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Zierfische, Familie Gobiidae

Schmetterlingsgrundel / Zuckerrohr-Grundel Awaous flavus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Awaous flavus ist eine sandfarbene, bodennahe Grundel mit langgestrecktem Körper und markanten dunklen vertikalen Streifen auf gelblich-beigem Grund. Die Schnauze ist leicht abgeflacht, die Maulpartie beweglich. Männchen besitzen ein deutlich vergrößertes Maul sowie eine farbig ausgeprägte erste Rückenflosse mit breiten, dunklen Flossensäumen.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • 8.2 cmEndgröße

  • 5–8 JahreLebenserwartung

  • 24-27 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 9-19 °dGHGesamthärte

  • ab 160 lAquariengröße

Beschreibung

Die Art ist auf Sand-Sifting spezialisiert: Sie durchsiebt feinen Sand und Schlamm nach kleinen Nahrungspartikeln. Männchen sind territorial und zeigen bei Revierkämpfen verstärkte Färbung und aufgestellte Flossensäume.

Haltung und Pflege

Awaous flavus ist eine Brackwasserart aus Flussmündungsbereichen und sollte auf Dauer nicht in reinem Süßwasser gehalten werden. Für eine artgerechte Dauerhaltung ist ein leicht salziger Zusatz von 2–5 g Salz pro Liter unbedingt erforderlich. Das Aquarium sollte länglich sein und eine möglichst große Bodenfläche bieten, da Höhe für diese bodenbewohnende Art keine Rolle spielt. Als Substrat ist feiner Sand unabdingbar; Wurzeln und flache Steine dienen als Strukturen und Rückzugsplätze. Pflanzen nur sparsam einsetzen – robuste, salztolerante Arten oder eingebundene Wurzeln eignen sich besser als feinfiedrige Pflanzen. Moderate Strömung und gute Filterung sowie regelmäßige Wasserwechsel unterstützen die bodennahe Lebensweise.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Einzeltier bis Kleingruppe (männliche Revierbildung beachten), friedlich gegenüber artfremden Fischen, territorial gegenüber Artgenossen (Männchen). Haltung: Paar- oder Kleingruppenhalter (mind. 5 Tiere bei Gruppe). Verträglichkeit mit Wirbellosen: eingeschränkt – kleine Garnelen und Jungtiere werden gefressen.

Awaous flavus lässt sich mit ruhigen, mittelgroßen Fischen vergesellschaften, die ähnliche Wasserwerte (leicht brackisch) tolerieren. Größere Schnecken werden meist geduldet; adulte Garnelen können gehalten werden, aber kleine Garnelen und Jungtiere sind gefährdet. Andere Grundelarten sollten ausgeschlossen werden, da Männchen gegenüber Artgenossen und anderen Grundeln aggressiv werden. Große Räuber und sehr aggressive Arten sind ungeeignet.

Ernährung

Awaous flavus ist ein karnivorer Bodengrundfresser, der feine Nahrungspartikel und kleine Beutetiere aus dem Sand selektiert. Im Aquarium eignen sich Artemia, Mysis, Cyclops, Tubifex und Mikrowürmchen; feines, sinkendes Granulat kann ergänzend angeboten werden. Füttern Sie mehrere kleine Portionen am Tag und bieten Sie die Nahrung immer am Bodengrund an. Algen-Tabs oder Spirulina-Produkte werden zwar gelegentlich angenommen, stellen jedoch keine wesentliche Futterkomponente dar.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (amphidrom). Zuchtschwierigkeit: nicht im Heimaquarium möglich. Awaous flavus ist eine amphidrome Art – das Ablaichen erfolgt zwar an Höhlendecken oder flachen Steinen im Süßwasser, die Larven driften jedoch innerhalb von ca. 13 Stunden nach dem Schlüpfen passiv in Richtung Meer und durchlaufen dort zwingend ein marines Planktonstadium. Ohne Zugang zu Salzwasser für die Larvenentwicklung ist eine erfolgreiche Aufzucht im Heimaquarium nicht möglich. Gesicherte Nachzuchten in Gefangenschaft sind bislang nicht dokumentiert. Das Männchen bewacht das Gelege bis zum Schlüpfen.

Natürlicher Lebensraum

Awaous flavus bewohnt Flussmündungen, Flussdeltabereiche und flussnahe Küstenabschnitte der atlantischen Ostküste Südamerikas – vom Río Atrato (Kolumbien) bis nach Belém (Brasilien). Typische Habitate sind flaches, mäßig fließendes Wasser mit sandigen bis schlammigen Böden, spärlicher Vegetation, Wurzelwerk und flachen Steinen als Verstecke. Die Wasserverhältnisse im natürlichen Lebensraum sind leicht brackisch bis süß; die Art ist an Gezeitenschwankungen und wechselnde Salinitäten angepasst. Die Larven driften in Richtung Küste und entwickeln sich in marinem Plankton, bevor Jungtiere wieder in Süßwasserbereiche einwandern.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind deutlich erkennbar an ihrem vergrößerten Maul, der farbenprächtigen ersten Rückenflosse und den breiten, dunklen Flossensäumen. Weibchen sind weniger farbintensiv und haben eine schmalere Maulpartie. Die Genitalpapillen unterscheiden sich in Form. Männchen wirken insgesamt etwas robuster und größer.

Gut zu wissen

  • Keine besonderen Merkmale dokumentiert

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Schmetterlingsgrundel / Zuckerrohr-Grundel?

Awaous flavus erreicht bis 8,2 cm SL (ca. 9–10 cm TL).

Welche Wasserwerte braucht der Schmetterlingsgrundel / Zuckerrohr-Grundel?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 24–27 °C, pH 7,0–8,0 (bei leicht brackischer Haltung; reines Weichwasser unter pH 7 ist nicht artgerecht), GH 9–19 °dGH (Natur; bei Brackwasserhaltung im Aquarium eher 15–25 °dGH empfehlenswert).

Kann man den Schmetterlingsgrundel / Zuckerrohr-Grundel vergesellschaften?

Awaous flavus lässt sich mit ruhigen, mittelgroßen Fischen vergesellschaften, die ähnliche Wasserwerte (leicht brackisch) tolerieren. Größere Schnecken werden meist geduldet; adulte Garnelen können gehalten werden, aber kleine Garnelen und Jungtiere sind gefährdet.

Wie groß muss das Aquarium für den Schmetterlingsgrundel / Zuckerrohr-Grundel sein?

Empfohlen wird ein Becken mit mind. 100 cm Kantenlänge und 160 Liter (für ein Paar); größere Becken ab 200 cm für Kleingruppen empfohlen.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Temperatur: 24-28 °C
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Chlamydogobius eremius

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  • Temperatur: 20-28 °C
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  • Wasserhärte: weich bis hart
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