Enteromius fasciolatus

Deutscher Name: Angolabarbe

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
Afrika, Kongo, USA, Westafrika
Farben:
gelb, weiß
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Enteromius fasciolatus
Gattung: Barbus
Familie: Cyprinidae

Beschreibung

Enteromius fasciolatus (Synonym: Barbus fasciolatus, teils auch als Barbodes barilioides gehandelt) ist ein schlanker, kleiner Barb aus der Familie Cyprinidae mit einer Maximalgroesse von bis zu 6 cm. Der Koerperbau ist typisch barbenartig gestreckt und seitlich leicht abgeflacht. Maennchen zeigen in der Paarungszeit eine deutlich intensivere Zeichnung mit staerkeren Kontrasten. Im Aquarium zeigt die Angolabarbe ein lebhaftes, aktives Schwarmverhalten in der mittleren Schwimmzone. Das natuerliche Verhalten entfaltet sich besonders in Gruppen mit mindestens 8 Tieren, in denen permanente soziale Interaktionen und gelegentliche Rangordnungsauseinandersetzungen zu beobachten sind. Die Art bevorzugt saures, weiches Wasser.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Aktiver Schwarmfisch in der mittleren Schwimmzone
  • Freilaicher ohne elterliche Brutpflege; Eier und Larven werden haeufig gefressen
  • Farbintensivierung bei Maennchen in Balz- oder Konkurrenzsituationen
  • Bevorzugt saures, weiches Wasser (pH 5,0 bis 6,5)
  • Herkunft: Zentralsuedafrika (Angola, Sambia, Botswana, Simbabwe), nicht Westafrika
  • Sprungneigung gering

Vergesellschaftungshinweise

Enteromius fasciolatus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist lebhaft und aufmerksam. Unter den Maennchen entwickelt sich eine Rangordnung mit kurzen Verfolgungen. Geeignete Beifische sind friedliche, aehnlich grosse Arten mit vergleichbaren Wasseranspruechen, idealerweise aus dem Okavango- oder Zambezi-System. Sehr aggressive oder stark raeuberische Arten sind zu vermeiden. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen sind gefaehrdet, adulte Garnelen werden toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Maennchen zeigen eine intensivere Faerbung, vor allem waehrend der Balzzeit, mit kontrastreicher Baenderung. Weibchen sind blasser und wachsen etwas groesser, mit fuelligerem Bauchbereich bei Laichbereitschaft.
Größe: bis 6 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20 bis 26 °C, pH 5,0 bis 6,5, GH 1 bis 12 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlaenge (ca. 112 Liter) fuer eine Gruppe von mindestens 8 Tieren. Offener Mittelbereich zum Schwimmen, flankiert von dichten Randbepflanzungen. Feinfiedrige Pflanzen als Futterquelle und Laichplaetze. Feiner Kies oder Sand als Substrat. Moderate Stroemung. Maessige Beleuchtung. Regelmaessige Wasserwechsel.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,0-6,5
Temperatur:
20-26 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Dokumentiert, fuer erfahrene Aquarianer erreichbar. Zuchtwasserwerte: 24 bis 26 °C, pH 5,5 bis 6,5, weiches Wasser. Freilaicher (Eierstreuer). Eier werden in feinfiedriger Vegetation oder kuenstlichen Laichhilfen (Spawning Mops) verteilt. Mehrere hundert Eier pro Weibchen moeglich. Eltern nach dem Ablaichen sofort entfernen (Laichrauber). Eier schluepfen innerhalb von ca. 48 Stunden. Larven nach etwa einer Woche freischwimmend. Erstfutter: Infusorien, danach Artemia-Nauplien.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser. Hochwertige Flocken- und Granulatfuttermittel als Grundversorgung, ergaenzt durch lebende oder gefrorene Kost (Artemia-Nauplien, Daphnien, Mueckenlarven, Cyclops). Pflanzliche Komponenten und Algen zur Ergaenzung. Mehrere kleinere Fuetterungen pro Tag. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
k. A.

Natürlicher Lebensraum

Enteromius fasciolatus stammt aus Zentralsuedafrika: Angola, Sambia, Botswana und Simbabwe (Okavango-, Kafue-, Zambezi- und Cunene-System). Die Art bewohnt kleine bis mittlere Fliessgewaesser, Seitenarme und vegetationsreiche Ueberschwemmungszonen. Bevorzugt Bereiche mit strukturierter Vegetation und gut sauerstoffhaltigem Wasser.

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