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Zierfische, Familie Botiidae

Schwarzstreifen-Prachtschmerle Ambastaia nigrolineata

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Ambastaia nigrolineata (im Hobby häufig noch als Yasuhikotakia nigrolineata geführt) ist eine schlanke, bis zu 8 cm große Schmerle aus der Familie Botiidae. Der Körper zeigt eine gelblich-goldbraune Grundfarbe mit markanten dunklen Längsstreifen und ist stromlinienförmig an Strömung angepasst, mit abgeflachtem Bauch und kräftigen Flossen sowie fleischigen Lippen.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 8 cmEndgröße

  • 10 JahreLebenserwartung

  • 18-24 °CTemperatur

  • 7-7,5pH-Wert

  • 5-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Bei älteren Tieren können vertikale Balken die Längsstreifen verbinden. Im Aquarium zeigt die Art ausgeprägtes Bodenfischverhalten und ist besonders in Dämmerungsphasen aktiv. Die Art gilt als gefährdet (IUCN: Vulnerable).

Haltung und Pflege

Ambastaia nigrolineata benötigt ein gut gefiltertes, langgestrecktes Aquarium mit strukturierter Bodenzone. Wasserwerte: 18-24 °C, pH 7,0-7,5, GH 5-12 °dGH. Als subtropische Art verträgt die Schwarzstreifen-Prachtschmerle deutlich kühlere Temperaturen als tropische Schmerlen – dauerhaft hohe Temperaturen über 24 °C sind zu vermeiden. Feiner Sand oder abgerundeter Kies, Verstecke aus Wurzelholz und glatten Steinen reduzieren Rangordnungsstress. Offene Strömungsbereiche, leistungsfähige Filterung und Zusatzbelüftung sind wichtig; robuste Pflanzen wie Javafarn und Anubias eignen sich gut. Ein eng schließender Deckel ist notwendig – Ambastaia nigrolineata springt regelmäßig, besonders bei Erschrecken oder nächtlicher Aktivität. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind tödlich für Botiidae. Bei Ichthyo-Erkrankungen kupferfreie Alternativen verwenden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Ambastaia nigrolineata ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens sechs bis acht Tieren, idealerweise 10 oder mehr, gehalten werden muss. Einzeln oder in zu kleinen Gruppen gehaltene Tiere entwickeln Stressanzeichen und erhöhte Krankheitsanfälligkeit. Innerhalb der Gruppe ist die Art friedlich.

Das Temperament ist insgesamt ruhig. Verträglich mit aktiven südostasiatischen Begleitfischen wie Devario-, Rasbora- und Danio-Arten. Langsamschwimmer und Schleierfischvarianten sind ungeeignet. Kleine Zwerggarnelen können als Beute betrachtet werden; adulte Garnelen sind in der Regel sicher. Schnecken werden überwiegend toleriert.

Wichtig: Kupfer ist für Botiidae potenziell tödlich. Medikamente und Dünger auf Kupferbasis dürfen nicht eingesetzt werden.

Ernährung

Ambastaia nigrolineata ist vorwiegend karnivor mit omnivorer Neigung und nimmt lebende sowie gefrorene Futtermittel gut an. Akzeptierte Nahrung umfasst Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Daphnien sowie hochwertige sinkende Pellets; ergänzend werden pflanzliche Beigaben wie blanchierte Zucchini, Gurke oder Spinat angenommen.

Zucht

Eine planbare Nachzucht in Heimaquarien ist bislang nicht dokumentiert; berichtet werden aber Zufallsnachzuchten, bei denen die Gruppe unter heftigem Treiben ablaicht. Der Fortpflanzungstyp ist unklar. Kommerzielle Zucht in Asien erfolgt durch hormonelle Induktion. In der Natur sind saisonale Laichwanderungen flussaufwärts dokumentiert.

Natürlicher Lebensraum

Ambastaia nigrolineata kommt in Südostasien vor, konkret aus dem Mekong-Becken und benachbarten Flusssystemen in China (Yunnan), Laos (Nam Theun) und Thailand (Nan). Die Art besiedelt klare, sauerstoffreiche Fließgewässer mit mäßiger bis starker Strömung. Das Substrat besteht vorwiegend aus weichem Sand oder fein abgerundetem Kies; Steine, Geröll und Höhlen prägen die Habitatmikrostruktur.

Geschlechtsunterschiede

Adulte Weibchen sind fülliger im Körperbau und tendenziell etwas größer. Männchen entwickeln eine leicht verlängerte Schnauze sowie verdickte, fleischige Lippen, besonders im Profil erkennbar.

Gut zu wissen

  • Subtropische Art – verträgt kühlere Temperaturen als tropische Schmerlen (18-24 °C)
  • Dämmerungs- und nachtaktiv; zeigt sich bei ausreichenden Verstecken auch tagsüber
  • Stark strömungsliebend; bevorzugt sauerstoffreiches, klares Wasser
  • Sprungrisiko hoch: ein dicht schließender Deckel ist erforderlich
  • Bevorzugt feinen, weichen Sand als Substrat
  • Kupferempfindlich: Kupfer ist potenziell tödlich
  • Empfindlich gegenüber Einzelhaltung; Schwarmhaltung notwendig
  • IUCN-Status: Vulnerable (VU, gefährdet)
  • Aufrichtbarer Dorn unter dem Auge: beim Fangen kein engmaschiges Netz verwenden, die Tiere verhaken sich darin und verletzen sich

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Schwarzstreifen-Prachtschmerle?

Temperatur 18 bis 24 °C, pH 7,0 bis 7,5 und GH 5 bis 12 dGH. Die Art bevorzugt sauerstoffreiches, klares Wasser mit mäßiger bis starker Strömung.

Wie viele Schwarzstreifen-Prachtschmerlen sollte man halten?

Mindestens sechs bis acht Tiere, idealerweise 10 oder mehr. Einzeln gehaltene Tiere entwickeln Stressanzeichen und erhöhte Krankheitsanfälligkeit.

Kann man die Schwarzstreifen-Prachtschmerle züchten?

Eine planbare Nachzucht in Heimaquarien ist bislang nicht dokumentiert; berichtet werden aber Zufallsnachzuchten, bei denen die Gruppe unter heftigem Treiben ablaicht. Kommerzielle Zucht erfolgt durch hormonelle Induktion in Asien.

Was frisst die Schwarzstreifen-Prachtschmerle?

Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Kost. Bevorzugt werden Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Daphnien. Sinkendes Trockenfutter wird ergänzend akzeptiert.

Wie alt wird die Schwarzstreifen-Prachtschmerle?

Im Aquarium erreicht die Art nach Praxiserfahrung rund 10 Jahre, dazu kommen 1-2 Jahre Alter beim Import. Die oft genannten 15 Jahre sind von der Schachbrettschmerle (Ambastaia sidthimunki) übertragen und nicht belegt. Als subtropische Art wird sie im Standardbecken häufig zu warm gehalten, das verkürzt die Lebensdauer.

Wie groß muss das Aquarium für die Schwarzstreifen-Prachtschmerle sein?

Für eine Gruppe ab sechs bis acht Tieren wird ein langgestrecktes Becken ab 90 cm Kantenlänge und 112 Litern empfohlen.

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Fragen und Erfahrungen

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  • Endgröße: 6 cm
  • Aquarium: ab 120 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Endgröße: 8–9 cm
  • Aquarium: ab 250 l
  • Temperatur: 21-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Temperatur: 20-28 °C
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  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Endgröße: 10 cm
  • Aquarium: ab 200 l
  • Temperatur: 20-25,5 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

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