Hallo.
Kann man diese Tiere bei Zierfischgrosshandel Honer bestellen? Und wenn ja, was kostet ein Paar?
Zierfische, Familie Loricariidae
Leopardfrosch-Harnischwels, Goldtigerharnischwels
Peckoltia compta
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Leopardfrosch-Harnischwels (Peckoltia compta, L134) ist ein kompakt gebauter Harnischwels von 10-12 cm Standardlänge mit einem kontrastreich leuchtend gelben Körper und einem ausgeprägten Muster aus schwarzen Bändern und Streifen. Dieses Streifenmuster erinnert an einen Leopardfrosch, wovon der gebräuchliche Name herrührt.
- Schwierigkeit: Mittel
- Gruppenhaltung
- Friedlich
- Kupferempfindlich
bis 12 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
6-7,2pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Beschreibung
Bei adulten Tieren kann das Streifenmuster teilweise in Flecken übergehen; Exemplare aus dem Rio Jamanxim zeigen häufiger eine stärker gefleckte Zeichnung als solche aus dem Rio Tapajós. Ein matter oder weißlicher Gesamteindruck ist ein Hinweis auf Stress oder suboptimale Haltung. Charakteristisch sind bei adulten Männchen ausgeprägte Odontoden (stachelige Haarfortsätze), die an den Wangen, Kiemendeckeln sowie entlang der Flanken und des Schwanzstiels auftreten. Im Aquarium ist Peckoltia compta überwiegend bodenorientiert und nachtaktiv: tagsüber halten sich die Tiere in Höhlen, unter Steinen oder zwischen Hölzern auf, nachts durchstreifen sie die unteren Beckenbereiche auf der Suche nach Futter. Die Art stammt aus schnell fließenden Flussabschnitten des Rio Tapajós und benötigt sauerstoffreiches, warmes Wasser und kräftige Strömung. Die IUCN stuft Peckoltia compta als gefährdet (Endangered) ein, weshalb Nachzuchten gegenüber Wildfängen bevorzugt werden sollten.
Haltung und Pflege
Peckoltia compta benötigt warmes Wasser mit 26-30 °C, pH 6,0-7,2 und GH 2-12 °dGH. Wärmeres Wasser (28-30 °C) fördert Aktivität und Wohlbefinden; Temperaturen dauerhaft unter 26 °C sind für diese tropische Tapajós-Art nicht optimal. Das Becken sollte mindestens 100 cm Kantenlänge und 160 Liter fassen; für eine Gruppe ab 120 cm und 200 Liter. Ein gut strukturierter Bodengrund aus feinem Sand oder Kies, ergänzt durch flache Steine und viel Wurzelholz, bildet die Grundlage. Enge Höhlen mit ca. 3-4 cm Durchmesser Eingang sind für Haltung und Zucht notwendig. Deutliche Strömung durch leistungsfähige Filter oder Strömungspumpen sollte die natürlichen Verhältnisse nachbilden. Peckoltia compta stammt aus schnell fließenden Flussabschnitten und benötigt hohen Sauerstoffgehalt. Als Loricariidae ist die Art kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden. Da die Art in der Natur als gefährdet gilt, sollten Aquarianer auf Nachzuchten zurückgreifen. Für erfolgreiche Haltung sind warmes Wasser, gute Strömung und zahlreiche enge Höhlen entscheidend.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Peckoltia compta ist ein friedlicher Harnischwels, der in der Gruppe am wohlsten ist. Empfohlen werden mindestens 3-5 Artgenossen mit ausreichend Versteckräumen. Außerhalb der Fortpflanzungszeit sind die Tiere ruhig und zurückhaltend. In der Brutzeit können Männchen gegenüber Eindringlingen territorial reagieren und ihre Höhle vehement verteidigen. Schnecken sind unproblematisch, größere Garnelen wie Amano meist sicher. Sehr kleine Garnelenarten oder frisch geschlüpfte Junggarnelen können gefressen werden. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Arten mit ähnlichen Wasserwerten: ruhige Salmler, Corydoras oder kleine Buntbarsche.
Ernährung
Peckoltia compta ist omnivor mit einer Neigung zu fleischlicher Nahrung, benötigt aber auch pflanzliche Komponenten. Empfohlen wird eine abwechslungsreiche Kost aus sinkenden Welstabletten, gefrorenen oder lebenden Mückenlarven, Artemia, Mysis sowie Spirulina-Tabletten. Gemüse wie blanchierte Zucchini, Gurke oder Spinat runden die Ernährung ab. Weiches Holz im Becken ist sinnvoll, weil die Tiere den Aufwuchs davon abraspeln. Das Holz selbst zählt nicht zur Nahrung.
