Batrochoglanis raninus
Beschreibung
Batrochoglanis raninus ist ein kräftig gebauter, bodenbewohnender Wels aus der Familie Pseudopimelodidae, der bis 23 cm TL (ca. 20 cm SL) erreicht. Der Körper ist gedrungen und abgeflacht mit einem breiten, froschähnlichen Kopf und einem überproportional großen Maul. Die Grundfärbung ist variabel in verschiedenen Brauntönen mit unregelmäßigen dunklen Bändern und Flecken, die eine effektive Tarnung auf dem Substrat bieten. Die Barteln sind kräftig ausgebildet.
Im Aquarium verhält sich Batrochoglanis raninus als typischer nachtaktiver Lauerjäger. Tagsüber verbirgt sich der Wels in Höhlen und unter Wurzeln; erst in der Dämmerung wird er aktiv und geht auf Nahrungssuche. Alle Fische und Wirbellose, die ins Maul passen, werden als Beute betrachtet.
Besonderheiten
- Nachtaktiver Lauerjäger: frisst alle Fische und Wirbellose, die ins Maul passen
- Pseudopimelodidae, nicht mit Loricariidae verwechseln
- Breiter, froschähnlicher Kopf mit überproportional großem Maul
- Territorial; Einzelhaltung oder ein Versteck pro Tier
- Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
- Langlebig: geschätzte Lebenserwartung 8 bis 12 Jahre
- Im Handel selten; wird gelegentlich als Hummelwels angeboten
- Zucht im Aquarium nicht dokumentiert
Vergesellschaftungshinweise
Batrochoglanis raninus ist ein nachtaktiver Lauerjäger, der tagsüber verborgen in Höhlen und unter Wurzeln ruht. Die Art ist territorial und verteidigt ihren Unterschlupf gegenüber Artgenossen und anderen Bodenbewohnern. Einzelhaltung wird empfohlen; in sehr großen, gut strukturierten Becken ist auch die Haltung mehrerer Tiere möglich, sofern jedes Tier über einen eigenen Unterschlupf verfügt.
Eine Vergesellschaftung ist nur mit Fischen möglich, die deutlich zu groß sind, um als Beute zu dienen. Alle Fische und Wirbellose, die ins Maul passen, werden gefressen. Garnelen jeder Größe werden erbeutet. Schnecken werden toleriert. Geeignete Beifische sind größere, robuste südamerikanische Buntbarsche oder große Salmler.
Geschlechtsdimorphismus
Äußerlich schwer zu unterscheiden. Geschlechtsreife Weibchen können einen etwas fülliger wirkenden Bauch zeigen. Weitere äußerliche Unterscheidungsmerkmale sind nicht zuverlässig dokumentiert.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH bis 15 dGH.
Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 400 Liter) für ein Einzeltier. Sand oder feiner Kies als Substrat. Große Höhlen (Tonröhren, Kokosnussschalen), Wurzeln und Steinaufbauten als Verstecke unbedingt notwendig, da die Art sich tagsüber vollständig verbirgt. Beleuchtung gedämpft oder mit ausreichend schattigen Bereichen. Bepflanzung robust (Anubias, Echinodorus), da die Tiere beim nächtlichen Durchstreifen des Beckens Pflanzen entwurzeln können.
Leistungsstarke Filterung empfohlen, da die Art als Raubfisch das Wasser stark belastet. Regelmäßige Wasserwechsel.
Zucht und Fortpflanzung
Im Aquarium nicht dokumentiert. Über die Fortpflanzungsbiologie von Batrochoglanis raninus liegen keine gesicherten Informationen aus der Aquaristik vor.
Ernährung/Futterbedarf
Karnivor (Raubfisch). Bevorzugt Lebendfutter und Frostfutter: Stinte, Fischfilet, Garnelen, Regenwürmer, große Mückenlarven und Muschelfleisch. Trockenfutter wird in der Regel nicht angenommen. Fütterung vorzugsweise abends oder nachts, wenn die Tiere aktiv werden. Überfütterung vermeiden; zwei- bis dreimal wöchentlich ausreichend.
Natürlicher Lebensraum
Batrochoglanis raninus stammt aus dem tropischen Südamerika und ist in den Einzugsgebieten des Amazonas und seiner Nebenflüsse verbreitet, darunter Gewässer in Bolivien, Brasilien, Guyana, Peru und Surinam. Die Art besiedelt langsam fließende Flussabschnitte und stehende Gewässer mit sandigem oder schlammigem Substrat, Totholz und dichtem Pflanzenbewuchs am Ufer. Die Tiere halten sich bevorzugt am Boden auf, versteckt unter Wurzeln, Steinen oder in Laubschichten.