
Blaubarsche
Blaubarsch
Badis badis
- Endgröße: bis 7 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 15-25 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, friedlich
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Zierfische, Familie Badidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Im Aquarium zeigt Badis tuivaiei ein scheues, zurückhaltendes Verhalten und besetzt bevorzugt mittlere Bereiche des Beckens. Höhlen und dichte Bepflanzung werden intensiv als Rückzugsräume und Territorien genutzt. Während der Fortpflanzungsphase bildet die Art temporäre Paarbindungen und zeigt ausgeprägte Revier- und Balzrituale. Als Höhlenlaicher (Höhlenbrüter) nutzt die Art geschützte Strukturen zur Eiablage; das Männchen übernimmt anschließend die Brutpflege.

5,7 cm SLEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
20-24 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
5-10 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Wasserwerte:
• Temperatur: 20–24 °C
• pH: 6.5–7.5
• GH: 5–10 dGH (90–179 ppm)
Hinweis pH: Die in der Natur gemessenen Werte von 8.4–9.2 sind Biotop-Messwerte, die im Aquarium nicht angestrebt werden sollen. Beckengröße: Als Mindestmaß wird ein Becken mit 80 cm Kantenlänge (ca. 112 L) empfohlen. Dieses Maß gilt für ein Paar oder eine Harem-Gruppe (1 Männchen, 2–4 Weibchen). Einrichtung und Zubehör: Zahlreiche Verstecke in Form von Tonhöhlen, umgestürzten Tontöpfen, Steinspalten und Wurzelwerk sind essenziell. Feiner Sand oder feine Kies-Sand-Mischung als Bodengrund (entsprechend dem felsigen Naturhabitat). Dichte Bepflanzung strukturiert den Raum; robuste Pflanzen wie Anubias, Java-Farn oder Cryptocorynen sind geeignet. Gedämpftes Licht und moderater Wasserfluss entsprechen dem natürlichen Habitat in flachen, langsam fließenden Bergbächen. Wasserpflege: Regelmäßige Teilwasserwechsel und sanfte Filterung. Stabile Werte sind wichtiger als extremes Aufweichen. Da die Art in klaren Bergbächen vorkommt, sind saubere Wasserbedingungen Pflicht.
Badis tuivaiei wird paarweise oder in kleinen Harem-Gruppen gepflegt; empfohlen wird ein Männchen mit 2–4 Weibchen. Rivalisierende Männchen sind untereinander stark aggressiv und sollten in kleineren Becken nicht gemeinsam gehalten werden. Gegenüber ruhigen, kleinen Beifischen zeigt sich die Art verträglich, solange ausreichend Verstecke vorhanden sind. Gut geeignete Beifische sind kleine, friedliche Cypriniden (z. B. Microdevario, Boraras) sowie kleine Bodenwelse. Badis tuivaiei ist nicht für die Haltung mit Garnelen geeignet – Junggarnelen werden gefressen, adulte Garnelen stark gefährdet. Schnecken gehören zum natürlichen Beutespektrum und werden gefressen; für die Pflege von Zierschnecken ist die Art nicht geeignet. Als Südasiaten (Manipur, Meghalaya, Mizoram – Indien) eignen sich als Beifische ruhige, kleine Arten mit vergleichbaren Wasserwerten: kleinwüchsige Danioniden, Boraras-Arten oder Otocinclus-ähnliche Zwergwelse. Dominante, schnelle oder deutlich größere Fische sind ungeeignet. Keine Garnelen.
Badis tuivaiei ist ein Mikropredator, der sich in der Natur von kleinen Krebstieren, Würmern und Insektenlarven ernährt. Im Aquarium werden bevorzugt lebende und gefrorene Kleinstfutter akzeptiert: Artemia-Nauplien, Daphnia, Cyclops, Mysis und Glaswürmer. Trockenfutter wird häufig abgelehnt oder nur widerwillig angenommen – eine vorwiegende Trockenfutter-Fütterung ist nicht empfehlenswert. Chironomiden-Larven (rote Mückenlarven) und Tubifex sollten gemieden werden (Fettleibigkeit, Krankheitsrisiko). Fütterung in kleinen Portionen, 1–2 × täglich.
Fortpflanzungstyp: Höhlenlaicher (Höhlenbrüter). Temporäre Paarbindungen werden während der Reproduktionsphase gebildet. Das Männchen bewacht das Gelege und die Larven. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Zuchterfolge im Aquarium sind seit 2006–2007 dokumentiert. Voraussetzung sind optimale Wasserwerte, ausreichend Höhlen sowie lebendes oder gefrorenes Kleinstfutter für die Konditionierung. Bekannte Zuchtinformationen:
• Höhlenlaicher mit temporären Paarbindungen; Männchen hält Revier und bewacht Gelege.
• Erstmalige dokumentierte Nachzucht im Aquarium ca. 2006–2007.
• Gelege: ca. 30–100 Eier.
• Schlupf: nach 2–3 Tagen.
• Freischwimmen der Larven: nach 6–8 Tagen.
• Erstfutter: Mikrowürmer; später Artemia-Nauplien. Spezifische Zucht-Wasserwerte sind nicht gesondert dokumentiert; als Ausgangsbasis gelten die allgemeinen Aquariumwerte (pH 6.5–7.5, 20–24 °C).
Badis tuivaiei ist nach seiner Typuslokalität benannt: dem Tuivai River. Die Art kommt in Manipur, Meghalaya und Mizoram (Nordostindien) vor, in den Einzugsgebieten des Barak River (Tuivai, Irang, Wahumiam, Wanapha). Der Biotop besteht aus seichten, langsam fließenden, klaren Bergbächen mit felsigem Untergrund (Blöcke, Kies, Sand) und dichter Ufervegetation. Das umgebende Gelände ist von bewaldeten Hügeln mit hoher Niederschlagsmenge geprägt; saisonale Schwankungen in Wasserstand und Strömung sind zu erwarten. In der Natur gemessene Wasserwerte an Typuslokalitäten liegen bei pH 8,4 bis 9,2; diese lokalen Messwerte sind nicht für das Aquarium maßgeblich.
Männchen sind kräftiger gefärbt, zeigen intensivere Zeichnung und erreichen die dokumentierte Maximalgröße. Weibchen sind kleiner, blasser und haben einen sichtbar rundlicheren Bauch. Präzise numerische Längenangaben für Weibchen liegen nicht vor.
Badis tuivaiei erreicht bis ca. 5,7 cm SL.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 20–24 °C, pH 6.5–7.5 (Aquarium), GH 5–10 dGH (90–179 ppm).
Als Südasiaten (Manipur, Meghalaya, Mizoram – Indien) eignen sich als Beifische ruhige, kleine Arten mit vergleichbaren Wasserwerten: kleinwüchsige Danioniden, Boraras-Arten oder Otocinclus-ähnliche Zwergwelse. Dominante, schnelle oder deutlich größere Fische sind ungeeignet.
Empfohlen wird ein Becken mit 80 cm Kantenlänge und 112 Liter.
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