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Zierfische, Familie Badidae

Blaubarsch Badis badis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Badis badis, im Deutschen als Blaubarsch oder Chamäleonfisch bekannt, ist ein kompakt gebauter Kleinfisch mit leicht erhöhter Körpersilhouette. Die Art ist für ihre Farbveränderlichkeit bekannt: In Ruhestellung zeigen die Tiere eine rötlich-braune Grundfärbung mit vertikalen schwarzen Querstreifen, die vollständig verschwinden können.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Paarweise
  • Friedlich
  • bis 7 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 15-25 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 3-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Während der Balz färben sich Männchen nahezu schwarz mit intensiv blau schimmernden Flossen. Männchen werden insgesamt größer (bis ca. 7 cm Gesamtlänge) und schlanker, Weibchen bleiben kleiner mit rundlicherer, kompakterer Körperform. Die Körperform ist auf das bodennahe Leben ausgelegt. Die Tiere schwimmen bevorzugt in Bodennähe und halten sich zwischen Substrat, Pflanzen und Wurzeln auf. Im Aquarium zeigt die Art ein ruhiges, zurueckhaltendes Verhalten und zieht sich häufig in Verstecke zurueck.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 15 bis 25 Grad Celsius (optimal 20 bis 24 Grad Celsius), pH 6,0 bis 7,5, GH 3 bis 15 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für ein Paar. Feiner, dunkler Sand als Bodensubstrat. Reichlich Verstecke: Tonröhren, Kokosnusshälften, Höhlen, dichte Wurzelstrukturen. Schwimmende Pflanzen und breitblättrige Bodenpflanzen. Geringe bis moderate Strömung; gedämpfte Beleuchtung mit schattigen Zonen. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel (20 bis 25 Prozent wöchentlich). Stabile Wasserwerte sind wichtiger als grossvolumige Wechsel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Badis badis ist ruhig, zurückhaltend und scheu. Empfohlene Haltungsform: Paar (1M/1W) oder kleiner Harem (1M/2 bis 3W). Rivalisierende Männchen können in engen Verhältnissen aggressiv zueinander werden. Während der Brutzeit werden Männchen deutlich territorialer. Das Männchen übernimmt nach der Eiablage die alleinige Brutpflege. Geeignete Beifische sind friedliche Mittelschwimmer und ruhige Bodenbewohner aus Südasien. Garnelen sind ungeeignet (Beute). Schnecken gehören zum natürlichen Beutespektrum und werden gefressen; für die Pflege von Zierschnecken ist die Art nicht geeignet. Keine Vergesellschaftung mit anderen Badis-Arten (Hybridisierungsgefahr).

Ernährung

Mikroräuber (Karnivor). Starke Präferenz für lebende und gefrorene Kleintiere: Artemia-Nauplien, Daphnia, Cyclops, Mückenlarven, Enchytraeen. Trockenfutter wird häufig abgelehnt. Rote Mückenlarven und Tubifex sollten gemieden werden (Verfettungsgefahr). Mehrere kleine Fütterungen täglich an ruhigen, geschützten Stellen.

Zucht

Gut dokumentiert, einfach zu vermehren. Höhlenbrueter. Männchen und Weibchen balzen, wobei das Männchen die Partnerin in die Höhle drängt. Nach der Eiablage verlässt das Weibchen die Höhle; das Männchen übernimmt die alleinige Brutpflege. Eier schlüpfen nach ca. 2 bis 3 Tagen. Larven werden nach ca. 6 bis 8 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Mikrowürmer, dann Artemia-Nauplien. Zuchtwasserwerte: pH ca. 6,5 bis 7,0, Temperatur ca. 24 Grad Celsius, weiches bis mittelhartes Wasser.

Zuchtwasser: 23 bis 25 °C, pH 6,5 bis 7, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Badis badis stammt aus Südasien und kommt in Indien, Nepal, Bangladesh, Bhutan und Pakistan vor. Die Art bewohnt überwiegend langsam fließende oder stehende Gewässer: flache Gräben, Kanäle und Randbereiche von Reisfeldern. Typisch sind truebe Gewässer mit geringer Strömung und Beständen untergetauchter Vegetation, häufig in oder nahe Wasserlilienbeständen mit schlammigem bis feinem Bodensatz.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer (bis ca. 7 cm SL), sind schlanker und zeigen deutlich intensivere Färbung, insbesondere die schwarze Balzfärbung mit blauen Flossen. Weibchen bleiben kleiner, haben eine rundlichere Körperform und deutlich unscheinbarere Zeichnung.

Gut zu wissen

  • Höhlenbrueter: Eiablage in Höhlen, Tonröhren oder vergleichbaren Strukturen
  • Männchen bewacht das Gelege allein (keine Paarbindung nach Eiablage)
  • Chamäleonfisch: Starke Farbveränderlichkeit je nach Stimmung und Fortpflanzungsphase
  • Hybridisierungsgefahr mit anderen Badis-Arten
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Trockenfutter wird oft abgelehnt; Lebendfutter notwendig
  • Subtropische Art: Verträgt kühle Temperaturen (ab 15 Grad Celsius)

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Blaubarsch?

Temperatur 15 bis 25 Grad Celsius (optimal 20 bis 24 Grad Celsius), pH 6,0 bis 7,5 und GH 3 bis 15 dGH. Als subtropische Art verträgt Badis badis kühle Temperaturen.

Wie groß wird der Blaubarsch?

Männchen erreichen ca. 7 cm Gesamtlänge und zeichnen sich durch die Balzfärbung (nahezu schwarz mit blauen Flossen) aus. Weibchen bleiben kleiner und zeigen eine unscheinbarere Zeichnung.

Kann man den Blaubarsch vergesellschaften?

Ja, mit friedlichen, ruhigen Arten aus Südasien. Keine Vergesellschaftung mit anderen Badis-Arten (Hybridisierungsgefahr). Garnelen sind ungeeignet (Beute). Schnecken werden toleriert.

Kann man den Blaubarsch züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert mit mittlerer Schwierigkeit. Höhlenbrueter; das Männchen bewacht das Gelege allein. Eier schlüpfen nach 2 bis 3 Tagen, Larven werden nach 6 bis 8 Tagen freischwimmend.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Haremshaltung, aggressiv

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