reichem Futterangebot starke Vermehrung.

Was frisst die Malaiische Turmdeckelschnecke?

Allesfresser. Frisst Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste im und auf dem Bodengrund. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Braucht Calcium für das Gehäuse.

Kann man die Malaiische Turmdeckelschnecke vergesellschaften?

Friedlich. Idealer Bodenpfleger in jedem Gesellschaftsbecken. Raubschnecken (Clea helena) als natürliche Populationskontrolle. Nicht mit Krebsen oder Kugelfischen halten.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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