Zucht
Der Zuchtstatus von Peckoltia compta ist gut dokumentiert; die Art wurde vielfach erfolgreich im Aquarium nachgezogen. Die Zuchtschwierigkeit ist mittel. Für die Zucht ist weiches Wasser der entscheidende Faktor: Leitwert unter 150-200 µS, pH 5,5-6,8, Temperatur 26-28 °C. Große Wasserwechsel mit weichem, kühlerem Osmosewasser wirken als zuverlässiger Laichstimulus. Das Männchen bereitet eine enge Höhle vor (Eingang ca. 3,5 x 2,5 cm) und übernimmt nach der Eiablage die Bewachung und Belüftung des Geleges. Typische Gelegegröße: 30-50 Eier (gelblich, ca. 3,5 mm Durchmesser). Inkubationszeit: ca. 7 Tage bei 27 °C. Die Larven zehren anschließend etwa 10 Tage vom Dottersack, bevor sie freischwimmen (Erstgröße ca. 17 mm). Als Erstfutter eignen sich Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und feines Staubfutter. Kleine, tägliche Wasserwechsel (ca. 10 %) fördern das Wachstum; nach vier Wochen erreichen die Jungfische in der Regel 20–22 mm.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,8, bis 5 °dGH
Natürlicher Lebensraum
Peckoltia compta stammt aus Brasilien, konkret aus dem Rio Tapajós, Rio Jamanxim und Rio Arapiuns. Die natürlichen Habitate sind sauerstoffreiche, schnell fließende Flussabschnitte mit steinigem Untergrund, Felsspalten, Geröllfeldern und eingelagertem Totholz. Vegetation ist spärlich; die Habitatstruktur wird von Substrat, Steinen und Holz dominiert. Das Substrat besteht überwiegend aus Sand oder feinem Kies, durchsetzt mit flachen Steinen und Wurzeln.
Geschlechtsunterschiede
Bei Peckoltia compta sind die Geschlechter gut unterscheidbar. Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden an den Wangen, Kiemendeckeln, Flanken sowie am Schwanzstiel, was ihnen ein robustes Erscheinungsbild und einen kräftigeren Kopf verleiht. Weibchen sind hinter den Brustflossen deutlich breiter und runder; der Kopf wirkt schlanker und ist kaum mit Odontoden besetzt. Beide Geschlechter erreichen vergleichbare Körperlängen.
Gut zu wissen
- L134 (Leopard Frog Pleco) mit leuchtend gelbem Körper und schwarzen Bändern
- Höhlenbrüter: Männchen bewacht und belüftet das Gelege in engen Höhlen
- IUCN-Status: Endangered (gefährdet) – Nachzuchten statt Wildfänge bevorzugen!
- Bedarf an Weichholz zum Abraspeln, wichtig für die Verdauung
- Präferenz für sauerstoffreiches, strömungsreiches Wasser
- Regenzeit-ähnliche Reize (Osmosewasser, Temperaturabsenkung) stimulieren die Laichbereitschaft
- Kupferempfindlich wie alle Loricariidae
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Leopardfrosch-Harnischwels?
Peckoltia compta benötigt warmes Wasser mit 26-30 °C, pH 6,0-7,2 und GH 2-12 °dGH. Als tropische Art aus dem Tapajós-Becken bevorzugt sie Temperaturen von 28-30 °C und gute Strömung mit hohem Sauerstoffgehalt.
Kann man den Leopardfrosch-Harnischwels vergesellschaften?
Peckoltia compta eignet sich für Gemeinschaftsbecken mit anderen südamerikanischen Arten: ruhige Salmler, Corydoras und kleine Buntbarsche passen gut. Schnecken und adulte Garnelen werden toleriert.
Wie züchtet man den Leopardfrosch-Harnischwels (L134)?
Weiches Wasser ist der Schlüssel: Leitwert unter 150 µS, pH 5,5-6,8 und Temperatur 26-28 °C. Große Wasserwechsel mit Osmosewasser stimulieren die Laichbereitschaft. Enge Höhlen (Eingang ca. 3,5 x 2,5 cm) werden als Laichplatz genutzt.
Ist der Leopardfrosch-Harnischwels (L134) gefährdet?
Die IUCN stuft Peckoltia compta als Endangered (gefährdet) ein. Aquarianer sollten deshalb Nachzuchten gegenüber Wildfängen bevorzugen. Die Art lässt sich bei gezielter Wasseraufbereitung gut im Aquarium nachzüchten.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
4 Kommentare, der letzte vom 9. April 2015
Andreas Thomas ( Tom ) Putsche Hallo und Moin Moin – habe gerade die L134 entdeckt – gesucht über den Welskeller Otterstadt.
Ich bin an Jungtieren interessiert – bis max. 5 cm – gibt es noch Jungtiere zu haben und zu welchem Preis bitte ..?..
Sonnige Grüße aus Speyer
Tom.
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