
Schmerlen
Schwarzstreifen-Prachtschmerle
Ambastaia nigrolineata
- Endgröße: 8 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 7-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Botiidae
Ambastaia nigrolineata
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Ambastaia nigrolineata (im Hobby häufig noch als Yasuhikotakia nigrolineata geführt) ist eine schlanke, bis zu 8 cm große Schmerle aus der Familie Botiidae. Der Körper zeigt eine gelblich-goldbraune Grundfarbe mit markanten dunklen Längsstreifen und ist stromlinienförmig an Strömung angepasst, mit abgeflachtem Bauch und kräftigen Flossen sowie fleischigen Lippen.
8 cmEndgröße
10 JahreLebenserwartung
18-24 °CTemperatur
7-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Bei älteren Tieren können vertikale Balken die Längsstreifen verbinden. Im Aquarium zeigt die Art ausgeprägtes Bodenfischverhalten und ist besonders in Dämmerungsphasen aktiv. Die Art gilt als gefährdet (IUCN: Vulnerable).
Ambastaia nigrolineata benötigt ein gut gefiltertes, langgestrecktes Aquarium mit strukturierter Bodenzone. Wasserwerte: 18-24 °C, pH 7,0-7,5, GH 5-15 °dGH. Als subtropische Art verträgt die Schwarzstreifen-Prachtschmerle deutlich kühlere Temperaturen als tropische Schmerlen – dauerhaft hohe Temperaturen über 24 °C sind zu vermeiden. Feiner Sand oder abgerundeter Kies, Verstecke aus Wurzelholz und glatten Steinen reduzieren Rangordnungsstress. Offene Strömungsbereiche, leistungsfähige Filterung und Zusatzbelüftung sind wichtig; robuste Pflanzen wie Javafarn und Anubias eignen sich gut. Ein eng schließender Deckel ist notwendig – Ambastaia nigrolineata springt regelmäßig, besonders bei Erschrecken oder nächtlicher Aktivität. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind tödlich für Botiidae. Bei Ichthyo-Erkrankungen kupferfreie Alternativen verwenden.
Eine kurzfristige Absenkung auf 20-22 °C kann natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern.
Schwarmfisch, aktiv, friedlich. Gruppe (mindestens sechs bis acht Tiere). Verträglichkeit mit Wirbellosen: kleine Wirbellose gefährdet.
Ambastaia nigrolineata lässt sich mit robusten, nichträuberischen Beifischen halten, die ähnliche Ansprüche an Strömung und Sauerstoff haben. Kleine Garnelen (Neocaridina, Caridina) sind gefährdet, größere wie Amano-Garnelen werden meist toleriert. Die Art bildet komplexe Sozialhierarchien; Dominanzverhalten („Greying out“ – kurzzeitiger Farbverlust im Konflikt) ist normal und kein Zeichen einer Erkrankung.
Ambastaia nigrolineata ist vorwiegend karnivor mit omnivorer Neigung und nimmt lebende sowie gefrorene Futtermittel gut an. Akzeptierte Nahrung umfasst Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Daphnien sowie hochwertige sinkende Pellets; ergänzend werden pflanzliche Beigaben wie blanchierte Zucchini, Gurke oder Spinat angenommen.
Die Nachzucht im Heimaquarium ist bisher nicht dokumentiert. In kommerziellen Zuchtfarmen wird die Vermehrung üblicherweise durch Hormoninjektionen angestoßen. Naturnahe Reizauslöser (Temperaturabsenkung, verstärkte Strömung) können als erste Stimuli versucht werden, reichen aber erfahrungsgemäß allein nicht aus.
Ambastaia nigrolineata bewohnt klare, sauerstoffreiche Fließgewässer des Mekong-Beckens in Yunnan (China), Laos und Thailand und findet sich bevorzugt an Stromschnellen und strömungsstarken Stellen in Hügelbach-Habitaten. Der Bodengrund besteht überwiegend aus feinem Sand und abgerundetem Kies. Während der Regenzeit nutzt die Art überschwemmte Uferbereiche zur Nahrungssuche. Die Art gilt als gefährdet (IUCN: Vulnerable).
Weibchen wirken meist fülliger und können etwas größer werden, während Männchen oft eine leicht verlängerte Schnauze und markantere, fleischigere Lippen ausbilden. Die Größendifferenz ist meist gering.
Wir haben keine Informationen zur Krankheitsanfälligkeit.
Ambastaia nigrolineata bevorzugt kühles Wasser mit 18-24 °C, pH 7,0-7,5 und GH 5-15 °dGH. Dauerhaft über 24 °C ist zu vermeiden, da es sich um eine subtropische Art handelt.
Die Art ist friedlich und lässt sich mit robusten Beifischen halten, die Strömung und Sauerstoff tolerieren. Kleine Garnelen sind gefährdet, Amano-Garnelen werden meist toleriert.
Die Nachzucht im Aquarium ist bisher nicht dokumentiert. Kommerzielle Nachzuchten werden durch Hormonbehandlung erzielt. Temperaturabsenkung und Strömung können als natürliche Stimuli dienen.
Für eine Gruppe ab sechs bis acht Tieren wird ein langgestrecktes Becken ab 90 cm Kantenlänge und 112 Litern empfohlen. Ein eng schließender Deckel ist Pflicht, da die Art regelmäßig springt.
Im Aquarium erreicht die Art nach Praxiserfahrung rund 10 Jahre, dazu kommen 1-2 Jahre Alter beim Import. Die oft genannten 15 Jahre sind von der Schachbrettschmerle (Ambastaia sidthimunki) übertragen und nicht belegt. Als subtropische Art wird sie im Standardbecken häufig zu warm gehalten, das verkürzt die Lebensdauer.
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